Der globale Markt für Gaming-Monitore wird bis 2034 auf knapp 42 Milliarden Euro anwachsen. Branchenexperten prognostizieren ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 14,2 Prozent. Haupttreiber sind der Siegeszug des eSports und technologische Sprünge bei OLED- und Mini-LED-Displays.
Südkoreanische Giganten liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen
LG Display kämpft um die Vormachtstellung im OLED-Segment. Der südkoreanische Konzern meldete für das zweite Quartal 2026 einen Umsatz von umgerechnet rund 3,9 Milliarden Euro. Zwar schrieb das Unternehmen operativ rote Zahlen – ein Verlust von 74 Millionen Euro ging auf hohe Restrukturierungskosten zurück. Bereinigt um diese Sondereffekte erzielte LG Display jedoch einen operativen Gewinn von etwa 90 Millionen Euro.
Das Unternehmen kündigte an, den Anteil von OLED-Monitoren an seinen großformatigen OLED-Lieferungen von rund zehn Prozent im Jahr 2025 auf etwa 20 Prozent bis Ende 2026 zu verdoppeln. „Wir setzen auf Kosteneffizienz durch Künstliche Intelligenz und Digitalisierung“, hieß es in einer Telefonkonferenz. Die Investitionen für 2026 liegen im mittleren bis hohen zweistelligen Milliarden-Won-Bereich.
Doch die Konkurrenz schläft nicht. Marktforscher von Omdia sehen Samsung Display auf der Überholspur. Dank einer neuen 8,6-Generation-Produktionslinie und einem Liefervertrag für das Apple MacBook Pro 2026 könnte Samsung im dritten Quartal 2026 einen Marktanteil von 48 Prozent im mittleren bis großen OLED-Segment erreichen – im vierten Quartal sogar 50 Prozent.
Wettlauf um die höchste Bildwiederholrate
Die Hersteller überbieten sich mit immer extremeren Bildwiederholraten. Asus präsentierte den ROG Strix XQ259QNSR Ace, einen 24,5-Zoll-Monitor mit Full-HD-Auflösung und überclockbaren 420 Hertz. Das Gerät setzt auf ein Fast-IPS-Panel mit einer Reaktionszeit von 0,3 Millisekunden und KI-gestützten Funktionen wie dynamischem Fadenkreuz und automatischer Schattenaufhellung.
Philips bringt mit dem Evnia 27M4N3500PT ein Modell mit drei verschiedenen Betriebsmodi auf den Markt: 275 Hertz in 2K, 360 Hertz in Full HD oder bis zu 540 Hertz in HD-Auflösung. MSI wiederum launcht am 24. Juli den MAG 274QPF X32 – ein 27-Zoll-WQHD-Monitor mit 320 Hertz und einem speziellen 24,5-Zoll-Modus für Ego-Shooter-Fans.
Ultrawide und High-End für den August
Im August steht die nächste Produktwelle an. AGON by AOC kündigte zwei neue 34-Zoll-Ultrawide-Monitore an: den CU34G4CA mit 180 Hertz und den CU34G4ZCA mit 240 Hertz. Beide nutzen Fast-VA-Panels mit 1500R-Krümmung und bieten USB-C-Ladefunktion mit 90 Watt.
Im Premiumsegment soll der Philips Evnia 32M2N6901A für rund 800 Euro erscheinen. Der 32-Zoll-4K-QD-OLED-Monitor glänzt mit 165 Hertz und einer Reaktionszeit von 0,03 Millisekunden. Ebenfalls im August kommt der AOC Q27G4SM mit Quantum-Dot-Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung und 1.152 Zonen – ein Modell für alle, die hohe Geschwindigkeit und exzellenten Dynamikumfang vereinen wollen.
Preiskampf im Mittelsegment
Der Wettbewerb zeigt sich auch in den Preisen. Der ASRock Phantom Gaming 34-Zoll-Ultrawide mit 180 Hertz kostet aktuell rund 290 Euro – ein deutlicher Preisnachlass. Der Samsung Odyssey G4 (25 Zoll) ist für etwa 185 Euro zu haben, ein Rabatt von 29 Prozent. Branchenbeobachter sehen darin einen zunehmend umkämpften Markt, in dem Hersteller mit aggressiven Bildraten und Panel-Innovationen um die Gunst der Spieler buhlen.

