Die Auslieferung startet am 5. Juni, weitere Rollouts folgen am 12. und 13. Juni. Im Fokus stehen Produktivitätssteigerung und die Integration verschiedener Sprachmodelle in die CRM-Plattform.
Agentforce Vibes: Mehrere KI-Modelle im Verbund
Herzstück des Updates ist die allgemeine Verfügbarkeit von Agentforce Vibes. Das neue Framework erlaubt Unternehmen, verschiedene Large Language Models – darunter Claude Sonnet, Claude Opus und GPT-5 – in ihre CRM-Workflows einzubinden. Entwickler profitieren von speziellen Skills für Claude Code: Per natürlicher Sprache lassen sich produktionsreifer Apex-Code, Lightning Web Components und Testklassen generieren. Die Tools garantieren mindestens 75 Prozent Testabdeckung und bestehen den Salesforce Code Analyzer.
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Mit dem Headless-360-Framework können Unternehmen zudem Backend-Logik von Benutzeroberflächen entkoppeln. Salesforces eigene IT hat diese Architektur bereits für Slack-basierte Workflows und ein agentisches Überwachungssystem genutzt. Das Ergebnis spricht für sich: Die Reaktionszeit bei Incidents sank von zehn Minuten auf nahezu null. Intern spart das Unternehmen dadurch schätzungsweise 14.000 Entwicklerstunden pro Jahr.
Spezialisierte KI-Agenten für Vertrieb und Marketing
Auf der Connections 2026 präsentierte Salesforce gleich mehrere neue KI-Assistenten. „Piper“ – entwickelt von Qualified – fungiert als KI-Vertriebsmitarbeiter, „Hunter“ als KI-Prospecting-Agent. Hinzu kommen ein Content Agent und ein Marketing Goals Agent, die Multi-Channel-Kampagnen direkt über Slack automatisieren.
Der Markt scheint bereit für solche Lösungen: Laut Salesforce-Umfragen glauben 86 Prozent der Marketer, dass KI die Kundenansprache grundlegend verändert hat. 78 Prozent sehen einen wachsenden Bedarf an personalisierten Inhalten. Um die Nachfrage zu bedienen, launchte Salesforce zudem AgentExchange in Japan – einen einheitlichen Marktplatz, der AppExchange und Slack Marketplace zusammenführt.
Drittanbieter erweitern das Ökosystem
Auch externe Partner treiben die Entwicklung voran. Nue präsentierte ein Salesforce-natives CPQ-System (Configure, Price, Quote), das mithilfe deterministischer KI in Sekunden mehrere Angebotsvarianten erstellt – mit strikten Rabattgrenzen. OpenText integrierte seine Kommunikationsplattform in Salesforce-CRM-Workflows und ermöglicht die Erstellung konformer Dokumente wie Rechnungen direkt aus CRM-Daten.
Im Finanzsektor zeigt sich das Potenzial besonders deutlich: Edward Jones testet Salesforce Distributed Marketing für seine 20.000 Finanzberater. Erste Ergebnisse belegen eine Halbierung der Genehmigungszeiten für Content – von zehn bis zwölf Wochen auf vier bis sechs Wochen.
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Sicherheit und Datenmanagement auf dem Prüfstand
Das Summer-26-Release bringt zudem wichtige Neuerungen bei Sicherheit und Datenresidenz. Der Security Mesh – inklusive Event Monitoring und Okta-Data-Integration – soll im Juni allgemein verfügbar sein. Im Juli folgt Security Center Essentials, im August „Vibe Coding“ für benutzerdefinierte Lightning-Typen.
Für Unternehmen mit strengen Compliance-Anforderungen – etwa nach DSGVO oder HIPAA – gibt es neue Implementierungsleitfäden für Zero-Copy Data in LWR-Portalen. Der Ansatz streamt externe Daten direkt in den Browser-Speicher, ohne sie jemals in der Salesforce-Datenbank zu speichern. Zudem ist das Data Mask & Seed Tool mit PII-Erkennung jetzt allgemein verfügbar – ein wichtiges Werkzeug für Datengovernance in Test- und Entwicklungsumgebungen.

