Samsung schließt 37 Lücken im Februar-Sicherheitspatch

Samsung veröffentlicht ein kritisches Sicherheitsupdate, um Millionen Galaxy-Nutzer vor einer aktuellen, aggressiven Betrugswelle zu schützen. Der Patch behebt Schwachstellen und stärkt integrierte Schutzfunktionen.

Samsung verteilt ein kritisches Sicherheitsupdate für Millionen Galaxy-Geräte. Der Patch für Februar 2026 schließt 37 Schwachstellen und soll Nutzer besser vor der aktuellen Betrugswelle schützen. Diese wird von Verbraucherschützern als besonders aggressiv eingestuft.

So trickst die neue Betrugswelle

Cyberkriminelle setzen in Deutschland zunehmend auf psychologischen Druck und täuschend echte Nachrichten. Aktuell kursieren Phishing-Mails, die eine angebliche Kontosperrung bei OpenAI androhen. Parallel fordern gefälschte SMS von Finanzbehörden oder Paketdiensten zur Datenpreisgabe auf.

Der klassische „Hallo Mama“-Betrug über WhatsApp bleibt ebenfalls weit verbreitet. Sogar in der offiziellen Samsung Community-App wurden bereits seriös wirkende Sicherheitshinweise missbraucht, um Nutzer auf gefälschte Login-Seiten zu locken. Die Methoden werden immer raffinierter.

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Das steckt im kritischen Update

Das Februar-Update behebt insgesamt 37 Sicherheitslücken. 25 davon stammen von Google und betreffen das Android-Betriebssystem. Die restlichen 12 sind spezifische Schwachstellen in Samsungs eigener One UI-Software.

Die Samsung-spezifischen Korrekturen härten sensible Systembereiche:
* Samsung Dialer & Einstellungen: Verhindern unbefugten lokalen Zugriff.
* Knox Guard Manager & „Emergency Sharing“: Stärken die Integrität sicherheitskritischer Funktionen.
* Biometrische Systeme: Verfeinern den Schutz von Fingerabdruck- und Gesichtserkennung gegen Umgehungsversuche.

Das Update rollt schrittweise für Galaxy-Geräte mit Android 14 bis 16 aus.

Diese Bordmittel sollten Sie aktivieren

Neben dem Patch bietet Samsung starke, integrierte Schutzfunktionen. Der Auto Blocker (verfügbar ab One UI 6) ist ein zentrales Tool. Er blockiert die Installation von Apps aus unsicheren Quellen und unterbindet Software-Updates via USB-Kabel.

Eine unsichtbare, aber wirkungsvolle Verteidigungslinie ist Samsung Message Guard. Die Technologie agiert wie eine virtuelle Quarantäne für empfangene Bilddateien. Sie isoliert und prüft Bilder auf versteckten Schadcode, bevor sie dem System zugänglich gemacht werden. So schützt sie vor „Zero-Click-Exploits“, die bereits durch das bloße Empfangen einer manipulierten Datei ausgelöst werden können.

KI treibt das Wettrüsten an

Die aktuelle Betrugswelle ist Teil eines größeren Trends: Kriminelle nutzen zunehmend generative KI, um massenhaft personalisierte und täuschend echte Phishing-Nachrichten zu erstellen. Das beschleunigt das Wettrüsten zwischen Angreifern und Verteidigern.

Samsungs Verteidigungsstrategie setzt daher auf mehrere Ebenen: die hardwarebasierte Sicherheitsplattform Knox, spezifische Software-Features wie den Auto Blocker und kontinuierliche monatliche Patches. Eine immer wichtigere Rolle spielt die On-Device-KI, die Bedrohungen lokal erkennt, ohne dass Daten das Gerät verlassen.

Nächster Schritt: KI warnt vor Betrugsanrufen

Die nächste Generation des Schutzes könnte noch smarter werden. Berichten zufolge plant Samsung, Googles fortschrittliche Scam Detection in zukünftigen Geräten wie der Galaxy S26-Serie zu integrieren. Diese auf dem Gerät laufende KI analysiert Telefongespräche in Echtzeit und warnt den Nutzer bei typischen Betrugsmustern.

In Südkorea testet Samsung bereits eine Funktion zur Erkennung von KI-geklonten Stimmen. Für Nutzer bedeutet das: Ihre Smartphones werden in Zukunft noch proaktiver vor den sich ständig wandelnden Methoden der Cyberkriminellen schützen.