Samsung Galaxy: Versteckte Connectivity Labs prüfen das heimische WLAN

Connectivity Labs zeigen WLAN-Signale und Nachbarnetze; AI Network Guard sperrt in One UI 9 den Internetzugang ausgewählter Apps.

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Auf Smartphones der Reihe Samsung Galaxy lassen sich über versteckte Menüs der Funktion „Intelligent Wi-Fi“ detaillierte Diagnose- und Verwaltungswerkzeuge freischalten. Die sogenannten „Connectivity Labs“ bieten erweiterte Möglichkeiten, um Probleme bei der heimischen Funkverbindung aufzuspüren, Signalstärken zu analysieren und den Datenverkehr einzelner Anwendungen gezielt zu steuern.

Freischaltung der Connectivity Labs über Intelligent Wi-Fi

Die Diagnosefunktionen sind standardmäßig nicht direkt in den Einstellungen sichtbar. Nutzer erreichen den Bereich über den Pfad von den Einstellungen über die Verbindungen und das WLAN-Menü hin zum Drei-Punkte-Menü, in dem sich der Eintrag „Intelligent Wi-Fi“ befindet.

Die Freischaltung der erweiterten Menüs erfolgt durch mehrfaches Antippen der Versionsnummer der Software. Während gängige Anleitungen von sieben Berührungen ausgehen, verweist die Samsung MENA Community auf eine Spanne von etwa fünf bis zehn Berührungen, bis die Optionen freigegeben werden.

Die genaue Verfügbarkeit und Menüführung hängen vom jeweiligen Gerätetyp und der installierten Software ab. Berichte nennen die Benutzeroberfläche One UI 6 oder neuere Versionen sowie mindestens ein Galaxy S20 als allgemeine Orientierung.

Verweise existieren zudem auf Einsteiger- und Mittelklassegeräte wie das Galaxy A35 und das Galaxy A16. Samsung selbst weist darauf hin, dass Abweichungen je nach Modell, Netzanbieter und Mobilfunknetz auftreten können.

Werkzeuge zur Analyse des Heimnetzwerks

Ein zentraler Bestandteil der Connectivity Labs ist die Funktion „Home Wi-Fi inspection“. Dieses Werkzeug ermöglicht es Anwendern, das Signal beim Begehen verschiedener Räume direkt zu vergleichen. Bei den gemessenen RSSI-Werten signalisiert ein Wert nahe null ein stärkeres Funksignal.

Zudem bildet das System den Wechsel zwischen einzelnen Zugangspunkten in Mesh-Netzwerken anhand des BSSID-Abgleichs ab. Eine Anzeige des genutzten Frequenzbands sowie eine Sortierung nach RSSI-Werten erleichtern die Auswertung.

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Die Messung beschränkt sich dabei rein auf das lokale Funknetz; die tatsächliche Internetgeschwindigkeit des jeweiligen Anbieters wird nicht erfasst und erfordert einen separaten Geschwindigkeitstest.

Zusätzlich liefert der Bereich „Nearby Wi-Fi information“ Daten über Netzwerke in der Nachbarschaft und die dortige Kanalauslastung. Empfehlungen für andere Funkkanäle führen jedoch nicht zu einer automatischen Umstellung des Routers, sondern müssen manuell in der Router-Konfiguration hinterlegt werden. Über die Einstellungen zur Anpassung der WLAN-Liste lässt sich zudem ein RSSI-Filter steuern.

Ein Verschieben des Reglers nach rechts hilft dabei, zuvor ausgeblendete, schwächere Netzwerke wieder sichtbar zu machen. Berichte aus der Samsung-Community zeigen allerdings ein uneinheitliches Bild zur Wirkung des Filters: Bei Tests mit dem Galaxy A16 behob die Anpassung Verbindungsprobleme in einem Fall, während sie in einem anderen Fall wirkungslos blieb.

App-Blockaden mit AI Network Guard in One UI 9

In neueren Softwareversionen mit One UI 9 erweitert sich das Menü um den sogenannten „AI Network Guard“. Nutzer aktivieren diesen Bereich, indem sie „Intelligent Wi-Fi“ etwa siebenmal antippen, eine sechsstellige PIN für den Schutz einrichten und über die Beschränkungsverwaltung einzelne Apps auswählen.

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Der Dienst blockiert den Internetzugang bestimmter Anwendungen vollständig, ohne dass dafür eine VPN-Verbindung erforderlich ist. Regulär erteilt das Android-Betriebssystem Apps bei der Installation automatisch Netzzugriff ohne separate Nutzerabfrage.

In den erweiterten Einstellungen stehen Kategorien wie das Sperren von Webbrowsern oder Spielen zur Verfügung. Diese Kategorie-Sperren erfassen auch Programme, die erst zu einem späteren Zeitpunkt aufgespielt werden.

Ergänzend existiert ein Zeitplan für Ruhezeiten, der jedoch auf ein einziges Zeitfenster begrenzt ist und keine getrennten Pläne für Wochentage und Wochenenden bietet. Die festgelegte PIN verhindert ein unbefugtes Deaktivieren der Beschränkungen, während Freigaben über einen Hauptschalter oder das Entfernen aus der Liste der gesperrten Apps möglich bleiben.

Das System arbeitet nicht als intelligenter Inhaltsfilter, sondern blockiert jedwede Datenverbindung der betroffenen App pauschal, was auch Hintergrundaktivitäten verringern und Online-Werbung stoppen kann. Bereits vor der Sperrung geladene Werbeeinblendungen bleiben jedoch sichtbar.

Bei Verbindungsversuchen zeigen blockierte Programme eine Benachrichtigung an. Da es sich um eine experimentelle Funktion handelt, kann Samsung den Dienst über künftige Softwareaktualisierungen modifizieren oder wieder entfernen.