Der Markt für generalüberholte Smartphones boomt, doch das Support-Ende für Top-Modelle wie die Galaxy S21-Serie stellt Käufer vor neue Gefahren. Ohne Sicherheitsupdates werden die einstigen Flaggschiffe zu Einfallstoren für Cyberkriminelle. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Verbraucherschützer mahnen zur Vorsicht.
Wenn das Schnäppchen zur Sicherheitslücke wird
Die akuteste Gefahr ist derzeit das stille Sterben der Sicherheitsupdates. Für die Samsung Galaxy S21-Reihe ist der reguläre Software-Support faktisch beendet. Das letzte garantierte Update erhielten die Geräte um den Jahreswechsel 2025/2026.
Das bedeutet: Neu entdeckte Sicherheitslücken auf diesen Smartphones bleiben offen. Was gestern ein Top-Gerät war, ist heute ein potenzielles Ziel für Malware. Auch für die Nachfolgegeneration Galaxy S22 wurde der Update-Zyklus Berichten zufolge bereits auf ein vierteljährliches Intervall reduziert.
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Dieses Problem betrifft nicht nur Samsung. Viele auf Refurbished-Plattformen angebotene Geräte nähern sich ihrem „End of Life“-Status oder haben ihn überschritten. Ein technisch einwandfreies Gerät mit neuem Akku ist wertlos für die Datensicherheit, wenn das Betriebssystem keine Patches mehr erhält.
Die versteckten Fallen: Datenreste und Cloud-Sperren
Neben veralteter Software birgt der Umgang mit Vorbesitzerdaten Risiken. Untersuchungen zeigen, dass ein einfacher „Factory Reset“ nicht immer alle Datenreste sicher entfernt.
Häufiger ist jedoch das umgekehrte Problem: Aktivierungssperren. Verbraucherzentralen berichten von Fällen, in denen gekaufte Geräte nicht starten, weil sie noch mit dem Cloud-Konto des Vorbesitzers verknüpft sind. Ohne dessen Passwort bleibt das Smartphone Elektroschrott.
Besonders im privaten Handel über Kleinanzeigen ist dieses Risiko hoch. Seriöse Refurbished-Händler prüfen diesen Status – bei Privatverkäufen fehlt diese Garantie oft.
Manipulierte Hardware und vorinstallierte Schadsoftware
Der Begriff „Refurbished“ ist rechtlich nicht geschützt. Während zertifizierte Händler defekte Teile austauschen, nutzen unseriöse Anbieter billige Drittanbieter-Komponenten.
Sicherheitsanalysten warnen vor zwei Szenarien:
* Biometrie-Ausfall: Minderwertige Displays oder Fingerabdrucksensoren können dazu führen, dass Sicherheitsfunktionen wie FaceID nicht mehr zuverlässig funktionieren.
* Vorinstallierte Schadsoftware: Bei Import-Geräten aus dubiosen Quellen wurde in der Vergangenheit Malware im Betriebssystem entdeckt. Diese „Fake Apps“ spähen Nutzerdaten aus, sobald das Gerät eingerichtet wird.
Politik reagiert – aber zu spät für alte Geräte
Trotz der Risiken wächst der Markt weiter. Laut Bitkom entfällt ein signifikanter Teil der rund 20 Millionen jährlich verkauften Smartphones auf den Zweitmarkt.
Die Politik reagiert mit verschärften Regeln. Seit August 2025 gelten in der EU strengere Anforderungen für vernetzte Geräte. Diese Regelungen greifen jedoch primär für Neuware. Der riesige Bestand an älteren Gebrauchtgeräften bleibt eine Grauzone.
Checkliste für den sicheren Gebrauchtkauf
Der Kauf eines gebrauchten Smartphones bleibt sinnvoll, erfordert 2026 aber mehr Kompetenz. Verbraucherschützer fordern eine Kennzeichnungspflicht für das „Support-Ende“. Bis dahin bleibt nur eigene Recherche.
Vor dem Kauf prüfen:
* Update-Status: Wird das Modell noch mit monatlichen Sicherheits-Patches versorgt? Vorsicht bei Modellen älter als 4-5 Jahre.
* Händlerwahl: Bevorzugen Sie zertifizierte Refurbished-Plattformen mit Garantie.
* Cloud-Sperren: Sicherstellen, dass alle Aktivierungssperren entfernt wurden.
* Sofort-Check: Setzen Sie das Gerät nach Erhalt selbst auf Werkseinstellungen zurück und prüfen Sie auf verdächtige vorinstallierte Apps.
PS: Viele Gefahren beginnen schon beim Einrichten: Vorinstallierte Schadsoftware, Cloud‑Sperren und fehlende Sicherheitspatches machen gebrauchte Handys angreifbar. Das Anti‑Phishing‑Paket bietet praxisnahe Anleitungen, wie Sie verdächtige Apps identifizieren, Konten richtig absichern und das Gerät beim ersten Start robust schützen. Laden Sie die Schritt‑für‑Schritt‑Checkliste herunter und setzen Sie die wichtigsten Einstellungen sofort um. Perfekt für alle, die ein gebrauchtes Smartphone sicher nutzen wollen, ohne Expertenhilfe. Jetzt Anti‑Phishing‑Paket gratis herunterladen





