Die Sicherheit von Cloud-basierten Unternehmensplattformen steht erneut im Fokus der Cybersicherheits-Community. Aktuellen Berichten zufolge waren Portale der Branchengrößen Salesforce und ServiceNow über einen Zeitraum von 17 Monaten für unbefugte Zugriffe exponiert. Diese langandauernde Sicherheitslücke ist Teil einer umfassenden Kampagne, die unter dem Namen „City-Forum“ geführt wird.
Die als „City-Forum“ identifizierte Kampagne, in Fachkreisen auch unter der Bezeichnung „Reco“-Kampagne bekannt, verdeutlicht die Risiken bei der Konfiguration und Absicherung komplexer Portallösungen.
Während des 17-monatigen Zeitraums waren sensible Schnittstellen der beiden Anbieter potenziell angreifbar, was die Bedeutung kontinuierlicher Sicherheitsüberprüfungen in Cloud-Umgebungen unterstreicht. Details zum exakten Umfang der betroffenen Daten innerhalb dieser speziellen Kampagne hängen von der jeweiligen Konfiguration der Kundenportale ab.
Kritische Schwachstellen bei Metabase und Microsoft
Parallel zu den Erkenntnissen über die „City-Forum“-Kampagne wurde eine Zero-Day-Schwachstelle in der Datenanalyse-Plattform Metabase bekannt. Diese Sicherheitslücke wurde bereits aktiv ausgenutzt, um auf Kundendaten des Unternehmens Framework zuzugreifen.
Zu den betroffenen Informationen zählen unter anderem Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern sowie Wohnanschriften und IP-Adressen der Nutzer. Dieser Vorfall zeigt die unmittelbaren Auswirkungen, wenn Schwachstellen in Drittanbieter-Software als Einfallstor für Angriffe auf Endkundendaten dienen.
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Auch der Software-Konzern Microsoft sieht sich mit einer angespannten Sicherheitslage konfrontiert. Das Unternehmen hat kürzlich Patches für mehr als 400 Schwachstellen veröffentlicht. Besonders hervorzuheben ist dabei die Zero-Day-Lücke mit der Kennung CVE-2026-68820, für die bereits Sicherheits-Updates bereitgestellt wurden, um eine weitere Ausnutzung zu verhindern.
Die hohe Anzahl der behobenen Fehler innerhalb eines einzelnen Patch-Zyklus verdeutlicht den massiven Aufwand, den Anbieter betreiben müssen, um ihre Ökosysteme gegen moderne Angriffsszenarien zu härten.
Eskalation im Bereich der Netzwerk- und Infrastruktursicherheit
Neben Software-Plattformen geraten auch Netzwerkkomponenten verstärkt unter Druck. Bei Cisco-Firewalls wird derzeit eine DoS-Schwachstelle (Denial of Service) mit der Kennung CVE-2026-20349 aktiv von Angreifern ausgenutzt. Solche Sicherheitslücken können die Verfügbarkeit ganzer Unternehmensnetzwerke gefährden, indem sie gezielt Systemabstürze oder Überlastungen herbeiführen.
Im Bereich der kritischen Infrastruktur lieferte eine Untersuchung von 5G-Software mittels eines KI-Tools besorgniserregende Ergebnisse. Die Analyse brachte insgesamt 84 Schwachstellen in 5G-Systemen ans Licht, von denen zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch 23 ungepatcht waren. Angesichts der zentralen Bedeutung der 5G-Technologie für die vernetzte Industrie stellen solche Sicherheitslücken ein erhebliches Risiko dar.
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Reaktionen der Sicherheitsindustrie
Die Sicherheitsbranche reagiert auf die wachsende Bedrohungslage mit angepassten Werkzeugen und schnellen Hotfixes. So hat der IT-Dienstleister N-able bereits einen Hotfix für die Schwachstelle CVE-2026-18577 zur Verfügung gestellt.
Gleichzeitig erweitert GitHub die Kapazitäten seines Analysetools Dependabot. Die Warnungen vor Schadsoftware decken nun acht verschiedene Software-Ökosysteme ab, was Entwicklern helfen soll, infizierte Abhängigkeiten frühzeitig zu erkennen.
Die Intensität der weltweiten Cyber-Bedrohungen wird durch den Picus Blue Report 2026 untermauert. Im Rahmen dieses Berichts wurden 338 Millionen Angriffssimulationen ausgewertet, um die Effektivität bestehender Sicherheitsmaßnahmen zu prüfen.
Die Ergebnisse spiegeln eine Landschaft wider, in der sowohl die Dauer der Exposition – wie im Fall von Salesforce und ServiceNow – als auch die Geschwindigkeit der Ausnutzung neuer Lücken die Verteidigungsstrategien von Unternehmen weltweit herausfordern.

