Ryzen 5 7500: AMD bringt neue Zen-4-CPU für AM5-Sockel

AMD erweitert sein Desktop-Angebot um zwei Ryzen-5-Modelle für Full-HD-Gaming: Der AM5-Chip ist teurer gelistet, der AM4-Chip günstiger.

Der Chiphersteller AMD hat sein Angebot an Prozessoren für Desktop-Rechner offiziell ausgebaut. Mit dem Verkaufsstart des Ryzen 5 7500 auf Basis der modernen Zen-4-Architektur sowie dem Ryzen 5 5500F, der die bewährte Zen-3-Technologie nutzt, adressiert das Unternehmen primär das Einstiegssegment für Gaming in 1080p-Auflösung.

Während AMD zunächst keine offiziellen Preisempfehlungen kommunizierte, geben erste Listungen im Einzelhandel Aufschluss über die preisliche Positionierung der neuen Modelle.

Ryzen 5 7500: Neue Zen-4-Option für den Sockel AM5

Der Ryzen 5 7500 basiert auf der Zen-4-Architektur und ist für den aktuellen Sockel AM5 konzipiert. Der Sechskern-Prozessor verfügt über zwölf Threads und arbeitet mit einer Basistaktfrequenz von 3,7 GHz, die im Boost-Modus auf bis zu 5,0 GHz steigen kann.

Die thermische Designleistung (TDP) wird mit 65 Watt angegeben. Zur Ausstattung gehören zudem insgesamt 38 MB Cache sowie eine integrierte Grafikeinheit auf Basis der RDNA-2-Architektur, die über zwei Rechenkerne verfügt und eine Taktfrequenz von bis zu 2200 MHz erreicht.

In ersten europäischen Listungen, unter anderem beim britischen Händler Scan Computers, wird der Prozessor für £167.99 geführt. Branchenbeobachter wiesen darauf hin, dass dieser Preis derzeit über dem Niveau des Ryzen 5 7600X liegt, der beim selben Anbieter für £149.99 erhältlich ist. Auch der leistungsstärkere Ryzen 5 9600X wird dort mit £161.99 günstiger gelistet.

Ein Brancheninsider berichtete zudem über Planungen, die CPU zu einem Preis von etwa 230 Euro (circa 267 US-Dollar) vor Steuern zu positionieren, womit sie sich zwischen dem Ryzen 5 7500F und dem Ryzen 5 7600 einordnen würde. Die Verfügbarkeit für dieses Modell wird für Ende September erwartet.

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AMD hat mit dem Ryzen 5 7500 eine neue Zen-4-Option für den AM5-Sockel gestartet — doch die ersten Händlerlistungen zeigen: Der Neue ist teils teurer als der nominell stärkere Ryzen 5 7600X. Wer jetzt aufrüstet, sollte die Preisleistung genau prüfen, bevor er bestellt. Unser kostenloser Leitfaden führt Sie in 3 Schritten durch die Entscheidung — von der AM5- vs. AM4-Frage bis zum konkreten 1080p-Vergleich. Kostenlosen CPU-Kaufberatungs-Leitfaden anfordern

Ryzen 5 5500F: Kostengünstiges Upgrade für die AM4-Plattform

Für Nutzer der älteren AM4-Plattform bringt AMD den Ryzen 5 5500F auf den Markt. Dieser Prozessor nutzt die Zen-3-Architektur (Vermeer) und ist ebenfalls mit sechs Kernen und zwölf Threads ausgestattet.

Die Taktfrequenzen liegen zwischen 3,0 GHz in der Basis und 4,4 GHz im Boost. Die CPU verfügt über 16 MB L3-Cache und 3 MB L2-Cache bei einer TDP von 65 Watt. Da es sich um ein Modell der AM4-Generation handelt, setzt der Prozessor weiterhin auf DDR4-Arbeitsspeicher.

Bei Scan Computers wird der Ryzen 5 5500F bereits für £87.98 zur Vorbestellung angeboten. Damit ist das Modell deutlich preiswerter als der Ryzen 5 5600X, wobei die Preisdifferenz bei etwa £58 liegt. Die Auslieferung dieses Modells soll bereits in Kürze beginnen.

Markteinschätzung und Positionierung

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Beide Neuvorstellungen zielen laut Branchenberichten auf den Massenmarkt für Full-HD-Gaming ab. Während der Ryzen 5 7500 als Einstieg in die aktuelle AM5-Plattform mit DDR5-Unterstützung dient, erlaubt der Ryzen 5 5500F preisbewusste Systemaktualisierungen auf der weit verbreiteten AM4-Basis.

Die endgültige Marktpositionierung wird jedoch maßgeblich von der Preisentwicklung im Vergleich zu den bereits etablierten Modellen der Ryzen-Serien abhängen, da die ersten Händlerpreise für den Ryzen 5 7500 aktuell noch oberhalb der Preise für nominell stärkere Varianten liegen.