Samsung und Google treiben KI-Revolution auf Smartphones voran

Samsung verteilt One UI 8.5 mit agentischer KI, während Google Android 17 Beta testet. Beide setzen auf intelligente Plattformen.

5 weltweit, während Google die finale Version von Android 17 vorbereitet. Die Hersteller setzen zunehmend auf sogenannte „agentische“ KI-Systeme, die eigenständig Probleme lösen statt nur Befehle auszuführen.

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Samsung bringt „Agentic AI“ auf Millionen Geräte

Mit dem stabilen One UI 8.5-Update, das am 11. Mai 2026 ausgerollt wird, stattet Samsung seine Flaggschiff-Serie mit einer neuen Generation von KI-Funktionen aus. Die Aktualisierung erreicht zunächst die Galaxy-S25-Reihe in den USA und die S24-Serie in Südkorea, wird aber sukzessive global verteilt. Unterstützt werden unter anderem die Galaxy-S23-Serie, die Faltmodelle Z Fold7 und Z Fold6, Z Flip7 und Z Flip6 sowie die Tablets Tab S11 und S10.

Das Update-Paket für das Galaxy S25 bringt rund 4,4 Gigabyte auf die Waage – inklusive des April-Sicherheitspatches. Herzstück ist die Integration von „Agentic AI“, einer Technologie, die ursprünglich für das kommende Galaxy S26 angekündigt war.

Besonders spannend: Samsung hat den Sprachassistenten Bixby durch eine Partnerschaft mit Perplexity AI grundlegend aufgewertet. Der Assistent liefert nun deutlich präzisere, suchbasierte Antworten und verfügt über verbesserte logische Fähigkeiten. Kein Wunder also, dass Samsung hier auf externe KI-Experten setzt – die Entwicklung eigener Modelle dauert schlicht zu lange.

Neue Werkzeuge für Kreative

Neben den KI-Features bringt One UI 8.5 praktische Neuerungen für Produktivität und Kreativarbeit. Ein „Creative Studio“ ermöglicht erweiterte Medienbearbeitung, hinzu kommt ein Dual-Video-Modus. Für professionelle Videografen gibt es eine Log-Vorschau-Funktion. Auch die Gerätevernetzung wurde verbessert: Quick Share arbeitet jetzt besser mit Apples AirDrop zusammen – ein Schritt zu mehr Interoperabilität zwischen den konkurrierenden Plattformen.

Google: Android 17 und die große Verschmelzung

Während Samsung seine aktuelle Software verfeinert, bereitet Google den nächsten großen Wurf vor. Bereits am 10. Mai erschien die dritte Beta von Android 17 für das OnePlus 15 in Europa und Indien. Experten warnen jedoch: Die frühe Testversion birgt Risiken für die App-Stabilität und kann im schlimmsten Fall das Gerät unbrauchbar machen – nichts für unerfahrene Nutzer.

Die große Bühne für Googles Strategie ist der „Android Show“ am 12. Mai 2026, gefolgt von der Entwicklerkonferenz Google I/O ab dem 19. Mai. Branchenbeobachter erwarten dort die Vorstellung von Gemini 4.0 – einem massiven Update des hauseigenen Sprachmodells mit schnelleren Antwortzeiten und besserer Logik.

„Aluminum OS“ – das Ende von ChromeOS?

Die wohl bedeutendste strategische Neuausrichtung betrifft die mögliche Enthüllung von „Aluminum OS“. Dieses Projekt zielt darauf ab, Android und ChromeOS zu einem einheitlichen Betriebssystem zu verschmelzen. Das würde die Nutzung über Smartphones, Tablets und Laptops hinweg deutlich vereinheitlichen.

Weitere erwartete Ankündigungen für den 19. Mai:

  • Android 17-Features: „App Bubbles“ und systemweite KI-Assistenten
  • Android XR: Neue Software für AR-Brillen mit Live-Übersetzung und Head-up-Display
  • System-Updates: Zweite Beta von Android 17 QPR1 für Pixel-Geräte mit verbessertem Multitasking

App-Updates und Sicherheitslücken

Parallel zu den Betriebssystem-Neuheiten hat Google am 10. Mai Snapseed 4.0 veröffentlicht – das größte Update für die Fotobearbeitungs-App seit Anfang 2024. Die neue Version integriert eine Kamera mit professionellen Film-Emulationen wie Kodak Portra 400 und Fujifilm Superia. Hinzu kommen zerstörungsfreie Stapelbearbeitung und Spezialwerkzeuge wie „Dehaze“ und „Bloom“. Bleibt alles werbefrei und ohne In-App-Käufe – ein klares Statement.

Ebenfalls am 10. Mai: Die Android Auto 16.9 Beta für registrierte Tester. Konkrete Neuerungen sind offiziell noch nicht bestätigt, bekannt ist aber, dass Google an Widget-Unterstützung, YouTube-Videos für parkende Fahrzeuge und tieferer Gemini-Integration arbeitet.

Die Update-Welle fällt mit kritischen Sicherheitspatches zusammen. Apple veröffentlichte Anfang Mai iOS 18.7.7 als Notfall-Update für die „DarkSword“-Sicherheitslücke auf älteren Geräten. Am 11. Mai folgte iOS 26.5, das die kritische Schwachstelle CVE-2026-28950 schließt. Erstmals führt Apple damit auch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten ein – ein Schritt zur Einhaltung der EU-Digitalmärkte-Verordnung.

Der Wettlauf um die klügste Plattform

Die aktuellen Entwicklungen zeigen eine klare Tendenz: Software wird zum entscheidenden Unterscheidungsmerkmal in einem reifen Hardware-Markt. Während Samsung mit One UI 8.5 aggressiv seine globale Nutzerbasis versorgt, liegt die iOS-26-Adoptionsrate bei Apple Anfang Mai bei 62 Prozent. Apple kämpft derzeit mit hardware-spezifischen Problemen wie GPU-Überhitzung beim iPhone 17 und iPhone Air.

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Der Wettbewerb zwischen Android und iOS konzentriert sich zunehmend auf die Intelligenz der Plattform. Samsungs Integration von Perplexity AI und Creative Studio ist die direkte Antwort auf Apples „Apple Intelligence“-Suite. Beide Ökosysteme arbeiten zudem an einheitlichen Kommunikationsstandards: iOS 26.5, das für die dritte Maiwoche erwartet wird, bringt endlich ein Vorhängeschloss-Symbol für RCS-Nachrichten – ein Zeichen für sichere, verschlüsselte Kommunikation zwischen Android und iPhone.

Ausblick: Sommer der Entscheidungen

Die kommenden Wochen werden richtungsweisend für die gesamte Branche. Nach Googles I/O Mitte Mai richtet sich der Blick auf Apples Worldwide Developers Conference (WWDC) ab dem 8. Juni 2026. Dort wird voraussichtlich iOS 27 mit „Siri 2.0″ und tiefer integrierten generativen KI-Tools vorgestellt – die direkte Antwort auf Googles Gemini 4.0.

Für Samsung-Nutzer soll One UI 8.5 bis Ende des zweiten Quartals auch auf die Mittelklasse der Galaxy-A-Serie und ältere Flaggschiff-Modelle kommen. Der Erfolg der „Agentic AI“-Funktionen wird als Gradmesser für das Interesse an autonomerer Software dienen – und möglicherweise die Bühne bereiten für die Hardware-Innovationen der nächsten Faltgeräte-Generation.