Samsung Galaxy-A: Sicherheitschips in Akkus für 50 Millionen Geräte geplant

Samsung soll ab 2027 Galaxy-A-Akkus mit Sicherheitschips ausstatten; iFixit bewertet das iPhone 18 Pro mit 7 von 10 Punkten und nennt Reparaturhürden.

Der Elektronikkonzern Samsung bereitet laut Medienberichten die Integration spezieller Authentifizierungs-Chips in den Batterien seiner Galaxy-A-Serie vor. Während das Unternehmen damit Sicherheits- und Recyclingziele verfolgt, sieht sich die Branche mit neuen Fragen zur Reparaturfähigkeit konfrontiert.

Zeitgleich zeigen Analysen der neuesten Smartphone-Generation von Apple ein gemischtes Bild zwischen verbesserter Modularität und zunehmender technischer Komplexität.

Authentifizierungs-Chips für die Galaxy-A-Serie ab 2027

Berichten zufolge plant Samsung, ab dem Jahr 2027 Akkus der Mittelklasse-Serie Galaxy-A mit dedizierten Sicherheitschips auszustatten. Im ersten Jahr der Umstellung sollen rund 50 Millionen Geräte mit dieser Technologie versehen werden.

Die Halbleiter werden demnach in einer 28-nm-Fertigung bei Samsung Foundry hergestellt. Zum Einsatz kommt dabei die sogenannte VIA-PUF-Technologie (Physical Unclonable Function), die aus fertigungsbedingten Variationen eine einzigartige Hardware-Identität erzeugt.

Die Lieferung der Chips soll zwischen dem US-Unternehmen Analog Devices und dem südkoreanischen Anbieter ICTK aufgeteilt werden. Die eigentliche Integration der Halbleiter in die Akkupacks übernimmt Samsung SDI.

Ziel dieser Maßnahme ist es laut vorliegenden Informationen, Original-Akkus zuverlässig von Fälschungen zu unterscheiden, das Brandrisiko durch minderwertige Komponenten zu senken und die Nachverfolgbarkeit für das Lithium-Recycling zu verbessern.

Herausforderungen für die Reparaturfreiheit

Die Einführung solcher Chips stößt bei Vertretern der Right-to-Repair-Bewegung auf Kritik. Es besteht die Sorge, dass eine sogenannte Serialisierung oder ein „Parts-Pairing“ dazu führen könnte, dass Ersatzteile von Drittanbietern blockiert oder in ihrer Leistung eingeschränkt werden. Dies würde unabhängige Werkstätten und Eigenreparaturen erheblich erschweren, da der Austausch außerhalb des autorisierten Samsung-Servicenetzes Fehlermeldungen oder Funktionsverluste zur Folge haben könnte.

Samsung selbst hat diese technologische Richtung für kommende Produkte bislang nicht offiziell bestätigt und erklärte gegenüber Fachmedien, man könne die Entwicklungsrichtung für Produkte der nächsten Generation nicht kommentieren.

In der Europäischen Union könnte eine solche Blockierung zudem rechtliche Hürden nach sich ziehen. Seit Juni 2025 verlangen die Ecodesign-Regeln für Smartphones einen nicht diskriminierenden Zugang zu Software-Werkzeugen für serialisierte Bauteile. Zudem sieht die EU-Batterieverordnung ab Februar 2027 QR-Codes für Batterien vor, um die Transparenz zu erhöhen.

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iFixit-Analyse zum iPhone 18 Pro

Während Samsung die Serialisierung vorbereitet, hat das US-Unternehmen Apple bereits seit Jahren ähnliche Systeme im Einsatz, lockert diese jedoch schrittweise. Ein aktueller Teardown des iPhone 18 Pro und Pro Max durch die Experten von iFixit im September 2026 zeigt jedoch neue Hürden bei der Hardware.

Die neu eingeführte Hauptkamera mit variabler Blende, die aus sechs haardünnen Lamellen besteht, wird als nahezu unreparierbar eingestuft. Ein Defekt an diesem Bauteil erfordere den Austausch der kompletten Kameraeinheit. Zum Vergleich: Die Kameraeinheit des Vorgängermodells iPhone 17 Pro kostete bereits 249 US-Dollar; für das komplexere neue Bauteil werden höhere Kosten erwartet.

Positive Aspekte hoben die Techniker beim Akkuwechsel hervor. Die Batterie sitzt in einer verschraubten Metallwanne und lässt sich vergleichsweise leicht entnehmen. Allerdings ist der Zugang weiterhin nur über das verklebte Display möglich.

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Ein Akkuwechsel bei Apple schlägt mittlerweile mit 129 US-Dollar zu Buche, was eine Steigerung um 10 US-Dollar gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Insgesamt vergab iFixit einen vorläufigen Reparaturwert von 7/10 Punkten, riet jedoch aufgrund der hohen Komplexität und der Empfindlichkeit einiger Bauteile, wie dem Kunststoff-Displayrahmen, von einem überstürzten Upgrade ab.

Globale Initiativen für fairen Reparaturzugang

Die Debatte um die Reparaturhoheit wird auch auf regulatorischer Ebene weltweit vorangetrieben. In Südafrika begrüßte der Branchenverband SAMDDRA im August 2026 neue Leitlinien der Wettbewerbskommission. Diese richten sich gegen Praktiken von Originalgeräteherstellern (OEMs), die unabhängige Reparaturen durch proprietäre Software oder spezielles Hardware-Design verhindern.

Der Verband fordert von globalen Herstellern einen fairen Zugang zu Ersatzteilen, Diagnosewerkzeugen und Handbüchern. Digitaler Zugang dürfe kein Luxus sein, sondern müsse als wirtschaftliches Grundrecht behandelt werden. Ziel ist es, auch kleineren Unternehmen und unabhängigen Dienstleistern die Teilnahme am Markt für Wartung und Instandhaltung von Mobilgeräten und Unterhaltungselektronik zu ermöglichen.