Samsung One UI: Versteckte Einstellungen sparen Akku und schützen Daten

Verborgene One-UI-Werkzeuge helfen, WLAN-Verbindungen zu prüfen, den Akku zu schonen und mobile Daten sowie App-Zugriffe zu kontrollieren.

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Moderne Smartphones bieten ab Werk zahlreiche Komfortfunktionen, beanspruchen dadurch jedoch oft unberücksichtigt Rechenleistung, Datenvolumen und Energiereserven. Aktuelle Anleitungen zeigen auf, wie Nutzer über teils tief im System verborgene Menüs von Samsungs Benutzeroberfläche One UI die Kameraleistung verbessern, Akkulaufzeiten verlängern, Hintergrundaktivitäten begrenzen und persönliche Daten effektiver schützen können.

Netzwerkdiagnose über versteckte Entwickleroptionen

Eine zentrale Optimierungsmöglichkeit betrifft die drahtlose Verbindung. In One UI lässt sich ein verdecktes Diagnosemenü freischalten: Über den Pfad von den Einstellungen über Verbindungen und WLAN zu den drei Menüpunkten sowie dem Unterpunkt für intelligentes WLAN öffnet ein siebenmaliges Antippen der Versionsnummer die sogenannten Connectivity Labs.

Dieses Werkzeug zeigt unter anderem die Signalstärke in Echtzeit in Dezibel-Milliwatt (dBm) an. Werte zwischen -30 und -50 dBm gelten dabei als exzellent, während Werte zwischen -60 und -70 dBm lediglich ein durchschnittliches Surferlebnis ermöglichen. Sinkt das Signal unter -70 dBm, drohen kritische Verbindungsverluste.

In einem Test von ZDNet führte ein Signalabfall auf -70 bis -80 dBm am Schreibtisch zu massiven Geschwindigkeitseinbrüchen, während im gegenüberliegenden 5-GHz-Bereich -40 bis -60 dBm gemessen wurden. Eine Neupositionierung von Router und Repeater brachte im Test ohne zusätzliche Hardwarekosten ein Plus von 100 Mbps beim Download und 50 Mbps beim Upload.

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Für Geräte anderer Hersteller steht alternativ die Anwendung WiFiman bereit. Die bereits seit One UI 5 integrierten Connectivity Labs bieten zudem wöchentliche Netzwerkstatistiken sowie eine Prüfung des Heimnetzwerks. Über die dortigen Entwickleroptionen lässt sich zudem das Scan-Intervall für Funknetzwerke anpassen, was den Akku schont.

Akkuschonung durch Begrenzung von Ladezyklen

Ein weiterer Hebel zur Verlängerung der Gerätelebensdauer liegt beim Lademanagement. Das dauerhafte Verweilen auf dem maximalen Ladestand von 100 Prozent bei einer Spannung von etwa 4,4 Volt über sechs bis acht Stunden während der Nacht gilt als schädlich für Lithium-Ionen-Akkus.

One UI bietet hierfür Schutzmechanismen unter den Akkueinstellungen. Ein Schild-Symbol signalisiert die aktive Überwachung. Über die maximale Schutzoption lässt sich der Ladevorgang fest auf Werte von 80, 85, 90 oder 95 Prozent deckeln, wobei Experten häufig ein Limit von 80 Prozent empfehlen.

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Alternativ pausiert die Funktion für den Schutz während der Schlafenszeit das Laden bei 80 Prozent und speist die verbleibenden 20 Prozent erst kurz vor dem Weckerklingeln ein, sodass die Zeit bei Maximalspannung auf rund 20 Minuten verkürzt wird. Auch das Deaktivieren des kabellosen Schnellladens über Nacht trägt zur Schonung der Energiespeicher bei.

Kontrolle über Mobilfunkdaten und Systemressourcen

Um unerwünschten Verbrauch von Mobilfunkdaten ohne aktive Nutzung zu verhindern, empfiehlt sich die Deaktivierung der Hintergrund-Datennutzung für ungenutzte Anwendungen im App-Management. Ergänzend helfen das Abschalten von automatisch abspielenden Videos auf Plattformen wie Facebook, Instagram oder YouTube sowie die Beschränkung von App-Updates im Play Store auf reine WLAN-Verbindungen.

Über den Menüpunkt der Datennutzung lassen sich zudem feste Datenwarnungen und automatische Limits einrichten, die bei Erreichen eines Schwellenwerts die mobile Verbindung kappen. Samsung weist darauf hin, dass die geräteeigenen Verbrauchszahlen Schätzungen darstellen und bis zu einem Monat für eine präzise Erfassung benötigen können.

Zusätzliche Anpassungen erlauben die Wahl des bevorzugten Netzwerkmodus: Bei instabiler Abdeckung kann das feste Einstellen auf ältere Standards wie 3G stabiler arbeiten als schwankende 4G- oder 5G-Signale, während reiner 2G-Betrieb den Stromverbrauch senkt.

Bei One UI 9 erweitert sich die Datenkontrolle zudem um die Möglichkeit, einzelnen Anwendungen den Internetzugang vollständig zu sperren, während neue Datenschutz-Warnungen übermäßigen Zugriff auf präzise Standorte und unnötige Hintergrundberechtigungen sichtbar machen.