Die Hardware-Hersteller bringen im Juli eine neue Generation von Speicherlösungen auf den Markt – von extrem schnellen PCIe-6.0-Laufwerken für KI-Rechenzentren bis zu mobilen Backups für Verbraucher. Der Trend geht zu höheren Datenraten und besserem Schutz für persönliche Daten.
Samsung startet Massenproduktion von PCIe-6.0-SSDs
Samsung hat am 8. Juli die Serienfertigung seiner PM1763 PCIe-6.0-SSD gestartet. Das 16-Terabyte-Laufwerk ist speziell für KI-Rechenzentren konzipiert und erreicht sequenzielle Lesegeschwindigkeiten von bis zu 28.400 MB/s. Schreibvorgänge bewältigt es mit 21.900 MB/s. Ein 40 Gigabyte großes Sprachmodell lädt sich damit in nur 1,4 Sekunden.
Die technischen Eckdaten können sich sehen lassen: Ein 4-Nanometer-Controller und die neunte Generation der V-NAND-Technologie sorgen für eine 1,8-fach verbesserte Energieeffizienz. Zur Ausstattung gehören Flüssigkeitskühlung und Post-Quanten-Kryptographie. Samsung plant bereits größere Versionen mit 30,72 und 61,44 Terabyte.
Neue NAS-Systeme für Unternehmen und Heimnetzwerke
Im Bereich der Netzwerkspeicher (NAS) hat Ubiquiti sein Enterprise NAS (ENAS) vorgestellt. Das System bietet 16 Einschübe und wird von einem 8-Kern-ARM-Neoverse-N2-Prozessor mit 64 Gigabyte ECC-RAM angetrieben. Zwei 25-GbE-SFP28-Ports und ZFS-Dateisystem für Datenintegrität gehören zur Grundausstattung. Das System ist auf über ein Petabyte erweiterbar – und das ohne laufende Lizenzgebühren.
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Für kleinere Anwendungen empfiehlt sich das UGREEN NASync DXP2800 GT. Das Zwei-Einschub-NAS kostet rund 660 Euro und arbeitet mit einem AMD Ryzen Embedded R2514-Prozessor sowie 8 Gigabyte DDR4-Arbeitsspeicher. Zwei M.2-NVMe-Steckplätze und ein 10-GbE-Anschluss machen es zukunftssicher.
Spitzenleistungen bei portablen und Gaming-SSDs
Aktuelle Tests vom 13. Juli zeigen klare Favoriten für verschiedene Einsatzzwecke. Die Samsung 9100 PRO führt das PCIe-5.0-Segment mit Lesegeschwindigkeiten von 14.700 MB/s an. Für PCIe 4.0 bleibt die Samsung 990 PRO mit 2TB die erste Wahl für Gamer – 7.450 MB/s Lesetempo und fünf Jahre Garantie sprechen für sich.
SanDisk hat sein mobiles Sortiment überarbeitet. Die Extreme Portable SSD erreicht 2.000 MB/s, die PRO-Version sogar 4.000 MB/s. Die Preise starten bei etwa 260 Euro für ein Terabyte. Beide Modelle sind nach IP65 gegen Wasser und Staub geschützt und bieten 256-Bit-AES-Hardwareverschlüsselung. Neu ist ein spezielles Phone-Drive für iPhones mit USB-C- und Lightning-Anschluss, das bis zu 256 Gigabyte für mobile Dateiübertragungen bereithält.
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Große Festplatten und clevere Backup-Strategien
Ein Vergleich von 16-Terabyte-Externfestplatten vom 12. Juli zeigt die Oyen Digital Novus als Spitzenreiter. Mit 7.200 U/min erreicht sie 270 MB/s über USB-C 3.2. Weitere empfehlenswerte Modelle sind die Glyph BlackBox Pro und die WD Elements. Nach der Formatierung bleiben von den 16 Terabyte etwa 14,5 TB nutzbarer Speicher.
Sicherheitsexperten empfehlen SSD-Nutzern eine „kalte“ Backup-Strategie gegen Ransomware und versehentliches Löschen: Das Backup-Laufwerk wird nur einmal jährlich für eine vollständige Systemsicherung angeschlossen. Wer kontinuierlich sichern möchte, findet in der WD My Passport 5TB für rund 240 Euro eine gute Lösung mit integrierter Backup-Software und Hardware-Passwortschutz.
Für Selbstbauer gibt es das Asus ROG Strix Aiolos M.2-Gehäuse für rund 59 Euro. Es unterstützt USB-C 3.2 Gen2x2 mit bis zu 20 Gbit/s und kombiniert Metallgehäuse mit RGB-Beleuchtung.

