Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung arbeitet an leichten Smart Glasses mit einem Rahmengewicht von 41 Gramm und setzt dabei auf vielfältige Stilvarianten. Dies geht aus jüngst bekannt gewordenen Berichten hervor. Mit der Entwicklung der sogenannten Galaxy Glasses reagiert das Unternehmen auf sich wandelnde Verbraucherpräferenzen und bereitet den Einstieg in den Markt für intelligente Brillen vor.
Kompakte Bauweise im Vergleich zur Konkurrenz
Das Gewicht der intelligenten Brille liegt mit Standardlinsen bei rund 41 Gramm, während Ausführungen mit Korrekturgläsern je nach Modell schwerer ausfallen.
Frühere Berichte aus Südkorea sprachen von etwa 46 Gramm, während Leaks aus dem April noch ein Gewicht von rund 50 Gramm genannt hatten. Damit positioniert sich das Samsung-Gerät unter dem Gewicht vergleichbarer Konkurrenzprodukte: Die Meta Ray-Ban Gen 3 wiegt etwa 51,5 Gramm, die reguläre Meta Ray-Ban circa 50 Gramm. Bei der US-Zulassungsbehörde FCC wurden am 30. September 2026 die Modellnummern SM-O200J und SM-O200P registriert.
Technische Ausstattung ohne Display
Den durchgesickerten Spezifikationen zufolge verzichtet das Wearable auf ein integriertes Display. Als Recheneinheit dient ein Snapdragon AR1 Gen 1, dem 2 Gigabyte Arbeitsspeicher und 64 Gigabyte Festspeicher zur Seite stehen.
Für Foto- und Videoaufnahmen ist eine 12-Megapixel-Kamera verbaut, bei der es sich Leaks zufolge um einen Sony IMX681 handelt. Diese ermöglicht Videoaufnahmen in 3K-Auflösung bei 30 Bildern pro Sekunde.
Zur weiteren Ausstattung gehören zwei Open-Ear-Lautsprecher sowie vier Mikrofone. Das Gehäuse der Brille ist nach dem Standard IPX4 gegen Spritzwasser geschützt, das zugehörige Ladecase bietet diesen Schutz jedoch nicht. Bei der Akkulaufzeit werden bis zu 9 Stunden reguläre Nutzung und bis zu 72 Stunden in Verbindung mit dem Ladecase genannt, das laut Zertifizierungen der dänischen Prüfstelle UL Demko mit 5 Watt lädt.
Die Steuerung des Wearables soll über Sprache, Berührung sowie per Handgesten über eine Galaxy Watch 9 erfolgen. Eine Integration in das Smartwatch-Ökosystem setzt dabei ein Flaggschiff-Smartphone von Samsung als Verbindung voraus. Für die Nutzung von Funktionen wie Gemini Live sind zudem eine Internetverbindung, ein Google-Konto sowie ein Mindestalter von 18 Jahren erforderlich.
Kooperationen mit Gentle Monster und Warby Parker
Beim Design kooperiert Samsung mit etablierten Brillenmarken. Zum Marktstart sollen insgesamt neun Fassungen zur Verfügung stehen. Das Label Gentle Monster steuert sechs Rahmenformen bei – darunter Square, Round, Bold Square, Cat-Eye, Slim Oval und Oval –, die in 16 Versionen und verschiedenen Farbvarianten wie Schwarz, Burgund, Creme, Hellgrau und Pale Lilac erscheinen.
Warby Parker bietet drei Modelle namens Alden, Reid und Wren in zehn Versionen an. Während Alden und Wren in den Farbtönen Pine und Saddle erhältlich sind, erscheint Reid in Jet Black, wahlweise mit Klarglas oder als Sonnenbrille.
Verkaufsstart und Preisstruktur
Laut Angaben eines Unternehmensvertreters gegenüber der Zeitung The Korea Herald vom 1. Oktober 2026 ist die Veröffentlichung für November 2026 geplant. Ein exaktes Datum nannte der Sprecher nicht. Der Vertrieb soll über die Websites der Partnermarken sowie über Samsung Experience Stores in den USA erfolgen.
Während die Modelle von Gentle Monster in Südkorea und den USA angeboten werden sollen, ist die Kollektion von Warby Parker auf den US-Markt beschränkt. Eine Verfügbarkeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist bislang unbestätigt.
Offizielle Preise stehen noch aus. Choi Jae-in aus der Forschungs- und Entwicklungsabteilung für XR bei Samsung äußerte gegenüber der Korea Times, dass sich der Preis auf einem vernünftigen Niveau bewegen und das Gerät zunächst im Premium-Segment angesiedelt sein werde.
Branchenberichte nannten zuvor Preisspannen zwischen 349 und 499 US-Dollar in den USA, während frühere Schätzungen bei 379 bis 499 US-Dollar lagen. Zum Vergleich: Die Meta Ray-Ban Gen 3 startet bei 449 US-Dollar, während die Ray-Ban Meta Audio ab 349 US-Dollar erhältlich ist.

