Samsung hat die öffentliche Testphase für One UI 9 gestartet – basierend auf Android 17 und exklusiv für die Galaxy S26-Reihe.
Am 13. Mai 2026 begann der südkoreanische Konzern in ausgewählten Märkten mit dem Beta-Programm. Die neue Benutzeroberfläche bringt eine umfassende optische Neugestaltung und tiefgreifende KI-Integrationen mit sich. Für Samsung ist dieser Software-Zyklus ein entscheidender Wendepunkt: Während ältere 5G-Modelle ihre letzte große Aktualisierung erhalten, bereitet sich der Hersteller auf neue Hardware vor, die im Hochsommer erwartet wird.
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Beta-Start und Update-Fahrplan
Die erste Beta-Phase begann am 13. Mai 2026 in den USA, Großbritannien, Deutschland und Südkorea. Teilnehmen können Besitzer des Galaxy S26, S26+ und S26 Ultra. Das Update ist über 3,6 Gigabyte groß und enthält den Sicherheitspatch vom Mai 2026. Interessierte müssen sich über die Samsung-Members-App registrieren. Eine zweite Welle folgt am 26. Mai 2026 – dann sind Indien und Polen an der Reihe.
Klar ist auch, welche Geräte nicht mehr mitkommen: Die Galaxy S22-Serie, das Z Fold 4, das Flip 4 und das Tab S8 erhalten mit One UI 8.5 ihr letztes großes Update. Sie werden nicht auf Android 17 wechseln. Die stabile Version von One UI 9 ist dagegen für die Galaxy S24- und S25-Serie sowie die Fold- und Flip-Modelle 6 und 7 vorgesehen.
Frisches Design und smarte Werkzeuge
One UI 9 setzt auf ein deutlich überarbeitetes Erscheinungsbild. Das Quick Panel lässt sich nun umfangreich anpassen: Lautstärke- und Helligkeitsregler sind in der Größe veränderbar, Schalter frei positionierbar. Hinzu kommen stärkere Blur-Effekte, transparente Widgets und flüssigere Animationen.
Auch die Samsung-Apps wurden aufgewertet. In Samsung Notes gibt es einen neuen Stift mit Punktlinien – und eine Datenschutzfunktion, mit der sich Textpassagen unkenntlich machen lassen. Die Telefon-App fügt automatisch nach jeder fünften Ziffer einen Abstand ein. Und die Galerie zeigt Medienvorschaubilder mit einem dünneren weißen Rahmen, um den Bildschirm besser auszunutzen.
Herzstück der Android-17-Integration ist Gemini Intelligence. Diese Funktion erlaubt es dem System, Aufgaben über verschiedene Apps hinweg auszuführen – etwa Artikel aus einer digitalen Einkaufsliste automatisch in einen Lieferdienst-Warenkorb zu übertragen. Zudem lassen sich Widgets per natürlicher Sprachbeschreibung generieren.
Neue Verbindungen und Schutzmechanismen
Seit dem 16. Mai 2026 gibt es eine aktualisierte Quick-Share-Funktion, die geräteübergreifend mit Konkurrenzmodellen kompatibel ist. Sie nutzt Wi-Fi Direct und Bluetooth und funktioniert aktuell mit dem Galaxy S26 sowie dem Google Pixel 9 und 10 und dem OPPO Find X9. Samsung will die Funktion später auch auf die S24- und S25-Serie sowie aktuelle Foldables ausrollen.
Im Sicherheitsbereich führt Samsung eine „High-Risk App Blocking“-Funktion ein, die die installation potenziell schädlicher Software verhindert. Android 17 selbst bringt den „Bank Scam Call Protection“ mit: Er beendet Anrufe automatisch, wenn sie während einer Finanztransaktion von einer unbekannten Quelle kommen.
Für Umsteiger von Apple-Geräten wurde der iOS-zu-Android-Transfer verbessert. Fotos, Apps und eSIM-Profile lassen sich nun übertragen. Und Instagram wurde für Android optimiert: Ultra HDR, verbesserte Videostabilisierung und ein Nachtmodus heben die Upload-Qualität auf ein Niveau, das Branchenbeobachter als ebenbürtig oder besser als das der Konkurrenz beschreiben.
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Wettbewerb und Branchen-Herausforderungen
Samsungs Beta-Start fällt in eine bewegte Zeit für die Mobilfunkbranche. Apple wird voraussichtlich am 8. Juni 2026 auf der WWDC iOS 27 vorstellen. Das kommende iPhone 18 Pro soll eine variable Blende und eine vollständig anpassbare Kamera-App erhalten, die mit externen Design-Experten entwickelt wurde.
Andere Hersteller haben dagegen mit technischen Problemen zu kämpfen. OnePlus stoppte am 17. Mai 2026 den Rollout bestimmter OxygenOS-16-Versionen in Indien und den USA. Grund waren Berichte über Boot-Schleifen und Systeminstabilitäten bei der Nord-CE-4-Generation. Während OnePlus weiter OxygenOS 16.1 für seine Flaggschiff-Serien 15 und 13 ausrollt, zeigen die Pannen die Komplexität moderner Betriebssystem-Updates.
Auch bei Messengern tut sich etwas. WhatsApp testet eine „View-Once“-Funktion für iOS sowie einen Timer, der Nachrichten sofort nach dem Lesen löscht. Meta führte am 13. Mai 2026 einen „Incognito Chat“ für seinen KI-Assistenten ein – die Unterhaltungen bleiben in einer geschützten Umgebung und sind selbst für das Unternehmen nicht einsehbar.
Ausblick: Stabile Version im Juli erwartet
Die aktuelle Testphase ist der Vorbote für eine größere Hardware-Einführung im dritten Quartal 2026. Branchenkenner rechnen mit der stabilen Version von One UI 9 im Juli 2026 – zeitgleich mit dem Launch der nächsten Foldable-Generation, voraussichtlich Galaxy Z Fold 8 und Z Flip 8.
Bis dahin wird die Beta weiter mit Updates versorgt. Im Fokus stehen die Verfeinerung der „Rambler Voice Typing“-Funktion, die Füllwörter herausfiltert, sowie der „Agentic Browsing“-Fähigkeiten in Chrome, die automatisierte Aufgaben wie das Buchen eines Parkplatzes ermöglichen. Ziel ist es, die 5G-Funktionen zu stabilisieren und das neue Material-3-Design von Android Auto nahtlos in die Software-Architektur des Galaxy S26 zu integrieren.

