Samsung Intelligent Eyewear: KI-Brille soll im November 2026 starten

Zwei Samsung-Brillenmodelle durchliefen die US-Zulassung; der Konzern plant den Verkaufsstart im November 2026.

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Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung Electronics bereitet den Markteintritt seiner ersten KI-gestützten Brille vor. Das unter dem Namen „Intelligent Eyewear“ entwickelte Gerät hat die Zulassung der US-amerikanischen Federal Communications Commission (FCC) durchlaufen. Branchenberichten zufolge wird der offizielle Marktstart für November 2026 erwartet.

Zulassungsdetails und technische Spezifikationen

Die FCC erteilte die Gerätezulassung für zwei Samsung-Modelle mit den Kennungen A3LSMO200P und A3LSMO200J, die in den Unterlagen explizit als „Smart Glasses“ oder „Extended Reality Glasses“ bezeichnet werden. Die Anträge wurden bereits im Juli eingereicht. Die Prüfung erfolgte durch Element Materials Technology Washington DC LLC in Columbia, Maryland.

Den Dokumenten zufolge unterstützen die Brillen verschiedene Frequenzbänder, darunter Bluetooth und Wi-Fi im Bereich von 2,4 GHz sowie mehrere 5-GHz-Blöcke. Zudem ist die Unterstützung für Wi-Fi 6E im Frequenzbereich von 5935–7115 MHz vorgesehen.

Eine Integration von Mobilfunkstandards wie LTE oder 5G NR ist den Unterlagen hingegen nicht zu entnehmen. Die maximale Sendeleistung wurde je nach Frequenzband mit Werten zwischen 0,0044 W EIRP und 0,382 W angegeben.

Für das Design SM-O200P wurden SAR-Werte von 0,13 W/kg am Kopf und 0,34 W/kg am Körper dokumentiert, während das Modell SM-O200J Werte zwischen 0,13 und 0,59 W/kg (Kopf) sowie 0,35 bis 0,78 W/kg (Körper) aufweist. Samsung hält Hardware-Fotos sowie Handbücher und interne Details bis Ende März 2027 unter Verschluss.

Funktionsumfang und Hardwareschnittstellen

Die Intelligent Eyewear verzichtet nach aktuellen Informationen auf ein integriertes Display. Die Umgebungserfassung erfolgt über eine 12-Megapixel-Frontkamera mit Sony-Sensor sowie mehrere Mikrofone mit Rauschunterdrückung. Die Verarbeitung der Daten übernimmt Google Gemini auf einem gekoppelten Galaxy-Smartphone, während die Audioausgabe über Open-Ear-Lautsprecher erfolgt. Als Prozessor wird der Qualcomm Snapdragon AR1 Gen 1 erwartet.

Zu den zentralen Funktionen zählen Sprachsteuerung über Google Gemini, Echtzeit-Übersetzungen, Navigation sowie visuelle Kontextsuche und freihändiges Fotografieren. Die Steuerung soll zudem über die Galaxy Watch möglich sein.

Samsung gab bereits im Juli eine Vorschau auf das Gerät, wobei eine Akkulaufzeit von bis zu 9 Stunden pro Ladung sowie ein Ladeetui für bis zu sieben zusätzliche Vollladungen in Aussicht gestellt wurden. Ein FCC-Label deutet auf eine Ladeleistung von 5 Watt hin.

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Designkooperationen und Wettbewerbsumfeld

Samsung arbeitet bei der Gestaltung der Brillen offenbar mit Partnern zusammen. Berichten zufolge wird das J-Design dem Anbieter Gentle Monster und das P-Design dem Unternehmen Warby Parker zugeordnet, wobei Samsung diese Kooperationen noch nicht offiziell bestätigt hat. Die Brillen sollen in verschiedenen Formen als Korrektur- und Sonnenbrillen erscheinen und sowohl Android- als auch iOS-Geräte unterstützen.

Das Gewichtsziel der Brille soll laut Medienberichten bei etwa 46 Gramm liegen, was sie leichter als vergleichbare Konkurrenzprodukte positionieren würde. Experten erwarten eine Preisgestaltung, die sich am Marktsegment vergleichbarer KI-Brillen orientiert.

Der Markteintritt erfolgt in einer Phase starken Wachstums. Laut Counterpoint Research stiegen die weltweiten Auslieferungen von KI-Brillen im ersten Halbjahr 2026 um 263 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei entfallen 96 % des Volumens auf displaylose Modelle. Aktuell dominiert Meta dieses Segment mit einem Marktanteil von rund 94 %.

Datenschutz und regulatorische Rahmenbedingungen

Um den Datenschutz zu gewährleisten, verfügt die Intelligent Eyewear über Indikator-LEDs an der Innen- und Außenseite, die eine aktive Aufnahme signalisieren. Eine mechanische Verdeckung der externen LED soll die Kamera automatisch deaktivieren.

In Südkorea begleiten staatliche Stellen die Entwicklung kritisch. Die Personal Information Protection Commission traf sich bereits im Juli mit Vertretern von Samsung, und das Ministerium für Wissenschaft und IKT begann im September mit der Erarbeitung von Leitlinien für die Sicherheit und den Datenschutz bei derartigen Technologieentwicklungen.

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Ein Samsung-Vertreter bestätigte gegenüber Medien, dass der Start des Geräts, das als erstes Modell des Herstellers mit Google Android XR läuft, für November 2026 geplant ist.