OpenAI-Chef Sam Altman ist im südkoreanischen Yongin mit rund 50 Führungskräften der Samsung-Gruppe zusammengetroffen, um Möglichkeiten einer engeren Kooperation bei Speicherchips und Künstlicher Intelligenz auszuloten. Die Gespräche im konzerneigenen Ausbildungszentrum umfassten Vertreter verschiedener Samsung-Sparten aus den Bereichen Elektronik, Finanzdienstleistungen und Biotechnologie.
Im Zentrum der Sitzung stand die technologische Entwicklung von KI-Modellen, deren geschäftliche Anwendungen sowie die Erschließung neuer Märkte. Neben strategischen Geschäftschancen erörterten die Spitzenmanager die Auswirkungen automatisierter Systeme auf unternehmerische Entscheidungsstrukturen und die künftig erforderlichen Führungskompetenzen.
Altman betonte während des Treffens, dass ein echter Wettbewerbsvorteil nicht durch den bloßen Einsatz von KI entstehe. Entscheidend sei vielmehr, die Technologie so zu nutzen, dass Arbeitsabläufe beschleunigt, überlegene Produkte entwickelt und ein dauerhafter Vorsprung vor Mitbewerbern aufgebaut werden könne.
Teil eines umfassenden Schulungsprogramms
Das Treffen bildete den Rahmen für ein konzernweites Weiterbildungsprogramm zur KI-Transformation bei Samsung. Vor dem Austausch mit der OpenAI-Führung absolvierten die Führungskräfte eine praktische Intensivschulung zu generativer KI. Dabei handelte es sich um das zweite Seminar dieser Art nach einem ersten Durchlauf im Juni.
Wer sich mit den Auswirkungen technologischer Umbrüche auf die Organisation befasst, muss auch die psychologischen Grundlagen moderner Zusammenarbeit neu bewerten. Dieser kostenlose Leitfaden erklärt die Werkzeuge, die wirksame Führungskräfte nutzen, um Vertrauen und psychologische Sicherheit im Team zu stärken. Psychologische Werkzeuge für Führungskräfte kostenlos herunterladen
Seit diesem Zeitpunkt hat Samsung bereits rund 2.300 Führungskräfte in entsprechenden Programmen geschult. Bis Februar 2027 strebt der Konzern ein KI-Training für die gesamte Belegschaft an. Parallel dazu wurden in den einzelnen Konzerngesellschaften eigene KI-Organisationseinheiten sowie Wissensdatenbanken eingerichtet.
An den Beratungen nahmen unter anderem der Vizevorsitzende von Samsung Electronics, Jun Young-hyun, sowie Samsung-SDI-Chef Choi Joo-sun und Geschäftsführer Mauro Porcini teil.
Begleitet wurde Altman von Richard Ho, Vizepräsident für Hardware bei OpenAI, Kiran Mani, Managing Director für die Region Asien-Pazifik und Japan, sowie Andreas Hartl. Im Rahmen der Veranstaltung überreichte Altman dem Leiter des KI-Zentrums der Halbleitersparte von Samsung Electronics, Song Yong-ho, eine spezielle Zusatztastatur.
Wachsender Bedarf an Speicherchips für Rechenzentren
Altman war am Abend des 30. Oktober 2026 überraschend zu einem zweitägigen Aufenthalt in Südkorea eingetroffen. Zuvor hatte er am 29. Oktober 2026 in einem Podcast dargelegt, dass spezialisierte Speicherhersteller wie Samsung Electronics und SK Hynix durch den aktuellen Technologieboom jährlich rund 100 Mrd. US-Dollar beziehungsweise 140 Billionen Won an Barmitteln erwirtschaften könnten. Gleichzeitig mahnte er zur Vorsicht bei übermäßigen Kapitalinvestitionen.
Die digitale Transformation erfordert nicht nur technisches Investment, sondern vor allem die richtige Strategie in der Mitarbeiterentwicklung. Ein gratis Download enthüllt die entscheidenden Faktoren, wie Führungskräfte Demotivatoren erkennen und echte Leistungsanreize im digitalen Wandel schaffen. Gratis Praxisleitfaden zur Mitarbeiterentwicklung sichern
Die Intensivierung der Kontakte erfolgt vor dem Hintergrund spürbarer Engpässe bei zahlreichen Speicherprodukten, was die Preise am Weltmarkt antreibt. Speicherchips machen inzwischen rund ein Drittel der gesamten Ausgaben für Rechenzentren aus. Branchenweit planen die fünf führenden Akteure im Ausbau von KI-Infrastrukturen in den kommenden Jahren Investitionen von mehr als 3 Billionen US-Dollar (3,8 Billionen Singapur-Dollar).
Zwischen Unternehmen der Samsung-Gruppe und OpenAI bestehen bereits Kooperationen in verschiedenen Bereichen. Samsung SDS arbeitet mit dem US-Entwickler bei KI-Rechenzentren und Unternehmensdiensten zusammen, während Samsung C&T und Samsung Heavy Industries gemeinsame Projekte für schwimmende Offshore-Rechenzentren verfolgen.
Auch andere US-Technologieführer suchen den direkten Schulterschluss mit der südkoreanischen Industrie: Die Führungsspitzen von Nvidia und AMD reisten seit 2025 jeweils zweimal nach Südkorea, während Samsung den Einsatz moderner KI-Systeme intern verstärkt in Forschung, Fertigung, Marketing und Verwaltung implementiert.

