Salesforce Agentforce: Nutzung des KI-Assistenten wächst binnen drei Monaten 21-fach

Salesforce meldet starkes Wachstum seines KI-Assistenten; Snowflake erweitert das Angebot, während Datenqualität und Margen Herausforderungen bleiben.

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Der Softwarekonzern Salesforce verzeichnet eine sprunghaft steigende Nachfrage nach seinen autonomen Arbeitsassistenten. Wie das Unternehmen berichtet, hat der Agentforce Coworker die Marke von über 185.000 Nutzern erreicht.

Innerhalb von drei Monaten sei die tatsächliche Nutzung um das 21-Fache gewachsen. Das Werkzeug, das Arbeitsschritte eigenständig plant, Workflows sowie Agenten koordiniert und Ergebnisse zur Prüfung vorlegt, wird zu einem Preis von 50 US-Dollar pro Nutzer und Monat angeboten.

Als technologische Basis dienen dem System Salesforce-Records, Metadaten und die Plattform Data 360, wobei bestehende Berechtigungen sowie Governance-Richtlinien der Kundenorganisationen berücksichtigt werden.

Einsatz in Großkonzernen und mittelständischen Betrieben

Die Akzeptanz in der Praxis spiegelt sich laut Berichten in diversen Branchen wider. Die Fulton Bank betreibt demnach mehr als 20 Produktions-Use-Cases für rund 3.000 Nutzer. Beim Maschinenbau-Dienstleister BACA Systems erfolgte die Einrichtung mit 1.300 benutzerdefinierten Objekten in 20 Minuten. Der Personaldienstleister Adecco Group wiederum kündigte im September die Ausweitung des Systems auf über 40 Länder für 27.000 Mitarbeiter an.

Für den laufenden Monat November 2026 stellt Salesforce zudem erweiterte Integrationsmöglichkeiten bereit. Dazu zählen native Anwendungen für Windows, Mac und iOS sowie Anbindungen an Microsoft Teams, Microsoft 365 und Google Workspace. Ergänzt wird die Palette um Verlaufsfunktionen für Unterhaltungen und spezielle Fähigkeiten. Für Dezember 2026 sind weitere Funktionen wie automatisierte Zusammenfassungen und geplante Aufgaben avisiert.

Wachsender Wettbewerb im Markt für KI-Arbeitsassistenten

Die Entwicklung bei Salesforce ist Teil einer branchenweiten Verschiebung hin zu handlungsfähigen Software-Agenten. Auch Konkurrenten investieren massiv in vergleichbare Assistenten für Wissensarbeiter.

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So stellte Snowflake am 3. November 2026 auf der Konferenz Snowflake Expedition permanente Hintergrund-Bots für seine Werkzeuge CoCo und CoWork vor. Diese sogenannten Always-On-Bots sollen Aufgaben im Hintergrund anhand der bestehenden Zugriffsrechte und Rollenkontexte des Nutzers erledigen und sich nur für Freigaben oder Entscheidungen rückmelden.

Bei Snowflake verzeichnete CoCo im Quartal zum 31. Juli 2026 über 9.100 wöchentlich aktive Accounts, während CoWork auf über 5.800 Accounts kam. Zu den Referenzkunden zählen dort Unternehmen wie Cisco, Docusign, Klarent, United Rentals, Pacific Life Insurance sowie Shelter Mutual Insurance, wo bereits acht KI-Agenten in Produktion laufen.

Herausforderungen bei Datenqualität und Margen

Der Erfolg solcher KI-Kollegen steht und fällt nach Ansicht von Branchenexperten mit der Qualität der zugrunde liegenden Unternehmensdaten. In einer von Snowflake gesponserten Untersuchung der MIT Technology Review führten 55 Prozent der befragten Führungskräfte fehlenden Geschäftskontext als Hauptursache für mangelhafte Agenten-Ergebnisse an; 45 Prozent nannten fragmentierte oder schwer zugängliche Daten.

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Christian Kleinerman, Vorstand für Produktentwicklung bei Snowflake, betonte am 4. November 2026, der entscheidende Unterschied zwischen ratenden und wissenden Agenten liege in der Datenbasis.

Gleichzeitig stellt der Ausbau dieser Workloads die Softwareanbieter vor finanzielle Herausforderungen. Das Snowflake-Management wies in Berichten darauf hin, dass die intensive KI-Nutzung vorerst mit niedrigeren Bruttomargen für die entsprechenden Produkte einhergeht.

Im Wettbewerb mit Technologiekonzernen wie Microsoft und Databricks investieren die Plattformen dennoch gezielt in die Steuerungsinfrastruktur, um Unternehmenskunden langfristig an ihre Agenten-Ökosysteme zu binden.