Samsung beendet Support für Millionen Galaxy-Handys

Samsung stellt die Sicherheitspatches für beliebte Modelle wie die Galaxy S21-Serie und frühe Z Fold- und Z Flip-Modelle ein. Millionen Nutzer müssen sich auf erhöhte Risiken einstellen oder ein Upgrade erwägen.

Samsungs beliebte Galaxy-Modelle verlieren 2026 ihren Sicherheitsschutz – Millionen Nutzer müssen umdenken. Der Tech-Riese stellt die Updates für ikonische Geräte wie die S21-Serie und frühe Falt-Handys ein. Damit verschärft sich das Sicherheitsrisiko für eine ganze Geräte-Generation.

Das Ende einer Ära: S21 und Note 20 fallen aus

Die Galaxy S21-Serie hat ihren letzten offiziellen Sicherheitspatch erhalten. Die 2021 eingeführten Flaggschiffe – darunter S21, S21+ und S21 Ultra – bleiben auf Android 15 und One UI 7.0 stehen. Damit endet die ursprünglich versprochene vierjährige Update-Garantie.

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Auch das Finale der Note-Reihe ist besiegelt: Die Note 20-Modelle erhalten seit Ende 2025 keine Patches mehr. Die einstigen Produktivitäts-Könige gelten nun als veraltete Hardware. Für viele Nutzer markiert dies das symbolische Ende der Note-Ära.

Nur das Galaxy S21 FE bildet eine Ausnahme. Wegen seines späteren Starts 2022 bekommt es noch bis 2027 vierteljährliche Sicherheitsupdates. Doch auch dieses Modell wird nicht über Android 15 hinaus aktualisiert.

Falt-Handys vor dem Aus: August als Deadline

Samsungs frühe Falt-Smartphones stehen vor ihrem Software-Ende. Die im August 2021 vorgestellten Modelle Galaxy Z Fold 3 und Z Flip 3 erhalten ihre letzten Updates im August 2026. Bereits seit September 2025 bekommen sie nur noch vierteljährliche Patches – ein klares Signal für das nahende Support-Ende.

Besonders kritisch: Das Z Fold 3 war das erste faltbare Samsung-Handy mit S-Pen-Unterstützung. Für Nutzer, die auf diesen Stift für ihre Produktivität setzen, bedeutet das Support-Ende einen erheblichen Sicherheitsverlust. Die Hardware mag noch hochwertig wirken, doch die Software kann bald nicht mehr mit den Sicherheitsanforderungen für Banking- oder Business-Apps mithalten.

Experten raten Besitzern dieser Modelle, über ein Upgrade auf die aktuellen Z Fold 7 oder Z Flip 7 Modelle nachzudenken. Die innovativen Falt-Handys von 2021 haben sich zwar als erstaunlich langlebig erwiesen, doch ohne Sicherheitsupdates wird ihr Betrieb riskant.

Mittelklasse-Modelle verlieren Schutz

Die Support-Kürzungen treffen auch Samsugs Mittel- und Einsteigerklasse hart. Beliebt Modelle wie das Galaxy A52 – einst der Verkaufsschlager im mittleren Segment – haben ihren Update-Zyklus beendet. Immerhin schaffte es das A52 noch auf Android 14, doch jetzt ist Schluss.

Weitere betroffene Modelle:
Galaxy A13 und M13: Noch auf vierteljährlichen Updates, fallen aber voraussichtlich Ende 2026 aus dem Plan
Galaxy A23: Nähert sich dem Ende seiner fünfjährigen Sicherheitsphase
Ältere Budget-Modelle: Galaxy A03, A22 und M32 wurden bereits Anfang 2026 aus dem Update-Programm genommen

Eine wichtige Änderung: Samsung hat die halbjährliche Update-Stufe abgeschafft. Geräte fallen jetzt direkt aus dem vierteljährlichen Plan – ohne Übergangsphase mit zwei Updates pro Jahr. Das bedeutet: Sobald ein Gerät von der Liste verschwindet, gibt es gar keine regelmäßigen Patches mehr.

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Sieben-Jahres-Wende verändert den Markt

Die Massen-Ausmusterung 2026 unterstreicht Samsungs radikalen Kurswechsel. Seit der Galaxy S24-Serie 2024 garantiert der Konzern sieben Jahre Betriebssystem-Updates und sieben Jahre Sicherheitspatches. Ein heutiger Galaxy S26 wird also bis 2033 unterstützt – ein gewaltiger Unterschied zu den fünf Jahren beim S21.

Diese Kluft verändert den Gebrauchtmarkt fundamental. Generalüberholte S21- und Note 20-Geräte verlieren rapide an Wert, da sie als „sicherheitstechnisch veraltet“ gelten. Marktbeobachter sehen einen klaren Trend: Immer mehr Käufer priorisieren Modelle ab Baujahr 2024, um in den Genuss der längeren Support-Zeiträume zu kommen.

Sicherheitsexperten warnen vor den Risiken. „Ein Smartphone ohne Sicherheitsupdates zu nutzen, ist wie ein Auto ohne Bremsen zu fahren“, erklärt Markus Weber vom IT-Sicherheitsdienstleister Secunet. Besonders kritisch sei dies für Mobile Banking, Zwei-Faktor-Authentifizierung oder die Speicherung sensibler Dokumente. Drittanbieter-Apps bieten keinen vollwertigen Ersatz für Hersteller-Updates.

Was Nutzer jetzt wissen müssen

Bereits 2027 stehen die nächsten Modelle vor dem Aus: Die Galaxy S22-Serie und das Z Fold 4 werden dann ihren Support verlieren. Experten raten Besitzern betroffener Geräte, noch 2026 über ein Upgrade nachzudenken.

Die kommende Galaxy S27-Serie und aktuelle Mittelklasse-Modelle wie das A56 bieten Alternativen innerhalb des Samsung-Ökosystems. Diese Geräte bringen nicht nur Hardware-Verbesserungen bei KI-Integration und Kamera-Technologie – sie sichern auch eine Update-Garantie, die es im Android-Bereich bisher nicht gab.

Samsung betont, dass auch ausgemusterte Modelle im Notfall kritische Patches erhalten können. Doch solche Einzelfall-Entscheidungen sind selten und bieten keine verlässliche Sicherheit. Für Millionen Galaxy-Nutzer ist die Botschaft klar: Die Ära der Fünf-Jahres-Updates endet – der Wechsel zu nachhaltigeren Support-Zyklen ist vollzogen.