Sam Altman in Südkorea: 500-Milliarden-Euro-Stargate und KI-Chips

Sam Altman reist nach Südkorea, um Partnerschaften für KI-Infrastruktur und ChatGPT-Integration voranzutreiben.

Sam Altman besucht Samsung, Kakao und Naver – es geht um KI-Infrastruktur, Chips und die Integration von ChatGPT in den südkoreanischen Markt.

Der OpenAI-Chef wird am 14. und 15. Juni 2026 in Südkorea erwartet. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen strategische Partnerschaften mit den Technologiegiganten Samsung Electronics, Kakao und Naver. Die Reise unterstreicht die wachsende Bedeutung südkoreanischer Unternehmen für das globale KI-Ökosystem.

Anzeige

Während Tech-Giganten wie Samsung ihre Prozesse für generative KI öffnen, fragen sich viele Privatanwender noch, wie sie die Technologie effizient nutzen können. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie ChatGPT ohne Vorkenntnisse für Ihre tägliche Organisation und Zeitersparnis einsetzen. ChatGPT als Alltagshelfer: Jetzt kostenlosen PDF-Report sichern

Samsung öffnet sich für generative KI

Am 15. Juni wird Altman in Samsungs Digital City in Suwon sprechen. Die Veranstaltung mit dem Titel „DX Insight Talk“ dreht sich um KI-Innovation am Arbeitsplatz. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Nur drei Tage zuvor, am 12. Juni, hat Samsungs Device eXperience (DX)-Division offiziell grünes Licht für die Nutzung generativer KI-Tools gegeben – darunter ChatGPT, Gemini Enterprise und Claude.

Doch es geht um weit mehr als um einen Vortrag. Altman trifft sich mit den Samsung-Co-CEOs Jun Young-hyun und Roh Tae-moon. Hauptthema: das Stargate-Projekt. Die Rede ist von einer gigantischen Investition in Höhe von 500 Milliarden Euro für KI-Rechenzentren in den USA – verteilt auf die nächsten vier Jahre. Branchenkreisen zufolge werden dafür monatlich rund 900.000 Wafer an Hochleistungs-DRAM benötigt. Eine Menge, die ohne Samsung und SK Hynix kaum zu stemmen ist.

Eine Begegnung mit Samsung-Chairman Lee Jae-yong ist diesmal nicht geplant – er hält sich derzeit in Europa auf. Bei Altmans letztem Besuch im Oktober 2025 hatte es noch ein persönliches Treffen gegeben.

ChatGPT für KakaoTalk: Integration auf dem Prüfstand

Ein weiterer Programmpunkt führt Altman zu Kakao ins Hauptquartier nach Pangyo. Dort trifft er CEO Jeong Shin-a. Im Fokus steht die Integration von ChatGPT in KakaoTalk, den mit Abstand wichtigsten Messenger-Dienst Südkoreas.

Hintergrund: Bereits im Februar 2025 hatten OpenAI und Kakao eine strategische Partnerschaft geschlossen. Noch im selben Jahr folgte der Launch von „ChatGPT for Kakao“. Nun wollen die Chefs Bilanz ziehen und über die nächsten Schritte sprechen. Die Idee: OpenAIs Sprachmodelle mit Kakaos Reichweite im heimischen Markt kombinieren.

Anzeige

Die Integration von KI-Tools in den Alltag, wie sie OpenAI in Südkorea vorantreibt, bietet auch für deutsche Nutzer enorme Chancen bei der Reiseplanung oder beim Sprachenlernen. Erfahren Sie in diesem neuen Gratis-Report die praktischsten Tricks und Befehle, die Ihren Alltag sofort erleichtern. Die besten ChatGPT-Befehle für Einsteiger hier gratis herunterladen

Naver: Cloud und HyperCLOVA X

Auch bei Naver steht Altman auf der Matte. Der Konzern betreibt mit HyperCLOVA X ein eigenes großes Sprachmodell und verfügt über umfangreiche Cloud-Kapazitäten. Altman besucht das Hauptquartier „1784“ in Seongnam – nur eine Woche, nachdem Nvidia-CEO Jensen Huang dort zu Gast war.

Thema der Gespräche: mögliche Partnerschaften bei Cloud-Diensten und Rechenzentrums-Infrastruktur. Naver könnte als lokaler Partner für OpenAIs Expansion in Asien eine Schlüsselrolle spielen.

Der Wettlauf um Südkorea

Altmans Reise ist die erste offizielle seit Oktober 2025. Damals unterzeichnete OpenAI Absichtserklärungen mit Samsung und SK Hynix zur globalen KI-Infrastruktur. Ein Treffen mit SK-Chef Chey Tae-won steht diesmal nicht auf dem Programm – terminliche Überschneidungen verhinderten das.

Die Konkurrenz schläft nicht: Erst im Mai 2026 hatte OpenAI den „Korea Cyber Action Plan“ vorgestellt. Und Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass Anthropic – einer der stärksten Rivalen – kürzlich ein eigenes Büro in Südkorea eröffnet hat. Gemeinsam mit heimischen Technologieführern und der Korea Internet & Security Agency startete Anthropic zudem das Projekt „Glasswing“.

Für OpenAI geht es um viel: Ohne die Speicherchips aus Südkorea sind weder Stargate noch die nächste Generation von KI-Modellen denkbar. Altman setzt daher auf enge Bindung – persönlich, strategisch und industriepolitisch.