Samsung-Sicherheitsupdate: 56 Schwachstellen in Android behoben

Samsung behebt im August-Update 56 Sicherheitslücken, darunter kritische Android-Fehler. Neue Flaggschiffe erhalten zuerst die Patches, ältere Modelle verlieren Support.

Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung hat die Details für sein Sicherheitsupdate im August 2026 veröffentlicht. Das sogenannte Security Maintenance Release (SMR) behebt insgesamt 56 Schwachstellen in den Betriebssystem-Versionen Android 14, 15 und 16. Die Aktualisierung umfasst Korrekturen für das Android-Basis-Betriebssystem sowie herstellerspezifische Anpassungen für die Galaxy-Modellreihen.

Kritische Schwachstellen im Fokus der Sicherheits-Fixes

Das aktuelle Update-Paket beinhaltet 38 Fehlerkorrekturen für Sicherheitslücken, die von Google identifiziert wurden (CVEs). Davon stufen Experten acht als kritisch und 30 als hochriskant ein. Unter den kritischen Schwachstellen werden unter anderem die Kennungen CVE-2026-25289 und CVE-2026-28591 aufgeführt. Besonders hervorgehoben wird eine Sicherheitslücke in der Weaver-Komponente, die im Falle einer Ausnutzung dazu führen kann, dass ein Endgerät dauerhaft unbrauchbar wird.

Zusätzlich korrigiert Samsung 18 herstellereigene Schwachstellen (SVEs). Diese werden mit zwei hohen und 14 moderaten Risikostufen bewertet. Die Patches betreffen verschiedene Systemdienste und Anwendungen, darunter Galaxy Themes, die Samsung Kontakte-App, den Dialer (Telefon-App), Messages sowie die Implementierung von Codecs. Auch der SemClipboardService und die AppLock-Funktion erhalten Sicherheitsverbesserungen. Eine Schwachstelle innerhalb der Galaxy Themes hätte es physischen Angreifern theoretisch ermöglicht, beliebige Aktivitäten auf einem entsperrten Gerät durchzuführen.

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Rollout-Strategie und erste Software-Builds

Die Verteilung des Sicherheitsupdates soll in den kommenden Tagen und Wochen schrittweise erfolgen. Zuerst werden aktuelle Flaggschiff-Modelle wie die Galaxy-S24- und S25-Serie sowie die neuesten faltbaren Smartphones bedient. Für das Galaxy Z Fold 8 und das Galaxy Z Fold 8 Ultra stehen bereits erste Software-Builds mit den Bezeichnungen F971U1UEU1AZGI und F976U1UEU1AZGI bereit.

Diese Updates haben eine Größe von etwa 637 MB und basieren bereits auf One UI 9.0 in Kombination mit Android 17. Neben den Sicherheitspatches enthalten diese spezifischen Builds laut den technischen Dokumenten allgemeine Stabilitätsverbesserungen, verzichten jedoch auf die Einführung neuer Funktionsmerkmale. Nutzer können die Verfügbarkeit der Aktualisierung manuell über die Systemeinstellungen unter dem Menüpunkt Software-Update prüfen.

Anpassungen in der Support-Hierarchie für Galaxy-Modelle

Mit dem August-Update hat Samsung zudem die Liste der unterstützten Geräte und deren Update-Intervalle aktualisiert. Die neuen Modelle Galaxy Z Fold 8, Galaxy Z Fold 8 Ultra und Galaxy Z Flip 8 wurden offiziell in den monatlichen Aktualisierungszyklus aufgenommen. Neue Wearables wie die Galaxy Watch 9 und die Watch Ultra 2 erhalten künftig vierteljährliche Sicherheits-Patches.

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Gleichzeitig gab es Herabstufungen für ältere Modelle. Das Galaxy XCover 6 Pro wird fortan nur noch vierteljährlich statt monatlich mit Updates versorgt. Das robuste Smartphone erhielt seit seiner Markteinführung im Juni 2022 über einen Zeitraum von vier Jahren monatliche Aktualisierungen. Es wird erwartet, dass der offizielle Support für dieses Modell in etwa einem Jahr endet. Komplett aus der Liste der unterstützten Geräte wurden das Galaxy M13 5G und das Galaxy F13 gestrichen, für die somit keine regulären Sicherheitsupdates mehr vorgesehen sind.

Angesichts der identifizierten Schwachstellen hat das National Cybersecurity Guidance Center eine Warnung vor den Sicherheitsrisiken in Samsung-Produkten herausgegeben. Die Behörde stuft das Risiko als hoch ein und empfiehlt allen betroffenen Nutzern, die bereitgestellten Updates zeitnah zu installieren, um die Integrität ihrer Daten und Geräte zu gewährleisten.