Der südkoreanische Hersteller hat sein Mittelklasse-Smartphone im Frühjahr 2026 vorgestellt – und setzt auf eine enge Verzahnung von Hardware- und Software-Schutz. Aktuelle Preisnachlässe in Schwellenmärkten wie Indien und der Sicherheitspatch für April 2026 rücken das Gerät erneut in den Fokus.
Das Smartphone läuft mit One UI 8.5 auf Basis von Android 16. Es bietet integrierte Mechanismen zur proaktiven Bedrohungserkennung. Doch wie nutzt man die Sicherheitsfunktionen richtig?
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Virenscan in wenigen Schritten
Das Galaxy A37 5G hat eine systemeigene Lösung zur Identifizierung schädlicher Apps an Bord. Der Dienst basiert auf einer langjährigen Kooperation zwischen Samsung und McAfee.
So startet ihr den Scan: Öffnet die Systemeinstellungen und navigiert zu „Sicherheit und Datenschutz“. Dort findet ihr den Bereich „App-Sicherheit“ mit der Funktion „App-Schutz“ (in älteren Versionen „Geräteschutz“). Ist der Dienst noch nicht aktiviert, fordert euch das System zur Initialisierung auf. Ein Klick auf „Scannen des Telefons“ startet die manuelle Überprüfung.
Während des Scans analysiert das System alle installierten Apps sowie laufende Hintergrundprozesse. Es sucht nach verdächtigen Verhaltensmustern und bekannten Malware-Signaturen.
Zusätzlich ist Google Play Protect standardmäßig an Bord. Experten empfehlen, beide Systeme parallel zu nutzen. Google Play Protect führt regelmäßig automatische Scans durch – lässt sich aber auch manuell über den Google Play Store starten. Erkennt das System eine Bedrohung, bietet es euch sofort Optionen zur Deaktivierung oder Deinstallation der betroffenen Software an.
Samsung Knox Vault: Hardware-Schutz auf Flaggschiff-Niveau
Ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal des Galaxy A37 5G ist Samsung Knox Vault. Dabei handelt es sich um eine physisch isolierte Hardware-Sicherheitsumgebung mit EAL5+-Zertifizierung.
Diese Komponente schützt hochsensible Daten wie Passwörter, biometrische Merkmale und kryptografische Schlüssel. Durch die Trennung vom Hauptprozessor (dem Exynos 1480) und dem Hauptspeicher verhindert Knox Vault, dass Schadsoftware per Software-Exploit auf diese kritischen Informationen zugreift.
Der Exynos 1480 wird im 4-Nanometer-Verfahren gefertigt und bietet verbesserte Performance bei Verschlüsselungsvorgängen. Das kommt besonders dem im April 2026 eingeführten Secure Folder zugute. Diese Funktion erlaubt es, private Dokumente und Apps in einem geschützten Bereich zu isolieren, der eine zusätzliche Authentifizierungsebene erfordert. Die Hardware-Architektur unterstützt diese Isolation auf Chipebene – das Risiko einer Datenextraktion durch Malware sinkt erheblich.
April-Update: 47 Sicherheitskorrekturen
Die Bedeutung regelmäßiger Scans zeigt der Sicherheitspatch für April 2026. Er enthält insgesamt 47 Sicherheitskorrekturen – 33 von Google, 14 spezifisch von Samsung für eigene Komponenten. Mehrere Patches adressieren Schwachstellen mit hoher Priorität.
Das Galaxy A37 5G profitiert von der im März 2026 angekündigten Update-Garantie: sechs Generationen Betriebssystem-Upgrades und sechs Jahre Sicherheitsaktualisierungen.
Parallel dazu wurden Anfang Mai Preisnachlässe in bestimmten Märkten bekannt. In Indien sank der Preis um bis zu 5.000 Indische Rupien für verschiedene Speicherkonfigurationen (8/128 GB bis 12/256 GB). Solche Aktionen führen meist zu einer raschen Verbreitung der Geräte – und wecken das Interesse von Cyberkriminellen. Eine breite Nutzerbasis macht ein Modell attraktiver für Massenangriffe durch Trojaner oder Phishing-Kampagnen.
Prävention: Diese Features solltet ihr aktivieren
Neben der manuellen Scan-Funktion sollten Nutzer weitere Sicherheitsfeatures aktivieren. Das Galaxy A37 5G hat einen Diebstahlschutz, der auch im Offline-Modus funktioniert. Über das Samsung-Konto aktiviert ihr die Offline-Suche: Das Smartphone lässt sich selbst ohne aktive Internetverbindung lokalisieren – über ein verschlüsseltes Netzwerk anderer Galaxy-Geräte in der Umgebung.
Ein weiteres Risiko sind Apps aus unbekannten Quellen. In den Systemeinstellungen unter „Sicherheit und Datenschutz“ findet ihr die Option zur Installation unbekannter Apps. Sicherheitsexperten raten, diese Berechtigung nur in Ausnahmefällen zu erteilen. One UI 8.5 und Android 16 verwalten diese Berechtigungen granularer – ihr könnt genau nachvollziehen, welche App das Recht hat, weitere Softwarepakete nachzuladen.
Mobile Malware verbreitet sich oft über manipulierte Werbeanzeigen oder infizierte Dateianhänge in Messengern. Symptome einer Infektion: ungewöhnlich hohe Wärmeentwicklung, rasanter Akkuverbrauch oder spürbare Verlangsamung der Systemperformance. In solchen Fällen ist ein sofortiger Scan über den App-Schutz ratsam – und gegebenenfalls der Start im gesicherten Modus (Safe Mode), um Drittanbieter-Apps vorübergehend zu deaktivieren.
Da Cyberkriminelle gezielt Sicherheitslücken in veralteten Systemen ausnutzen, ist die Installation neuester Patches unverzichtbar. Dieser kostenlose Experten-Report erklärt Schritt für Schritt, wie Sie durch die richtigen Android-Updates Datenverlust und Malware dauerhaft verhindern. Gratis-Ratgeber für Android-Sicherheit herunterladen
Ausblick: KI-gestützte Sicherheit in Sicht
Mit dem Galaxy A37 5G bringt Samsung Sicherheitsstandards in den Massenmarkt, die zuvor den Flaggschiff-Modellen vorbehalten waren. Die Kombination aus Knox Vault Hardware und Update-Zusage bis ins Jahr 2032 positioniert das Gerät als langlebige Option für sicherheitsbewusste Verbraucher.
Künftig könnten KI-Funktionen (Galaxy AI) verstärkt in der Sicherheitsarchitektur eingesetzt werden. Der A37 5G nutzt KI bereits für Bildbearbeitungsfunktionen wie den Objekt-Radierer. Branchenanalysten erwarten, dass KI-gestützte Verhaltensanalysen in kommenden One UI-Versionen noch präziser zwischen legitimen Hintergrundprozessen und schädlichen Aktivitäten unterscheiden können.
Bis dahin bleibt der manuelle Gerätescan in Verbindung mit den monatlichen Sicherheitspatches das wichtigste Instrument, um die Integrität eurer persönlichen Daten zu gewährleisten.

