Samsung-Sicherheitsupdate: 24 eigene Schwachstellen im Galaxy-System geschlossen

Das am 2. November vorgestellte Paket korrigiert Android-, Galaxy- und Exynos-Schwachstellen; die schrittweise Verteilung steht noch aus.

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Samsung hat am 2. November 2026 die Details zu seinem Sicherheitsupdate für November 2026 bekannt gegeben. Die Aktualisierung behebt eine Vielzahl von Sicherheitslücken in Smartphones und Tablets der Galaxy-Reihe.

Je nach Zählweise und berücksichtigten Software-Ebenen reichen die Angaben zu den insgesamt adressierten Schwachstellen von 179 bis über 200, während andere Berichte von über 160 geschlossenen Schwachstellen in Android- sowie Galaxy-Hard- und -Software sprechen.

Kritische Schwachstellen im Android-Basissystem

Ein wesentlicher Teil des Pakets stammt direkt von Google. Das Google Android Bulletin listet 178 Fehlerkorrekturen auf, aufgeteilt in 20 kritische, 157 hoch eingestufte und eine moderate Sicherheitslücke.

Andere Zählweisen weichen leicht voneinander ab: Das italienische CSIRT (ACN) nennt für Google-Komponenten 149 Schwachstellen mit 12 kritischen und 137 hohen Einstufungen, während Veröffentlichungen von Cybersecurity360 von 216 CVE-Einträgen mit 23 kritischen Fehlern berichten und SamMobile 155 Google-Korrekturen mit 20 kritischen Lücken aufführt.

Im Google Android Security Bulletin für November 2026 sind insgesamt 216 CVEs erfasst, aufgeteilt auf die Patch-Ebenen vom 1. November 2026 mit 119 Korrekturen und vom 5. November 2026 mit 97 Korrekturen.

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Zu den schwersten Android-Problemen zählt CVE-2026-58868 im Framework. Hierbei handelt es sich um einen Heap-Pufferüberlauf in der Komponente FrameDecoder.cpp, der eine entfernte Codeausführung ohne Interaktion des Nutzers ermöglicht und die Android-Versionen 14, 15, 16, 16 QPR2 sowie 17 betrifft.

Eine Ausnutzung in freier Wildbahn wurde bislang nicht gemeldet. Zudem schließt das Update die Lücke CVE-2026-58882: Eine manipulierte WAP-Push-SMS kann den Systemdienst com.android.phone blockieren, Neustarts auslösen und laut ACN Notruffunktionen stören, wobei bereits Machbarkeitsnachweise im Umlauf sind.

Sicherheitslücken in Samsung-Komponenten und Exynos-Chips

Neben den Kernkomponenten von Google schließt das Update Schwachstellen auf den eigenen Plattform-Ebenen von Samsung. Der Geschäftsbereich Samsung Mobile adressiert 24 herstellereigene Schwachstellen (Samsung Vulnerabilities and Exposures, SVE), von denen 17 öffentlich dokumentiert und 7 vertraulich eingestuft sind. Samsung Semiconductor steuert zudem vier Korrekturen mit hohem Schweregrad bei, die Probleme in Exynos-Chipsätzen und Modems beheben.

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Über die Gesamtverteilung im Galaxy-Ökosystem hinweg entfallen die Korrekturen auf 20 kritische Einstufungen – die ausnahmslos von Google stammen –, 141 hohe und 15 moderate Einstufungen.

Zu den behobenen Problemen mit hohem Schweregrad zählen ein Out-of-bounds Write im Bootloader bei physischem Gerätezugriff, eine Schwachstelle im Kamera-Filter-Plugin zur lokalen Codeausführung mit Nutzerinteraktion sowie ein Stack-Buffer-Overflow in der Datei libsecuibc.so.

Weitere Fehlerbehebungen betreffen das Umgehen der SIM-Sperre im Mobilfunkprozessor (CP), die Komponente TransitionPlayer, die Zugriffskontrolle im StatusBarManagerService und die MKV-Videowiedergabe. Moderate Schwachstellen betreffen unter anderem Berechtigungsprüfungen bei Anrufen über Cover-Screen-Widgets, Samsung Contacts sowie Datenlecks in der Dialer- und Nachrichten-App.

Geplanter Rollout und Bereitstellung

Das Update bringt keine neuen Funktionen mit sich. Der eigentliche Rollout ist noch nicht gestartet; die Verteilung erfolgt schrittweise und variiert je nach Gerätemodell und Region ohne starre Roadmap.

Auf Testgeräten wie brasilianischen Modellen des Galaxy S26 Ultra, S26, A57 und S26 FE stand das Update noch nicht zum Abruf bereit. Der aktuelle Patch-Level lässt sich in den Geräteeinstellungen unter dem Menüpunkt für Softwareinformationen einsehen.

Für die Modellreihe Galaxy S25, S25+ und S25 Ultra wurden bereits die Firmware-Versionen S931NKSUD DZJB, S936NKSUD DZJB und S938NKSUD DZJB vorbereitet.

Unabhängig davon wurde für die Galaxy Watch 9 in Südkorea eine Aktualisierung mit dem Patch-Stand Oktober 2026 und One UI 9 Watch bereitgestellt, während in Europa und Indien für das Galaxy S26 eine One-UI-9.0-Aktualisierung mit Oktober-Patch-Level verteilt wurde.