Samsung Galaxy S27: Scam-Erkennung kommt auch für ältere Modelle

Samsung verteilt den August-Patch für mehrere Galaxy-Modelle, testet One UI 9 und plant eine breitere Betrugserkennung für Smartphones.

Der Technologiekonzern Samsung plant eine signifikante Erweiterung seiner Sicherheitsfunktionen für Mobilgeräte. Wie aus aktuellen Branchenberichten hervor geht, soll eine spezialisierte Funktion zur Erkennung von Betrugsversuchen, die sogenannte Scam-Erkennung, nicht nur für die künftige Flaggschiff-Generation Galaxy S27 eingeführt, sondern auch für eine breite Palette älterer Smartphone-Modelle verfügbar gemacht werden.

Die Initiative ist Teil einer umfassenden Sicherheitsstrategie, mit der das Unternehmen auf die zunehmende Bedrohung durch betrügerische Anrufe und Nachrichten reagiert. Die Integration in bestehende Modellreihen unterstreicht das Bestreben, Sicherheitsstandards über den aktuellen Verkaufszyklus hinaus zu harmonisieren.

Aktuelle Sicherheitsupdates und Software-Entwicklung

Parallel zu den Plänen für künftige Modelle rollt Samsung derzeit den Sicherheitspatch für August 2026 aus. In Europa erhalten Nutzer der Galaxy S24-Serie, einschließlich der Modelle S24+ und S24 Ultra, die Firmware S928BXXS6DZH2. Das Update umfasst ein Datenvolumen von mehr als 400 MB und schließt insgesamt 58 dokumentierte Sicherheitslücken.

Davon entfallen 38 auf allgemeine Android-Schwachstellen (Google-CVEs) und 18 auf Samsung-spezifische Sicherheitslücken. Während die S24-Reihe bereits versorgt wird, steht die Veröffentlichung dieses Patches für das Galaxy S23 in Europa noch aus.

Auch für Geräte der Mittelklasse und Einsteigermodelle wurden Aktualisierungen registriert. In südostasiatischen Märkten wie Thailand, Malaysia und Vietnam wird der August-Patch bereits für das Galaxy A23 5G sowie das Galaxy A04e verteilt. Diese Geräte verbleiben vorerst auf der Version Android 14 mit der Benutzeroberfläche One UI 6.1.

In der Entwicklung der nächsten Betriebssystem-Generation, One UI 9 auf Basis von Android 17, wurden Fortschritte verzeichnet. Auf Testservern in Korea wurden bereits Beta-Versionen für die Modelle Galaxy A35 und A56 gesichtet.

Anzeige

Wer die Sicherheit seines Android-Geräts selbst in die Hand nehmen möchte, findet in diesem kostenlosen Ratgeber die wichtigsten Grundlagen zum Schutz vor Kriminellen. Erfahren Sie, wie Sie mit fünf einfachen Schritten Ihr Smartphone effektiv gegen Hacker und Viren absichern. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken

Für die Galaxy S26-Serie wird der Abschluss der Beta-Testphase in Kürze erwartet, während stabile Versionen von One UI 9 bereits auf Geräten wie dem Z Fold8, Z Flip8 und dem S26 FE laufen sollen.

Nutzerberichten zufolge könne es nach der Installation der neuen Software vorübergehend zu einem erhöhten Akkuverbrauch kommen, was Experten unter anderem auf initiale Systemoptimierungen und Hintergrundprozesse zurückführen.

Hardware-Ausblick auf die Galaxy S27-Serie

Für die kommende Galaxy S27-Generation werden zudem technologische Neuerungen im Kamerabereich antizipiert. Marktbeobachter berichten, dass Samsung erwäge, bei den Modellen S27 und S27 Plus auf 50-Megapixel-Hauptsensoren von Sony zu setzen, statt ausschließlich eigene ISOCELL-Komponenten zu verbauen.

Anzeige

Regelmäßige System-Aktualisierungen sind ein wichtiger Baustein, um die Sicherheit sensibler Daten auf dem Smartphone dauerhaft zu gewährleisten. Dieser gratis PDF-Report erklärt verständlich, wie Sie Sicherheitslücken schließen und gefährliche Apps rechtzeitig erkennen. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber für Android herunterladen

Das Spitzenmodell Galaxy S27 Ultra soll Gerüchten zufolge weiterhin über einen 200-Megapixel-Hauptsensor verfügen. Eine wesentliche Änderung könnte den Wegfall der dedizierten 3-fach-Telekamera betreffen.

Die entsprechende Brennweite soll stattdessen durch einen hochauflösenden Bildausschnitt des Hauptsensors übernommen werden. Zudem werden eine neue 16-Megapixel-Frontkamera für die Pro- und Ultra-Varianten sowie ein überarbeitetes Gehäusedesign und ein vergrößerter Akku für das Ultra-Modell diskutiert.

Erweiterung des Hardware-Portfolios

Abseits der Smartphone-Sparte hat das Unternehmen im Rahmen der Messe Gamescom sein Angebot an Peripheriegeräten und Speichermedien erweitert. Vorgestellt wurden vier neue Odyssey-Monitore, darunter der 49 Zoll große OLED G9 mit Dual-QHD-Auflösung und einer Bildwiederholrate von 360 Hz.

Das Spitzenmodell erreicht eine Helligkeit von 1300 Nits. Ergänzt wird das Portfolio durch die neuen externen SSD-Laufwerke der Serien P9 und P7. Diese unterstützen den USB4-Standard und erreichen Lesegeschwindigkeiten von bis zu 4000 MB/s. Die Preise für die Speichermedien bewegen sich je nach Kapazität zwischen 288 Euro und 647 Euro.