Samsung SmartThings: Lokale Steuerung reagiert laut Tests rund 30 Prozent schneller

Das Update bringt laut Samsung lokal schnellere Befehle, personalisierte Hinweise und Matter 1.6-Unterstützung; der weltweite Starttermin bleibt offen.

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Der Technologiekonzern Samsung hat ein umfangreiches Update für seine Plattform SmartThings angekündigt. Wie das Unternehmen in einem Bericht vom 8. Oktober 2026 mitteilte, bringt die Aktualisierung eine erweiterte lokale Steuerung, einen überarbeiteten Home-Tab sowie die neue Funktion SmartThings Now. Mit den Änderungen will der Hersteller die Reaktionszeiten im vernetzten Zuhause verbessern und die Bedienung vereinfachen.

Kürzere Reaktionszeiten durch direkte WLAN-Kommunikation

Ein Kernbestandteil der Aktualisierung ist die direkte Kommunikation zwischen Smartphone und SmartThings Hub innerhalb desselben Heimnetzwerks. Anstatt Steuerbefehle über externe Cloud-Server umzuleiten, kommunizieren die Geräte bei bestehender WLAN-Verbindung lokal miteinander. Nach Angaben von Samsung führten Tests unter kontrollierten Bedingungen zu Antwortzeiten, die ca. 30% schneller als bei der bisherigen Cloud-Steuerung ausfielen.

Das System wechselt dabei automatisch zwischen lokaler Steuerung und dem Cloud-Betrieb, abhängig vom jeweiligen Standort der Nutzer. Die lokale Steuerung steht für die SmartThings Station, die Hub-Versionen V2, V3 und V4 sowie für hub-fähige Smart TVs und Family Hub Kühlschränke von Samsung zur Verfügung. Die zugehörige Anwendung wird für die Betriebssysteme Android und iOS bereitgestellt.

Grenzen bei Ausfällen und technische Voraussetzungen

Trotz der Neuerungen handelt es sich nicht um einen vollständigen Offline-Betrieb. Bei temporären Netzstörungen bleiben kompatible Lampen und Steckdosen im selben WLAN zwar lokal steuerbar, für Fernzugriffe von unterwegs bei einem Internetausfall greift das System jedoch nicht.

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Voraussetzung für die lokale Funktion bleiben eine aktive Stromversorgung von Router und Hub sowie ein verbundenes Endgerät im selben WLAN. Zudem können externe Cloud-Dienste und bestimmte Automatisierungen bei Netzproblemen weiterhin ausfallen. Eine vollständige Liste kompatibler Geräte hat Samsung bislang nicht vorgelegt; auch garantiert der Standard Matter allein noch keine Offline-Nutzung.

Personalisierte Karten und Unterstützung für Matter 1.6

Mit der Funktion SmartThings Now führt das Update kontextbezogene Informationskarten im oberen Bereich des Home-Tabs ein. Die Funktion setzt auf der bestehenden Lösung Home Insight auf und analysiert Nutzungsmuster sowie historische Daten.

Möglich sind etwa Hinweise zur Fürsorge bei Inaktivität älterer Angehöriger, automatisierte Empfehlungen für Licht oder Luftreiniger bei der Rückkehr nach Hause sowie Routine-Vorschläge auf Basis der vorangegangenen Woche.

Jaeyeon Jung, Leiterin des SmartThings-Teams im AI Platform Center von Samsung, erklärte zu den Neuerungen, dass das Update Anwender von der manuellen Suche nach Funktionen und deren Start entlasten solle.

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Zusätzlich integriert die Plattform Unterstützung für den Standard Matter 1.6 der Connectivity Standards Alliance. Damit lassen sich vier neue Gerätekategorien einbinden: Energiezähler, Verschlüsse für Türen und Tore, Bewässerungsgeräte sowie Bodensensoren. Ein neues Diagnosewerkzeug für nicht erreichbare Geräte aktualisiert zudem die Netzwerkinformationen aller hinterlegten Einheiten.

Der Home-Tab wurde mit kompakteren Service-Karten, Live-Hintergrundbildern und einer schwebenden Menüleiste neu gestaltet. Er steht auf Smartphones, Smart TVs, ausgewählten smarten Kühlschränken sowie auf Windows-Geräten bereit.

Weltweit verzeichnet die SmartThings-Plattform laut Samsung 470 Mio. registrierte Nutzer und über 430 zertifizierte Partnermarken. Einen konkreten Zeitplan für den weltweiten Rollout des Updates in einzelnen Ländern hat das Unternehmen bisher nicht genannt.