Auf Smartphones der Reihe Samsung Galaxy ermöglicht die Funktion „Interaction Control“ (in manchen Sprachvarianten als „Interaktionsbeheer“ geführt) das vorübergehende Sperren des Touchscreens. Nach der Aktivierung ignoriert das System sämtliche Berührungen auf der Anzeige.
Gleichzeitig werden auch die Schaltflächen für die Zurück-Funktion, die Startseite sowie die Übersicht der zuletzt geöffneten Anwendungen deaktiviert. Dadurch lassen sich versehentliche Eingaben in unterschiedlichen Situationen unterbinden.
Gezielte Blockierung einzelner Bildschirmbereiche
Im Unterschied zur Schutzfunktion vor versehentlicher Berührung („Accidental Touch Protection“), die vor allem für dunkle Umgebungen wie Hosen- oder Handtaschen gedacht ist, entscheiden Nutzer bei Interaction Control manuell, wann und an welchen Stellen Eingaben blockiert werden. Das verhindert unbeabsichtigte Navigationen zum Startbildschirm oder ungewollte App-Wechsel.
Auf Modellen wie dem Galaxy S25 FE lässt sich festlegen, ob der gesamte Bildschirm oder lediglich ausgewählte Abschnitte gesperrt werden sollen. Dies ermöglicht es beispielsweise, Fortschrittsbalken und Bedienelemente zur Titelauswahl in Musik-Apps gezielt vor Berührungen zu schützen, während andere Displaybereiche ansprechbar bleiben.
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Zudem erleichtert das temporäre Abschalten der Eingabeerkennung das Reinigen des Displays und schützt bei Videoaufnahmen vor Fehlbedienungen. Auf dem Galaxy S25 FE kann die Funktion zudem mit einem Zeitlimit versehen werden, um etwa die Bildschirmnutzung von Kindern zu begrenzen.
Einstellungen und gerätespezifische Unterschiede
Die Interaktionssteuerung ist in den Einstellungen des Betriebssystems One UI im Bereich der Bedienungshilfen untergebracht. Die genaue Menüführung sowie die Bezeichnungen unterscheiden sich je nach Smartphone-Modell und installierter Softwareversion, wie sich unter anderem am Galaxy S26 Ultra zeigt.
Abhängig vom jeweiligen Gerät können über diese Funktion neben den Tasten und Displayeingaben auch eingehende Benachrichtigungen und Telefonanrufe blockiert werden, um Unterbrechungen auszuschließen.
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Ergänzender Schutz durch das Anheften von Apps
Als ergänzende Sicherheitsoption für den Bildschirm steht auf Samsung-Galaxy-Geräten das Anheften von Apps bereit, das am 26. Oktober 2026 als Schutzmaßnahme für die Privatsphäre beim Weiterreichen des Telefons beschrieben wurde. Die Option findet sich unter Einstellungen > Sicherheit und Datenschutz > Weitere Sicherheitseinstellungen > Apps an Bildschirm anheften erlauben.
Damit Außenstehende nach dem Verlassen der Anwendung keinen Zugriff auf das restliche System erhalten, muss die Funktion „Sperren nach Aufheben der Anheftung“ eingeschaltet sein. Voraussetzung hierfür ist eine eingerichtete Bildschirmsperre per PIN, Passwort oder Entsperrmuster.
Zum Fixieren wird die gewünschte Anwendung gestartet, die Übersicht der aktuellen Apps aufgerufen und über das App-Symbol der Befehl „An Bildschirm anheften“ gewählt. Das Lösen der Fixierung erfolgt bei klassischer Tasten-Navigation durch gleichzeitiges Gedrückthalten der Zurück- und Recents-Tasten.
Bei aktiver Gestensteuerung wird vom unteren Displayrand nach oben gewischt und gehalten, woraufhin die Freigabe über Biometrie, PIN, Passwort oder Muster bestätigt werden muss.

