Der Technologiekonzern Samsung hat mit der Verteilung eines umfassenden Sicherheitsupdates für den September 2026 begonnen. Die Aktualisierung adressiert insgesamt 90 identifizierte Schwachstellen innerhalb des gesamten Mobilgeräte-Ökosystems des Herstellers.
Zu den ersten Modellen, die das Softwarepaket erhalten, gehören die faltbaren Smartphones Galaxy Z Fold 8 sowie das Galaxy Z Fold 8 Ultra. Der Rollout der neuen Firmware startete zunächst in Südkorea und soll in den kommenden Tagen und Wochen auf weitere Regionen ausgeweitet werden.
Fokus auf kritische Schwachstellen und Systemstabilität
Die aktuelle Aktualisierung umfasst eine Vielzahl von Korrekturen für das Android-Betriebssystem sowie für herstellereigene Softwarekomponenten. Von den insgesamt 90 behobenen Sicherheitslücken entfallen 58 auf sogenannte Android-CVEs (Common Vulnerabilities and Exposures).
Berichten zufolge wurden 18 dieser Lücken als kritisch und 40 als hoch eingestuft. Darüber hinaus behebt das Update 31 spezifische Samsung Vulnerabilities and Exposures (SVEs) und eine Schwachstelle, die der Halbleitersparte des Unternehmens im Zusammenhang mit Exynos-Komponenten zugeordnet wird.
Besondere Aufmerksamkeit widmet der Patch zwei kritischen Sicherheitslücken in den DNG- und JPEG-Decodern, welche unter Umständen eine Remote-Code-Ausführung ermöglichten. Weitere identifizierte Schwachstellen hätten es Dritten potenziell erlaubt, die Kontrolle über ein Gerät aus der Ferne zu übernehmen, ohne dass eine Nutzerinteraktion erforderlich gewesen wäre.
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Auch der unbefugte Zugriff auf persönliche Daten sei durch die nun geschlossenen Sicherheitslücken theoretisch möglich gewesen. Neben der Schließung dieser Sicherheitsrisiken soll das Update auch die allgemeine Stabilität der Geräte verbessern.
Rollout-Strategie und betroffene Hardware-Modelle
Die Verteilung der Firmware erfolgt schrittweise und erstreckt sich über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Zu den ersten Geräten, für die der September-Patch bereitgestellt wird, zählt neben der neuen Generation der Z-Fold-Serie auch das Galaxy A55, sofern darauf die One UI 9 Beta ausgeführt wird.
Ebenfalls auf der Liste der frühen Empfänger stehen das Galaxy A57 sowie das Galaxy Z Flip 8. In Deutschland wird die Verfügbarkeit der neuen Software für die entsprechenden Modelle innerhalb der nächsten Tage bis Wochen erwartet.
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Für das Galaxy Z Fold 8 hat das Softwarepaket eine Größe von 1.084,29 MB. Die zugehörige Firmware wird unter der Kennung F971NKSU3AZI5 geführt, wobei die Version für das Ultra-Modell dieselbe Endung aufweist.
Aufgrund der Datenmenge von über einem Gigabyte wird Anwendern empfohlen, den Download über eine stabile WLAN-Verbindung durchzuführen. Die Installation kann manuell über das Einstellungsmenü unter dem Punkt Software-Update eingeleitet werden.
Während die neuesten Flaggschiff-Modelle bereits mit dem September-Patch bedient werden, erhalten andere Geräte wie die Galaxy S22-Serie, verschiedene Modelle der A-Klasse (darunter A54, A37 und A25 5G) sowie mehrere Tablet-Serien wie das Tab S11 oder Tab S10 derzeit noch Aktualisierungen auf Basis des August-Patches 2026, der knapp 60 Sicherheitslücken schließt. Die vollständige Migration des gesamten Portfolios auf den aktuellen September-Standard wird für die kommenden Wochen prognostiziert.

