Samsung hebt die Preise für seine neuen Top-Smartphones deutlich an. Grund sind explodierende Kosten für Speicherchips, die den Hersteller nach drei Jahren Preisstabilität zu einem unpopulären Schritt zwingen.
Der Aufschlag trifft die gesamte kommende Galaxy S26-Serie – vom Basismodell bis zur Ultra-Version. Südkoreanische Medien berichten von einer Erhöhung um umgerechnet etwa 70 bis 75 Euro beim Einstiegsmodell. Die offizielle Vorstellung der Geräte ist für den 25. Februar in San Francisco geplant.
Speicherkosten explodieren
Hinter der Entscheidung steckt vor allem die „Chipflation“. Die Preise für DRAM- und NAND-Flash-Speicher sind in die Höhe geschnellt. Marktforscher von TrendForce zufolge hat sich der Kostenanteil der Speicherbausteine in Smartphones nahezu verdreifacht. Lag er früher bei 10 bis 15 Prozent, sind es heute 30 bis 40 Prozent.
Samsungs Mobile-Experience-Sparte habe versucht, die Erhöhungen abzufedern, sei aber an den hartnäckig hohen Komponentenpreisen gescheitert. Die letzte generelle Preiserhöhung für die Galaxy S-Flaggschiffe gab es vor drei Jahren.
So viel mehr sollen die Modelle kosten
Die Preissprünge fallen je nach Modell und Speicherausstattung unterschiedlich hoch aus. Die größten Aufschläge erwartet die Branche bei den teureren Varianten mit mehr Speicher.
- Galaxy S26 (256 GB): Der Startpreis soll bei etwa 1.254.000 Won liegen – ein Plus von rund 99.000 Won gegenüber dem Vorgänger.
- Galaxy S26 Plus (256 GB): Auch hier wird mit einem Aufschlag von 99.000 Won auf etwa 1.452.000 Won Startpreis gerechnet.
- Galaxy S26 Ultra (256 GB): Das Spitzenmodell dürfte bei 1.797.000 Won beginnen.
Für die 512-GB-Versionen könnten die Aufschläge sogar bis zu 160.000 Won (ca. 115 US-Dollar) betragen. Die südkoreanischen Preise gelten als Indikator für den globalen Markt. In den USA könnte das Basismodell damit erstmals über die 800-Dollar-Marke klettern. Entsprechende Anpassungen sind auch für Europa zu erwarten.
Launch-Plan und Lockangebote
Die Timeline steht: Nach der Galaxy-Unpacked-Keynote am 25. Februar starten die Vorbestellungen vom 27. Februar bis zum 5. März. Der weltweite Verkaufsstart ist für den 11. März geplant.
Um die höheren Preise abzufedern, setzt Samsung wohl auf attraktive Vorbesteller-Anreize. Die beliebte „Doppelter-Speicher“-Aktion soll fortgeführt werden. Early Adopter erhalten dann das 512-GB-Modell zum Preis der 256-GB-Variante.
Neue Hardware soll überzeugen
Technisch bringt die S26-Serie bedeutende Neuerungen, die den Aufpreis rechtfertigen sollen. Die Strategie bei den Prozessoren ist gespalten: Während Galaxy S26 und S26 Plus in vielen Märkten mit Samsungs eigenem 2-Nanometer-Exynos-2600-Chip kommen sollen, wird das Ultra-Modell wohl weltweit mit Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5 ausgestattet sein.
Beim S26 Ultra wird zudem ein neues „Privacy Display“ erwartet. Diese Technologie soll mit Hilfe von Optik und KI verhindern, dass Personen im Nahbereich von der Seite auf den Bildschirm schauen können – eine Antwort auf wachsende Privatsphäre-Bedenken. Einen Schwerpunkt der Präsentation werden außerdem neue generative KI-Funktionen unter dem Label „Galaxy AI“ bilden.
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Risiko in einem schwierigen Markt
Die Preiserhöhung kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Das Wachstum des globalen Smartphone-Marktes flacht ab. Riskant ist der Bruch der dreijährigen Preisgarantie vor allem bei preisbewussten Kunden.
Doch Analysten gehen davon aus, dass andere Hersteller bald nachziehen müssen. Die Komponentenkosten steigen branchenweit. 2026 könnte damit insgesamt ein Jahr der Preis-Inflation im Premium-Segment werden.
Ob die Kunden die höheren Preise akzeptieren, hängt nun von der Überzeugungskraft der neuen Features ab. Gelingt es Samsung, mit KI und Hardware einen echten Mehrwert zu demonstrieren? Die Antwort darauf wird den Erfolg der Galaxy S26-Serie in einer von Kosten geprägten Wirtschaftslage entscheiden.





