Samsung One UI 8.5: KI-Sound-Revolution startet Ende April

Samsung bringt mit One UI 8.5 KI-gesteuerte Live-Audio-Optimierung und Android 16 auf die Galaxy-S25-Serie.

April 2026 das stabile Update auf One UI 8.5 – mit Echtzeit-KI für besseren Sound und Android 16 an Bord.**

Der südkoreanische Elektronikkonzern markiert damit einen Meilenstein in der Entwicklung seines mobilen Audio-Ökosystems. Die Grundlagen für hochauflösenden kabellosen Klang legte Samsung bereits mit dem Ultra High Quality (UHQ)-Codec in One UI 6.1.1. Doch die neue Softwareversion geht weit darüber hinaus: Statt statischer Einstellungen kommen jetzt KI-gesteuerte Echtzeit-Anpassungen zum Einsatz.

Anzeige

Passend zum neuen One UI Update stellt sich für Samsung-Nutzer die Frage nach der optimalen Absicherung ihrer persönlichen Daten auf dem Gerät. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt in 5 einfachen Schritten, wie Sie Ihr Android-Smartphone effektiv vor Hackern, Viren und Internet-Kriminalität schützen. 5 Schutzmaßnahmen jetzt entdecken

Das Update startet zunächst für die Galaxy S25-Serie in Südkorea. Internationale Märkte, darunter auch Europa, sollen Anfang Mai 2026 folgen. One UI 8.5 dient zudem als Vehikel für Android 16 und bringt erweiterte Sound-Tools auf ältere Geräte, die bislang den Flaggschiffen der Galaxy S26-Serie vorbehalten waren.

Enhanced Audio Eraser: Sechs Soundquellen in Echtzeit trennen

Das Herzstück des April-Updates ist der „Enhanced Audio Eraser“ – eine Weiterentwicklung der „Boost Dialogue“-Funktion aus dem Sommer 2024. Was damals nur Stimmen in aufgenommenen Videos verstärkte, kann jetzt Live-Sound für Streaming-Inhalte optimieren. Samsung bestätigt Mitte April 2026, dass die Technologie nun auch Drittanbieter-Plattformen wie YouTube, Netflix und Instagram unterstützt.

Die KI-Sound-Engine identifiziert und isoliert eigenständig sechs verschiedene Klangtypen: Stimmen, Musik, Wind, Naturgeräusche, Menschenmengen und allgemeine Hintergrundgeräusche. Nutzer können die Lautstärke dieser Elemente über einen „Stärke“-Regler im Schnellbedienfeld justieren – während das Medium läuft.

Branchenbeobachter sehen in diesem Schritt von der nachträglichen Bearbeitung hin zum Live-Audio-Management einen Quantensprung in der Computer-Akustik. Die Funktion ist nicht mehr auf native Apps wie Galerie oder Sprachrekorder beschränkt, sondern fungiert als systemweiter Filter. So lassen sich Dialoge in lauten Umgebungen priorisieren – ganz ohne Untertitel.

Interessant für Besitzer älterer Geräte: Interne Builds aus Ende April 2026 deuten darauf hin, dass die Echtzeit-Funktion, ursprünglich ein Exklusiv-Feature des Galaxy S26, auf die Galaxy S24- und S25-Serie zurückportiert wird. Samsung verfolgt damit die Strategie, KI-verbesserten Sound in der gesamten Produktpalette zu standardisieren.

SSC UHQ: Der High-Res-Codec wird zum Standard

Der aktuell Standard für hochauflösendes Audio auf Samsung-Geräten bleibt der Samsung Seamless Codec Ultra High Quality (SSC UHQ). Seit seiner Einführung mit One UI 6.1.1 im Jahr 2024 unterstützt das Protokoll 24-Bit/96kHz-Audioqualität – eine deutlich höhere Abtastrate und Bittiefe als die gängigen SBC- oder AAC-Codecs.

Der SSC UHQ-Codec arbeitet mit dynamischer Bitratenanpassung, typischerweise zwischen 88 kbps und 512 kbps. Samsung hat zwar keine offizielle maximale Bitrate für die aktuellsten Updates veröffentlicht, doch der Codec ist darauf ausgelegt, in überlasteten Funkumgebungen stabil zu bleiben, indem er die Leistung in Echtzeit skaliert.

Die Kompatibilität erstreckt sich über mehrere Hardware-Generationen:

  • Smartphones: Galaxy S23, S24, S25 und S26-Serie
  • Foldables: Galaxy Z Fold5, Z Flip5 sowie alle Nachfolger inklusive Z TriFold
  • Tablets: Galaxy Tab S9-Serie und neuer
  • Kopfhörer: Galaxy Buds 3, Buds 3 Pro sowie die kürzlich erschienenen Galaxy Buds 4 und Buds 4 Pro

Die Galaxy Buds 4-Serie optimiert diesen Standard zusätzlich durch Hardware-Verbesserungen. Die Buds 4 Pro verfügen über einen breiteren Woofer, der die effektive Lautsprecher-Membranfläche um knapp 20 Prozent im Vergleich zu den 2024er-Modellen vergrößert. Diese Verfeinerungen arbeiten mit den SSC-UHQ-Algorithmen zusammen und liefern laut Akustikingenieuren ein natürlicheres Klangprofil mit satteren Höhen und saubereren Bässen.

Firmware-Updates: Stabilität und Konnektivität im Fokus

Parallel zum großen OS-Update rollte Samsung Mitte April 2026 spezifische Firmware-Updates für seine Wearable-Reihe aus. Am 13. April 2026 erhielten die Galaxy Buds 3 und Buds 3 Pro in Südkorea ein Stabilitäts-Patch (Version endend auf AZD1). Dieses Update, das am 17. April 2026 auch auf die Galaxy Buds 3 FE ausgeweitet wurde, optimiert die Klangausgabe und verbessert die Bluetooth-Konnektivität.

Das April-Sicherheitsupdate erreichte zudem mehrere Mittelklasse- und ältere Geräte. Das Galaxy A56 und das Galaxy Tab S10 wurden in der dritten Aprilwoche mit diesen Patches versorgt. Diese Updates gelten als Vorbereitung für den breiteren One UI 8.5-Rollout, um sicherzustellen, dass der zugrunde liegende Bluetooth-Stack für die kommenden KI-Audio-Tools optimiert ist.

Anzeige

Während Samsung die neuesten Features ausrollt, bleiben Sicherheitslücken bei veralteten Systemen oft ein unterschätztes Risiko für Ihre Daten. Dieser kostenlose PDF-Ratgeber klärt auf, was wirklich auf Ihrem Smartphone passiert, wenn Sie Updates ignorieren, und wie Sie Sicherheitslücken dauerhaft schließen. Kostenlosen PDF-Ratgeber herunterladen

Der Blick nach vorn: Verlustfreier Sound als nächstes Ziel

Während Samsung seinen proprietären SSC-UHQ-Codec weiter verfeinert, zeichnen sich branchenweite Veränderungen ab. Im März 2026 wurde bekannt, dass die Bluetooth Special Interest Group (SIG) an nativer Unterstützung für hochauflösenden und verlustfreien Audio arbeitet – ohne proprietäre Codecs wie LDAC oder aptX Lossless.

Sollten diese Standards angenommen werden, könnte Samsung sich von lizenzintensiven Technologien verabschieden, was zu günstigerer High-Fidelity-Hardware führen würde. Derzeit bleibt verlustfreier Audio über Bluetooth aufgrund von Bitraten-Begrenzungen und Umgebungsstörungen eine Herausforderung. Doch Samsungs Beteiligung an diesen Zukunftsdiskussionen deutet darauf hin, dass das mit One UI 6.1.1 gelegte Audio-Fundament nur ein Sprungbrett für eine offenere Zukunft mit höheren Bitraten ist.

Die Integration von Perplexity-gestütztem Bixby und On-Device-KI-Tools in One UI 8.5 zeigt zudem: Audio wird nicht länger als isolierte Funktion behandelt. Stattdessen wird es in das „Ambient Design“ der Benutzeroberfläche eingewebt, wo Klanganpassungen genauso zugänglich und intuitiv sind wie Helligkeits- oder Lautstärkeregler.

Ausblick: One UI 9 Beta in Sicht

Nach Abschluss des One UI 8.5-Rollouts im späten Frühjahr 2026 dürfte der Fokus auf das One UI 9 Beta-Programm umschwenken. Der Umstieg auf Android 16 als Basis für One UI 8.5 hat die Auslieferung neuer Funktionen an ältere Hardware beschleunigt und die Kluft zwischen Flaggschiff- und Mittelklasse-Erlebnissen verkleinert.

Für Audiophile im Galaxy-Ökosystem bietet die Kombination aus SSC-UHQ-Codec und den neuen Echtzeit-KI-Filtern ein vielseitiges Werkzeug für den Medienkonsum. Mit den finalen stabilen Builds von One UI 8.5, die für Mai 2026 in den meisten globalen Märkten geplant sind, können Samsung-Nutzer eine konsistentere und technisch leistungsfähigere Audio-Umgebung auf ihren vernetzten Geräten erwarten.