Ryzen AI Halo: AMDs Entwickler-PC führt Sprachmodelle mit 300 Milliarden Parametern aus

AMD kombiniert bis zu 192 GB Arbeitsspeicher mit KI-Hardware; die Linux-Ausführung ist für 7.299,99 US-Dollar gelistet.

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AMD hat mit der Ryzen AI Halo Developer Platform ein neues System für Entwickler vorgestellt, das auf dem Prozessor Ryzen AI Max+ PRO 495 basiert. Die Plattform richtet sich an anspruchsvolle Entwicklungsarbeiten und bündelt bis zu 16 Zen-5-CPU-Kerne, 40 Compute-Units auf Basis der RDNA-3.5-Grafikarchitektur in Form der Radeon 8065S sowie eine XDNA-2-NPU mit einer Rechenleistung von bis zu 55 TOPS.

Enorme Speicherkapazität für lokale Sprachmodelle

Ein zentrales Merkmal des neuen Systems ist die Speicheranbindung. Die Ryzen AI Halo Developer Platform unterstützt bis zu 192 GB LPDDR5X-8533 Unified Memory. Davon können bis zu 160 GB dediziert als Videospeicher für die Grafikeinheit zugewiesen werden. Nach Angaben des Herstellers erlaubt diese Konfiguration die lokale Ausführung von Modellen mit über 300 Milliarden Parametern bei einer 4-Bit-Quantisierung.

Die Speicherbandbreite der Plattform beläuft sich auf 273 GB/s. Die GPU-Leistung beziffert der Hersteller auf bis zu 61 TFLOPS bei FP16-Berechnungen unter einer TDP von 120 Watt, während die CPU eine Taktrate von bis zu 5,2 GHz im Boost erreicht.

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In internen Tests gegen den Apple M5 Pro verzeichnete AMD bei generativen KI-Aufgaben in den Bereichen Bild, Video, Audio und 3D einen höheren relativen Durchsatz. Zudem seien mehrere Testläufe auf der Vergleichsplattform überhaupt nicht lauffähig gewesen.

Im direkten Vergleich zur Vorgängergeneration Strix Halo wächst der maximale Arbeitsspeicher von 128 GB auf 192 GB an, was einem Zuwachs von 50 Prozent entspricht. Der maximal nutzbare VRAM-Anteil klettert dabei um bis zu 66 Prozent.

Benchmark-Werte und Schnittstellen der Hardware

Erste Einträge in der PassMark-Datenbank weisen den unter dem Codenamen Gorgon Halo geführten Ryzen AI Max+ PRO 495 mit 16 Kernen und 32 Threads aus. Der CPU-Boost liegt bei 5,2 GHz und damit um 100 MHz über dem Strix-Halo-Vorgänger. Die integrierte Grafikeinheit Radeon 8065S arbeitet mit 3,0 GHz gegenüber 2,9 GHz bei der früheren Radeon 8060S.

Laut Berichten handelt es sich bei der Grafikeinheit lediglich um eine geringfügige Revision. In den PassMark-Messungen erzielt der Neuzugang ein Leistungsplus von rund 4 Prozent bei Mehrkern- und rund 3 Prozent bei Einkern-Messungen im Vergleich zum Ryzen AI Max+ PRO 395.

Bei den Schnittstellen bietet die Plattform vier USB-C-Anschlüsse, einen 10-Gigabit-Ethernet-Port, Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4 sowie HDMI 2.1b.

Preise und Software-Ausführungen

Hinsichtlich der Verfügbarkeit ist eine Linux-Version des Systems mit 192 GB LPDDR5X-8533-Speicher und einer 2-TB-SSD im US-Handel bei Micro Center für 7.299,99 US-Dollar gelistet. Die Ausführung mit Windows und Microsoft Project Zenith soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

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Der Einstiegspreis markiert einen deutlichen Aufschlag gegenüber früheren Modellen: Das Vorgängersystem mit dem Ryzen AI Max+ 395 war im Juni für 3.999,99 US-Dollar mit 128 GB Speicher gestartet. Die neue Entwicklerkonfiguration fällt damit um 3.300 US-Dollar teurer aus.