Die nächste Software-Generation kommt – aber nicht für alle. Samsung hat den Startschuss für das One-UI-9-Beta-Programm gegeben, das auf Android 17 basiert. Für Besitzer der Galaxy-S22-Serie und der vierten Faltgeneration bedeutet das: Sie bleiben außen vor.
Der südkoreanische Konzern hat offiziell bestätigt, welche Geräte keine weiteren großen Betriebssystem-Updates mehr erhalten werden. Neben der Galaxy-S22-Reihe (Standard, Plus und Ultra) sind auch das Galaxy Z Fold 4 und das Galaxy Z Flip 4 sowie die Galaxy-Tab-S8-Serie betroffen. Diese Modelle haben das Ende ihres Major-Update-Zyklus erreicht.
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Zwar werden die Geräte weiterhin mit kritischen Sicherheitspatches versorgt – allerdings dürfte die Häufigkeit dieser Aktualisierungen mit der Zeit abnehmen. Der Schritt verdeutlicht den natürlichen Lebenszyklus von Mobilgeräten: Hersteller konzentrieren ihre Ressourcen zunehmend auf Hardware, die die rechenintensiven Anforderungen neuer Software – insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz – bewältigen kann.
Beta-Phase für Galaxy S26 gestartet
Der Fahrplan für die nächste Software-Generation wurde Anfang Mai konkreter. Am 13. Mai 2026 startete die One-UI-9-Beta offiziell für die Galaxy-S26-Serie. Erste Testläufe laufen in den USA, Großbritannien, Deutschland und Südkorea. Enthusiasten und Entwickler können so die Stabilität der neuen Oberfläche prüfen, bevor der breite Rollout beginnt.
Eine zweite Phase der Beta ist für den 26. Mai 2026 geplant. Dann sollen Nutzer in Indien und Polen folgen. Diese gestaffelte Einführung ist typisch für Samsung: Regionale Unterschiede bei Netzinfrastruktur und Sprachlokalisierung werden so vor dem globalen Release ausgebügelt.
One UI 8.5 als letzte große Brücke für S24 und S25
Während ältere Geräte ihre OS-Upgrade-Pflicht erfüllt haben, arbeitet Samsung weiter an der Software für seine aktuellen Flaggschiffe. Am 15. Mai 2026 begann der Rollout des stabilen One UI 8.5 für die Galaxy-S25- und Galaxy-S24-Serie in den USA. Das Update bringt über 4 Gigabyte an Neuerungen mit – eine bedeutende Zwischenstation vor dem Wechsel zu Android 17.
Zu den Highlights gehören verbesserte Galaxy-AI-Funktionen, eine intelligentere Version des Bixby-Assistenten und eine aktualisierte Quick-Share-Funktion mit AirDrop-Kompatibilität. Auch ein überarbeitetes Batterie-Symbol und verbesserte Diebstahlschutzmaßnahmen sind an Bord. Für Besitzer der S24- und S25-Serie ist dies der aktuelle Höhepunkt der Samsung-Software-Erfahrung.
Android 17: KI-gesteuerte Autonomie mit hohen Hardware-Hürden
Der Wechsel zu Android 17 und One UI 9 wird vor allem durch einen massiven Sprung bei der geräteinternen Intelligenz angetrieben. Das neue Betriebssystem setzt auf Gemini Intelligence, das app-übergreifende Aktionen ermöglicht. Die Software kann komplexe Aufgaben selbstständig erledigen – etwa Artikel aus einer digitalen Einkaufsliste automatisch in den Warenkorb einer bestimmten Einzelhandels-App legen.
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Ein weiteres Highlight: Agentisches Browsen in Chrome, das eigenständig Aktionen wie das Buchen eines Parkplatzes ausführen kann. Doch diese Fortschritte haben ihren Preis. Branchenanalysten betonen, dass die nativen Large-Language-Model-Fähigkeiten von Android 17 auf Hochleistungs-Chips wie den Snapdragon 8 Elite optimiert sind.
Weitere Funktionen des neuen Betriebssystems:
- Bank-Betrugsschutz: KI erkennt und beendet betrügerische Anrufe automatisch
- Rambler-Spracheingabe: Kontextbewusste Diktierfunktion, die Füllwörter herausfiltert
- Erweiterte Sicherheit: Blockierung riskanter Apps und OTP-Schutz auf Systemebene
- Oberflächen-Verfeinerungen: Überarbeitetes Schnellbedienfeld und schwebende App-Bubbles
Was der Ausschluss für Nutzer bedeutet
Die Entscheidung spiegelt das rasante Tempo der mobilen Innovation wider – insbesondere bei der KI-Integration. Die S22-Serie war bei ihrem Start hochgelobt, doch die Rechenleistung für „agentische“ KI-Aufgaben übersteigt die Fähigkeiten älterer Chipsätze. Samsung fokussiert seine Entwicklung offenbar auf Hardware, die das Gemini-gesteuerte Ökosystem voll unterstützen kann.
Dieser Übergang findet in einer Zeit statt, in der die Branche insgesamt zu längeren Support-Zeiträumen für die neuesten Geräte tendiert. Während die S22-Serie einen vierjährigen Major-Update-Pfad durchläuft, sollen neuere Modelle der S24- und S26-Linien von noch längeren Verpflichtungen profitieren. Für Besitzer der ausgeschlossenen Geräte bedeutet der Verzicht auf One UI 9: Sie werden das Material-3-Redesign von Android Auto und die „Pause Point“-Funktion verpassen, die mit Atemübungen die Nutzung ablenkender Apps unterbricht.
Ausblick: Stabiles Release im Juli erwartet
Das One-UI-9-Beta-Programm wird den Frühling und Frühsommer über fortgesetzt, während Samsung die Oberfläche verfeinert und die Kompatibilität mit verschiedenen regionalen Netzbetreibern sicherstellt. Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass die stabile Version von One UI 9 im Juli 2026 erscheint.
Dieser stabile Rollout wird voraussichtlich mit dem Debüt der nächsten Faltgeneration zusammenfallen – wahrscheinlich dem Galaxy Z Fold 8 und dem Galaxy Z Flip 8. Diese Geräte sollen die vollen Fähigkeiten von Android 17 und Samsungs KI-zentrierter Software demonstrieren. Für Besitzer der Galaxy-S26-, S25- und S24-Serie folgt das Update kurz nach dem neuen Hardware-Launch. Nutzer der S22-Serie und der vierten Faltgeneration bleiben dagegen auf One UI 8.x – das Ende ihrer Reise durch große Android-Updates ist besiegelt.

