Samsung Electronics Maghreb Arab hat am 3. November 2026 die Einführung von Samsung Wallet auf dem marokkanischen Markt bekannt gegeben. Die offizielle Vorstellung fand im Rahmen einer Pressekonferenz in Casablanca statt, an der unter anderem Ahmed Rahhou, Minister für KI, Digitalen Wandel und Verwaltungsreform, teilnahm. Der Dienst ermöglicht Nutzern das kontaktlose Bezahlen sowie das Verwalten digitaler Nachweise über mobile Endgeräte.
Umfassende Partnerschaften mit marokkanischen Finanzinstituten
Der Marktstart erfolgt in enger Zusammenarbeit mit mehreren großen Akteuren des marokkanischen Finanzsektors sowie internationalen Zahlungsdienstleistern. Zu den Partnern des Starts zählen Attijariwafa bank, Banque Populaire, Mastercard und Visa. Nach der Hinterlegung berechtigter Zahlungskarten können Nutzer kompatibler Galaxy-Smartphones und Galaxy-Watches an entsprechenden Bezahlterminals kontaktlose Transaktionen durchführen.
Die Attijariwafa bank gab gemeinsam mit der Neobank Simple. den Start für Samsung Pay bekannt. Nach einer vorangegangenen Testphase können Kunden kontaktlos via Nahfeldkommunikation (NFC) bezahlen, ohne dass eine physische Zahlungskarte von Visa oder Mastercard mitgeführt werden muss. Nach Angaben der Gruppe steht die Funktion für alle Produkte von Attijariwafa bank und Simple. bereit, vorausgesetzt, es wird ein kompatibles Gerät genutzt.
Auch die CIH Bank führt Samsung Wallet in Marokko in Kooperation mit Samsung Electronics Maghreb Arab und Visa ein. Dort ist ein schrittweiser Rollout für berechtigte Debit- und Kreditkarten von Visa vorgesehen.
Die CIH Bank hat ihr digitales Portfolio in der Vergangenheit bereits um Dienste wie CIH Pay, Apple Pay und Google Pay erweitert und unterhält Partnerschaften mit dem Immobilienunternehmen Yakeey sowie dem Infrastrukturanbieter Backbase. Zudem führt das Institut das Angebot CODE30 für junge Kunden.
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Integration bei der Banque Populaire und Sicherheitsarchitektur
Die Banque Populaire, Teil der Groupe Banque Centrale Populaire, begleitet die Einführung ebenfalls an der Seite von Samsung Electronics Maghreb Arab, Mastercard und Visa. Wie aus Berichten vom 5. November 2026 hervorgeht, akzeptiert das Institut Debit-, Kredit- und Prepaidkarten von Visa, die von der Banque Populaire, der CIH Bank und der Attijariwafa bank ausgegeben wurden.
Hassan Debbagh, stellvertretender Generaldirektor der Groupe Banque Centrale Populaire, bezeichnete die Kooperation laut den Berichten als Meilenstein für die Digitalisierung und betonte das Engagement für Innovationen.
Die Sicherheitsarchitektur der Anwendung stützt sich auf die Plattform Samsung Knox. Transaktionen und Zugriffe werden über Authentifizierungsverfahren abgesichert, zu denen auch biometrische Methoden gehören. Über Zahlungsfunktionen hinaus lassen sich in der Wallet Bordkarten, digitale Schlüssel für ausgewählte Automodelle sowie Kundenkarten und Coupons hinterlegen.
Tokenisierung und gemeinsame Initiativen
Mastercard unterstützt den Start von Samsung Pay auf dem marokkanischen Markt ebenfalls. Wie Medien am 4. November 2026 berichteten, nutzen berechtigte Karteninhaber teilnehmender Banken für Transaktionen die Tokenisierung über den Mastercard Digital Enablement Service (MDES).
Mastercard verfolgt das Ziel, bis 2030 einen Anteil von 100 Prozent der Online-Transaktionen zu tokenisieren. Zudem ist eine gemeinsame Aufklärungs- und Werbekampagne mit Samsung in Marokko geplant.
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Im Rahmen der Einführung äußerten sich Mohamed Benomar, Country Manager North West Africa bei Mastercard, sowie Hongseok Lee, Präsident von Samsung Electronics Maghreb Arab, öffentlich zum Start. Lee formulierte dabei das Ziel, Bezahlvorgänge für Nutzer so nahtlos und natürlich wie möglich zu gestalten.
Angaben zu konkreten Finanzkonditionen, zur Gesamtzahl der teilnehmenden Institute oder zu erwarteten Nutzerzahlen machten die beteiligten Unternehmen nicht. Der Rollout für kompatible Geräte und berechtigte Karten erfolgt schrittweise, wobei weiterführende Informationen zur Geräteunterstützung auf der Internetseite von Samsung bereitgestellt werden.

