Samsung startet One UI 8.5 Beta 2 für ältere Galaxy-Modelle

Samsung verteilt Beta 2 von One UI 8.5 an ältere Galaxy-Modelle. KI-Funktionen und plattformübergreifender Dateitransfer stehen im Fokus.

Samsung hat am 27. April 2026 die zweite Beta von One UI 8.5 für die Galaxy S23-Serie, die fünfte Fold-Generation und ausgewählte A-Modelle freigegeben. Der Schritt ist Teil einer Strategie, die Software-Einheit über mehrere Hardware-Generationen hinweg zu gewährleisten. Während die neuen Galaxy S26-Geräte bereits mit One UI 8.5 ausgeliefert werden, geht es nun darum, auch ältere Modelle auf den Stand von Android 16 zu bringen – inklusive neuer KI-Funktionen und überarbeiteter Optik.

Stabilität und Fehlerkorrekturen für die Galaxy S23-Serie

Die Galaxy S23, S23+ und S23 Ultra erhalten das Update mit der Firmware-Version ZZDP. Im Fokus stehen gezielte Fehlerbehebungen, die in der ersten Beta aufgetreten waren. Besonders bemerkenswert: Samsung hat einen Kamera-Bug beseitigt, der bei der Aufnahme von 4K-HDR-Videos in Drittanbieter-Apps grüne Linien verursachte. Der Fehler war rein softwarebedingt und hatte nichts mit Hardware-Defekten zu tun.

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Auch die Telefonie-Funktionen wurden verbessert. Das Display blieb bei eingehenden Anrufen zuvor oft schwarz oder reagierte verzögert – ein Problem, das mit dem Beta-2-Update behoben ist. Der Näherungssensor wurde neu kalibriert, um versehentliche Berührungen während Telefonaten zu vermeiden. Weitere Korrekturen betreffen die Multi-Touch-Funktion bei aktivierten Bedienungshilfen sowie das Bluetooth-Auto-Scanning, das zuvor im Menü nicht richtig ausgelöst wurde.

Beta-Programm erreicht erstmals auch Mittelklasse

Parallel zur S23-Serie erhalten die Galaxy Z Fold 5 und Z Flip 5 die Beta 2 (Firmware ZZDN). Hier lag der Schwerpunkt auf Multitasking-Funktionen: Ein Fehler, bei dem das Nachrichten-Eingabefenster mit der Navigationsleiste überlappte, wurde behoben – eine echte Erleichterung für Nutzer, die oft im Split-Screen arbeiten.

Besonders bemerkenswert ist die Ausweitung auf die Mittelklasse: Die Galaxy A36, A55 und A35 sind erstmals in einem Beta-Programm von Samsung vertreten. Bisher beschränkte sich die Vorab-Software auf die Premium-Serien S und Z. In Indien läuft die Beta für das Galaxy A36 5G bereits an, während S23- und Fold-Nutzer in Südkorea, Großbritannien und den USA teilnehmen können.

Die Nutzer berichten auch von spürbar flüssigerer Bedienung. Die „Trägheit“ beim Herunterziehen des Schnellmenüs ist verschwunden, und systemweite „App reagiert nicht“-Fehler nach früheren Updates wurden abgestellt. Für die A-Serie ist das essenziell: Sie muss die aufwendige neue „Ambient Design“-Optik mit vergleichsweise bescheidener Prozessorleistung stemmen.

One UI 8.5: KI und plattformübergreifende Vernetzung

One UI 8.5 ist mehr als ein Routine-Update, sagen Analysten. Die neue Quick-Share-Funktion ermöglicht Dateitransfers zu Apple-Geräten – eine direkte Antwort auf das AirDrop-Prinzip, realisiert über Google Play Services. Galaxy-Nutzer können so Dateien mit iPhones und Macs austauschen, ohne auf Drittanbieter-Apps angewiesen zu sein.

Die Optik wurde unter dem Namen „Ambient Design“ komplett überarbeitet. Widgets, Sperrbildschirm und Schnelleinstellungen wirken durch matte Glas-Effekte und Tiefenschichten wie schwebende Elemente – ein dreidimensionaler Eindruck, der sich dynamisch an das Hintergrundbild anpasst.

Bixby hat eine grundlegende KI-Überholung erhalten: Dank Perplexity AI versteht der Assistent nun komplexe, natürlichsprachliche Anfragen. Er findet Einstellungen auch dann, wenn der Nutzer nicht die exakten Begriffe verwendet, und führt mehrschrittige Aufgaben aus. Das „Photo Assist“-Werkzeug erlaubt zudem kontinuierliche Bildgenerierung – jeder Zwischenschritt muss nicht mehr einzeln gespeichert werden.

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Einordnung: Samsungs Software-Strategie 2026

Das Update kommt nach einem Jahr des Übergangs. One UI 8.0 (Android 16) war Ende 2025 noch ein konservatives Update mit Fokus auf die Systemarchitektur. One UI 8.5 hingegen gilt als echter Plattform-Sprung. Die Komplexität zeigt sich in der Länge des Beta-Zyklus: Die Galaxy S25-Serie durchlief zehn separate Beta-Versionen, bevor sie nahezu fertig war.

Samsung verfolgt eine klare Stufenstrategie. Ältere Modelle wie das Galaxy S23 erhalten die optischen und Konnektivitäts-Upgrades, aber nicht alle KI-Funktionen der S26-Serie – etwa die Echtzeit-Creative-Studio-Tools oder die „Now Nudges“. Das schont die Systemressourcen älterer Hardware und sorgt für flüssige Performance.

Seit April 2026 hat Samsung sein Update-System vereinfacht: Es gibt nur noch monatliche und vierteljährliche Updates, die halbjährliche Kategorie wurde gestrichen. Die Galaxy S21-Serie ist zwar aus dem aktiven Support gefallen, aber die Einbeziehung von S23 und Fold 5 in die Beta zeigt: Samsung hält an seiner Fünf-Jahres-Garantie für Flaggschiffe fest.

Ausblick: Stabile Version ab Ende April erwartet

Die Beta 2 gilt als letzte Testphase für die beteiligten Geräte. Brancheninsider rechnen mit dem stabilen Release von One UI 8.5 bereits ab dem 30. April 2026. Die Galaxy S25-Serie dürfte als erste die fertige Software erhalten, dicht gefolgt von Galaxy Z Fold 7 und Z Flip 7.

Im Mai und Juni sollen dann Galaxy S24 und S23 folgen, die Mittelklasse-Modelle A56 und A36 im Frühsommer. Der Zeitplan ist ambitioniert: Samsung will die Mehrheit seiner aktiven Nutzerbasis auf One UI 8.5 bringen, bevor das nächste große Hardware-Event in der zweiten Jahreshälfte stattfindet.

Bis dahin liegt der Fokus auf dem Feedback der Beta-Tester. Die Builds ZZDP und ZZDN müssen den Weg für einen fehlerfreien öffentlichen Start ebnen. Mit plattformübergreifendem Dateitransfer und fortgeschrittener KI ist One UI 8.5 auf dem besten Weg, die maßgebliche Galaxy-Erfahrung für den Rest des Jahres 2026 zu werden.