Samsung integriert Gemini Enterprise: KI-Automatisierung ab Juli

Samsung integriert Googles Gemini Enterprise in die DX-Sparte, um Arbeitsprozesse durch KI-Agenten zu automatisieren und internes Wissen zu vernetzen.

Samsung integriert die „Gemini Enterprise“-Plattform von Google in die Device-eXperience-Sparte, um interne Arbeitsprozesse durch agentische Künstliche Intelligenz grundlegend zu automatisieren.

Der Rollout begann am 13. Juli 2026 und markiert die bisher umfangreichste Implementierung dieser Technologie in Südkorea. Für Samsung ist dieser Schritt ein zentraler Pfeiler der unternehmensweiten „Artificial Intelligence Transformation“-Initiative, kurz AX. Die Mitarbeiter der DX-Sparte erhalten damit ein zentrales Werkzeug, um internes Wissen in Echtzeit zu durchsuchen und zu verknüpfen. Um die Datensicherheit zu gewährleisten, läuft der Dienst innerhalb einer dedizierten Google-Cloud-Umgebung.

Strategischer Mix statt Exklusivität

Samsung setzt bei seiner KI-Strategie auf mehrere Anbieter. Während Gemini für Systemintegrationen und agentische Arbeitsabläufe genutzt wird, setzt der Elektronikriese für spezialisierte Aufgaben wie Programmierung und komplexes logisches Denken bereits seit Anfang des Jahres auf Lösungen von OpenAI.

Auf der Konferenz „Google AI for Business 2026“, die am heutigen Dienstag in Seoul stattfand, betonte Google Cloud Korea die Bedeutung der eigenen „Full-Stack“-Infrastruktur. Diese umfasst neben den Gemini-Modellen auch spezialisierte Hardware wie die Tensor Processing Units (TPUs).

Wettbewerb um den KI-Markt

Im Ringen um Marktanteile bei KI-Schnittstellen (APIs) liegt Google derzeit auf dem dritten Platz. Mit einem Anteil von 21 Prozent rangiert das Unternehmen hinter Anthropic mit 40 Prozent und OpenAI mit 27 Prozent. Neben Samsung setzen in Südkorea bereits Unternehmen wie CJ Olive Young, Kakao Bank und Weverse auf die Gemini-Plattform.

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Der Bedarf an solchen Werkzeugen wächst rasant. Laut Yoon Gu, dem Präsidenten von Google Korea, nutzen mittlerweile 76 Prozent der südkoreanischen Verbraucher KI-gestützte Suchen als erste Anlaufstelle für Produktideen.

Werkzeuge für die Belegschaft

Ein Kernfeature der Plattform ist der „Agent Designer“. Er ermöglicht es Mitarbeitern ohne Programmierkenntnisse, mittels einer Low-Code-Oberfläche eigene KI-Agenten zu erstellen. Zudem bietet Google Sicherheitsfunktionen wie „Model Armor“ an, um sensible Unternehmensdaten zu schützen. Entwickler können zudem auf das Modell Gemini Pro zugreifen, das nun ein Kontextfenster von zwei Millionen Token unterstützt und komplexe Interaktionen mit Benutzeroberflächen beherrscht.

Neue Anforderungen an die Sicherheit

Die zunehmende Verbreitung von generativer KI verändert auch die Arbeitswelt und die Sicherheitslage. Eine aktuelle Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zeigt, dass in der ASEAN-Region fast 80 Millionen Arbeitsplätze – rund 22,9 Prozent – von der Technologie beeinflusst werden. In Singapur liegt dieser Wert sogar bei 42,2 Prozent.

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Gleichzeitig warnt Google vor einer neuen Geschwindigkeit bei Cyberangriffen. Der aktuelle Sicherheitsbericht verdeutlicht, dass Angreifer nach der Erstkompromittierung eines Systems im Schnitt nur noch 22 Sekunden benötigen, um Zugriff an Ransomware-Gruppen weiterzugeben. Als Antwort darauf setzt Google verstärkt auf „agentische Verteidigungsstrategien“ und eine kontinuierliche Überprüfung der Sicherheitsinfrastruktur.