Die kompakte Desktop-Lösung AMD Ryzen AI Halo Developer Platform ist seit dem 12. Oktober 2026 bei der US-Handelskette Micro Center bestellbar. Der US-Händler bietet das für professionelle Entwicklungsarbeit konzipierte System als Mini-PC mit vorinstalliertem Linux für 7.299,99 US-Dollar an.
Der Erwerb des Komplettsystems ist den Händlerangaben zufolge ausschließlich direkt vor Ort in den jeweiligen Filialen möglich. Am 12. Oktober 2026 hatte AMD die Entwicklerplattform offiziell vorgestellt, damals jedoch zunächst keine Angaben zu Preisen oder einem konkreten Erscheinungsdatum gemacht.
Hohe Rechenleistung durch Ryzen AI Max+ PRO 495
Herzstück des Mini-PCs ist der Prozessor AMD Ryzen AI Max+ PRO 495, der im 4-Nanometer-Verfahren bei TSMC gefertigt wird. Der Hauptprozessor basiert auf der aktuellen Zen-5-Architektur und bietet 16 Kerne sowie 32 Threads.
Die Basistaktrate liegt bei 3,1 Gigahertz, während im Boost-Modus bis zu 5,2 Gigahertz erreicht werden. Ergänzt wird die CPU durch 16 Megabyte L2- sowie 64 Megabyte L3-Cache. Die thermische Verlustleistung (TDP) ist für ein Spektrum von 45 bis 120 Watt ausgelegt, wobei der Standardwert bei 55 Watt liegt.
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Für grafische Berechnungen und maschinelles Lernen integriert der Chip eine Radeon 8065S GPU mit 40 Compute-Einheiten auf Basis der RDNA-3.5-Architektur, die mit einer Taktfrequenz von 3.000 Megahertz arbeitet. Hinzu kommt eine neuronale Recheneinheit (NPU) vom Typ XDNA 2 mit einer Rechenleistung von 55 TOPS. Zusammengenommen erzielt das System eine KI-Gesamtleistung von 132 TOPS sowie 61 TFLOPS bei FP16-Berechnungen.
Umfangreicher Speicher für anspruchsvolle KI-Modelle
Ein wesentliches Merkmal der Entwicklerplattform ist der 192 Gigabyte große, gemeinsame Arbeitsspeicher (Unified Memory) des Typs LPDDR5x. Dieser ist über eine 256-Bit-Speicherschnittstelle angebunden, arbeitet mit 8.533 MT/s und erreicht eine Übertragungsbandbreite von 273 Gigabyte pro Sekunde. Bis zu 160 Gigabyte dieses Hauptspeichers können der integrierten Grafikeinheit dynamisch als Grafikspeicher (VRAM) zugewiesen werden.
AMD zufolge ermöglicht diese Speicherarchitektur den lokalen Betrieb von großen Sprachmodellen mit bis zu 300 Milliarden Parametern bei 4-Bit-Quantisierung, wobei diese Herstellerangabe bislang nicht unabhängig verifiziert wurde. Als lokaler Massenspeicher ist eine 2 Terabyte große, selbstverschlüsselnde M.2-SSD über eine PCIe-4.0-Schnittstelle integriert.
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Schnittstellen und Einsatz in Unternehmen
Die Anschlussleiste des Mini-PCs verfügt über zwei USB4-Ports mit jeweils 40 Gigabit pro Sekunde, einen HDMI-2.1b-Ausgang sowie eine Ethernet-Schnittstelle mit einer Bandbreite von 10 Gigabit pro Sekunde. Für drahtlose Datenübertragungen stehen Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4 bereit.
Als primäre Zielgruppe der Plattform adressiert AMD Fachkräfte aus den Bereichen KI-Forschung und Machine Learning sowie Softwareentwickler und Unternehmen, die KI-Workloads lokal auf eigener Infrastruktur betreiben möchten. Branchenschwerpunkte bilden dabei das Gesundheitswesen, der Finanzsektor und staatliche Institutionen.
Für den Einsatz von Frameworks wie PyTorch und TensorFlow wird die Unterstützung von AMDs Software-Plattform ROCm erwartet. Während das System bei Micro Center mit Linux ausgeliefert wird, soll eine Konfiguration unter dem Codenamen Windows Project Zenith zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Weitere Einzelheiten zur Plattform werden auf einer anstehenden Entwicklerkonferenz erwartet.

