Die Einrichtung eines neuen Smartphones erfordert eine sorgfältige Übertragung bestehender Datenbestände. Technische Anleitungen zur Migration erläutern die schrittweise Nutzung des Programms Samsung Smart Switch und heben dabei wichtige Sicherheitsaspekte hervor, die Anwender während des Datentransfers zwischen Mobilgeräten beachten sollten. Das Werkzeug dient dazu, Inhalte von Altgeräten auf aktuelle Modelle der Galaxy-Reihe zu übertragen, verlangt jedoch gezielte Vorbereitungen.
Vorbereitung und Verbindungsarten für den Datentransfer
Smart Switch ermöglicht den Transfer von Kontakten, Fotos, Nachrichten, Applikationen und Systemeinstellungen. Für die Durchführung stehen drei Übertragungswege bereit: eine kabelgebundene Verbindung, der drahtlose Transfer oder der Rückgriff auf ein Cloud-Backup. Als stabilste Methode gilt der direkte Anschluss über das mitgelieferte USB-C-Kabel, das beide Telefone verbindet und eine automatische Erkennung auslöst.
Für eine drahtlose Verbindung müssen sich beide Geräte im selben Wi-Fi-Netzwerk befinden. Auf dem Altgerät wird die Option für den kabellosen Transfer aktiviert, während das Neugerät auf Datenempfang geschaltet wird. Da umfangreiche Dateimengen bei WLAN-Verbindungen zu einer schnellen Entladung des Akkus führen können, empfiehlt sich das Anschließen an ein Ladegerät.
Vor dem Start sollte zudem der freie Speicherplatz auf dem Zielgerät überprüft werden. Messengerdienste erfordern vorab oft ein In-App-Backup auf dem Altgerät. Während des laufenden Vorgangs darf das Display nicht gesperrt und die Netzwerkverbindung nicht gewechselt werden.
Erweiterte Funktionen und manuelle Nacharbeiten
Für neuere Modellgenerationen wie das Galaxy Z Fold8 Ultra, Fold8 und Flip8 hat Samsung die Anwendung im Rahmen von One UI 9.0 in Kooperation mit Google ausgebaut. Daten von iOS-Systemen lassen sich per QR-Code-Scan übertragen, ohne dass dafür Zusatzprogramme auf dem Altgerät oder Kabelverbindungen erforderlich sind.
Wer sich mit der Einrichtung neuer Geräte befasst, sollte auch die grundlegende Absicherung des Betriebssystems im Blick behalten. Dieser kostenlose Report zeigt in fünf einfachen Schritten, wie Sie mit den richtigen Updates Datenverlust und Malware dauerhaft verhindern. 5 Schritte für ein sichereres Android-Smartphone
Laut Fachberichten wurde der Umfang auf 17 Datenkategorien erweitert, zu denen neben Telefonnummern, Logins und Anruflisten auch eSIM-Profile, Passwörter und Passkeys zählen.
Einige Bereiche verlangen nach der Migration manuelle Eingriffe. So muss der WhatsApp-Chatverlauf in einem separaten Schritt nach der Ersteinrichtung eingespielt werden. Desktop-Symbole sind mitunter neu anzuordnen.
Sicherheitszertifikate sowie In-App-Zahlungsverbindungen werden nicht übertragen, weshalb Anwendungen wie WeChat oder Banking-Software eine erneute Verifizierung verlangen. Das Altgerät sollte erst auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden, nachdem die Vollständigkeit aller Daten auf dem Neugerät geprüft wurde.
Der Schutz von Online-Konten und sensiblen Logins gewinnt gerade bei einem Gerätewechsel an Bedeutung. Ein kostenloser Ratgeber erklärt die Technologie hinter Passkeys, die Hackern keine Chance mehr lässt und Passwörter bei Diensten wie Amazon oder WhatsApp sicher ersetzt. Kostenlosen Report zu Passkeys jetzt anfordern
Sicherheitsaspekte und Risiken bei Migrationsanwendungen
Neben den Bedienabläufen stehen potenzielle Sicherheitsrisiken im Fokus von Fachanalysen. Forscher der TU Graz und des österreichischen Zentrums A-SIT untersuchten im Rahmen der Studie „Clone2Pwn“, die auf der Fachtagung ESORICS 2026 vorgestellt wurde, Datentransfer-Apps von sieben Herstellern: Google, Samsung, Vivo, Xiaomi, Oppo, Huawei und Honor.
Die Forscher wiesen in allen analysierten Werkzeugen Schwachstellen nach, die es Angreifern in WLAN-Reichweite erlaubten, Übertragungen abzuhören oder Daten zu manipulieren.
Für entsprechende Angriffe im Innenbereich reicht eine Distanz von 20 bis 45 Metern aus, wobei die notwendige Ausrüstung laut der Untersuchung weniger als 100 Euro kostet.
Betroffen waren unter anderem Textnachrichten, Bilddateien, Gesundheitsdaten sowie hinterlegte Zugangsdaten. Alle sieben Hersteller haben Sicherheitsupdates bereitgestellt, fünf der Schwachstellen erhielten eine Einstufung als hoch.
Da die betroffenen Programme insgesamt rund zwölf Milliarden Downloads verzeichnen, sollten Nutzer vor dem Beginn einer Datenübertragung alle aktuellen Software- und Betriebssystem-Updates installieren und den Vorgang vorzugsweise im privaten Heimnetzwerk statt in öffentlichen Verkaufsräumen durchführen.

