Ryzen 7 9800X3D: Schneller RAM bringt nur 2% Gaming-Boost

TechPowerUp misst beim Ryzen 7 9800X3D zwischen DDR5-4800 und DDR5-8000 im Mittel nur zwei Prozent Leistungsabstand.

Ein Test von TechPowerUp zur Speicherperformance des Ryzen 7 9800X3D liefert ein klares Ergebnis: Wer beim Gaming-PC auf besonders schnellen Arbeitsspeicher setzt, gewinnt kaum spürbare Leistung.

Zwischen dem langsamsten getesteten Kit mit DDR5-4800 und dem schnellsten mit DDR5-8000 lag laut dem Test im Schnitt lediglich ein Unterschied von rund 2 Prozent.

Acht Spiele, acht Speicherkonfigurationen

Für den Test kamen laut TechPowerUp acht unterschiedliche Speicherkonfigurationen zum Einsatz, mit Kapazitäten von 16 bis 32 Gigabyte und Geschwindigkeiten von DDR5-4800 bis DDR5-8000. Geprüft wurde die Leistung in acht Spielen bei den Auflösungen 1080p, 1440p und 4K, jeweils in Kombination mit einer RTX 4090. Den besten Wert erzielte demnach ein DDR5-6000-ULL-Kit mit 2×16 Gigabyte und Timings von 30-38-38-32, das mit 2 Prozent Vorsprung vor einem DDR5-4800-JEDEC-Kit mit 2×8 Gigabyte landete.

Die Einzelwerte im Detail

In den einzelnen Titeln fielen die Unterschiede unterschiedlich stark aus, blieben aber insgesamt gering. Bei Palworld in 1080p erreichten alle acht getesteten Kits einheitlich 119 FPS im Durchschnitt, wobei die 1%-Lows beim DDR5-6000-ULL-Kit gegenüber einem DDR5-5600-Kit mit 2×8 Gigabyte um 6 Prozent zulegten.

In Baldur’s Gate 3 lag der Unterschied zwischen DDR5-8000 und DDR5-4800 bei 178,97 zu 172,73 FPS, eine Differenz von 6,24 FPS, während die 1%-Lows um 7 Prozent stiegen.

Bei Elden Ring betrug der Unterschied im Durchschnitts-FPS weniger als 1 FPS, allerdings verbesserten sich die 0,1%-Lows beim DDR5-6000-ULL-Kit gegenüber DDR5-4800 um 24 Prozent – der größte prozentuale Ausschlag unter den 1%- beziehungsweise 0,1%-Low-Werten im gesamten Test.

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Der Test zeigt: Zwischen DDR5-4800 und DDR5-8000 liegen im Gaming im Schnitt nur rund 2 Prozent — der 64 MB große L3-Cache des 9800X3D fängt den Großteil ab. Wer sein Budget statt in teuren RAM in die Grafikkarte steckt, holt in der Praxis mehr heraus. Unser kostenloser Leitfaden zeigt in drei Schritten, welcher DDR5-Speicher sich für X3D wirklich lohnt. Jetzt kostenlosen RAM-Leitfaden anfordern

In Resident Evil 9 lagen die Werte bei 219,10 gegenüber 216,93 FPS, bei Spider-Man Remastered bei 243,97 gegenüber 239,17 FPS mit einem Plus von 9 Prozent bei den 1%-Lows.

Den größten Abstand bei den Durchschnittswerten verzeichnete Forza Horizon 6 mit 180,73 gegenüber 174,33 FPS, einer Spanne von 6,4 FPS, sowie einem Zuwachs von 13 Prozent bei den 1%-Lows. In CS2 betrug der Unterschied 408,73 zu 405,57 FPS, in Cyberpunk 2077 242,90 zu 239,07 FPS.

Der große Cache als Erklärung

Als Ursache für die geringe Skalierung mit dem Speichertempo nennt der TechPowerUp-Test den 64 Megabyte großen L3-Cache des Ryzen 7 9800X3D. Der zusätzliche 3D-V-Cache-Speicher puffert demnach einen Großteil der Daten, die andernfalls aus dem Arbeitsspeicher nachgeladen werden müssten, wodurch schnellerer RAM in Spielen kaum noch ins Gewicht fällt.

Ein Bericht von Blogarama vom 22. September 2026 griff das Thema Speicher-Skalierung beim 9800X3D ebenfalls auf und bezog sich dabei auf TechPowerUp als Quelle.

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Der Bericht nennt als Einflussfaktoren unter anderem Infinity Fabric, Dual-Channel-Betrieb, die Cache-Hierarchie sowie den 3D-V-Cache und zieht Vergleiche zu älteren Prozessoren wie dem Intel Core i9-12900K, dem Ryzen 9 5900X und dem Intel Core i7-12700K. Konkrete Testparameter wie verwendete Spiele, Auflösungen oder Speicherkits nennt der Bericht dabei nicht.

Für Käufer eines Ryzen 7 9800X3D bedeutet das Ergebnis von TechPowerUp in der Praxis: Ein Griff zu moderat getaktetem, aber gut timiertem Speicher dürfte für Gaming-Zwecke ausreichen, während in besonders schnelle und damit teurere Kits investiertes Budget an anderer Stelle im System – etwa bei der Grafikkarte – mutmaßlich einen größeren Effekt erzielt.

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