Die Anforderungen an Speicherkapazitäten und Datenübertragungsraten in vernetzten Umgebungen nehmen stetig zu. Vor diesem Hintergrund hat SanDisk sein Portfolio um spezialisierte Solid State Drives (SSDs) für Network Attached Storage (NAS) erweitert, die sowohl den klassischen SATA-Standard als auch moderne PCIe-5.0-Schnittstellen bedienen.
Diese Entwicklungen stehen im Kontext eines sich wandelnden Marktes, in dem auch Hardware-Hersteller wie QNAP und Synology neue Hochleistungssysteme präsentieren und Speicherproduzenten wie Kioxia ihre Preisstrategien anpassen.
Differenzierte SSD-Lösungen für unterschiedliche NAS-Anforderungen
Mit der Vorstellung der Serien NAS 600 und NAS 800 adressiert SanDisk die Bedürfnisse von Prosumern und kleinen Unternehmen. Die NAS 600 SATA SSD im 2,5-Zoll-Format mit einer Bauhöhe von 7 mm ist für herkömmliche NAS-Umgebungen konzipiert. Sie erreicht Lesegeschwindigkeiten von bis zu 560 MB/s und bietet eine Lebensdauer von bis zu 2500 TBW (Total Bytes Written). Die Kapazitäten dieser Serie reichen von 500 GB bis zu 4 TB, wobei die Preise bei 179,99 US-dollar beginnen.
Für Anwendungen, die eine deutlich höhere Performance verlangen, wurde die NAS 800 NVMe SSD entwickelt. Diese basiert auf dem schnellen PCIe-5.0-Standard im M.2-Formfaktor und erzielt Transferraten von bis zu 14.900 MB/s beim Lesen sowie 13.200 MB/s beim Schreiben.
Die Belastbarkeit wird mit bis zu 14 PBW (Petabytes Written) angegeben. Die NAS 800 ist in Kapazitätsstufen zwischen 960 GB und 7,68 TB verfügbar, wobei das Einstiegsmodell für 309,99 US-Dollar gelistet wird. Beide Produktreihen sind seit September 2026 verfügbar, unter anderem auch auf dem indischen Markt.
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Neue Hardware-Generationen von QNAP und Synology
Parallel zur Bereitstellung neuer Speichermedien haben führende NAS-Anbieter ihre Systemlandschaften aktualisiert. QNAP führte im September 2026 die TVS-hx77AX-Serie ein, die mit AMD Ryzen 7000 Prozessoren der Zen-4-Architektur ausgestattet ist.
Diese Systeme unterstützen bis zu 192 GB DDR5-Arbeitsspeicher und verfügen über duale 10GbE- sowie duale 2,5GbE-Schnittstellen. Für Erweiterungen stehen drei PCIe-Gen4-Steckplätze zur Verfügung, die etwa für 25GbE-SmartNICs genutzt werden können. Die Serie unterstützt Hybrid-Speicherkonfigurationen mit U.2 NVMe und setzt auf das QuTS hero ZFS-Dateisystem.
Synology ergänzte sein Angebot im selben Zeitraum um das RS11626xs+. Dieses 3U-System mit 20 Einschüben lässt sich durch Erweiterungseinheiten auf bis zu 116 Bays beziehungsweise eine Kapazität von 2,6 PB skalieren.
In Tests erreichte das System laut Herstellerangaben bis zu 895.000 IOPS beim Lesen und 234.000 IOPS beim Schreiben, bei Datendurchsätzen von bis zu 10.500 MB/s.
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Innovationen bei Arbeitsspeichern und Marktdynamik bei NAND-Preisen
Abseits der NAS-Systeme gibt es signifikante Fortschritte im Bereich der mobilen Arbeitsspeicher. Das Unternehmen Rayson kündigte ein LPDDR5X LPCAMM2-9600-Modul mit einer Kapazität von 96 GB an.
Diese Technologie ist speziell für KI-gestützte Laptops und PCs vorgesehen und soll im Vergleich zu herkömmlichen DDR5 SO-DIMMs 60 % weniger Platz beanspruchen. Zudem werde der Stromverbrauch um 50 % gesenkt, während die Effizienz um 70 % steige.
Während die Hardware-Leistung steigt, zeichnet sich am Komponentenmarkt eine Stabilisierung ab. Der CEO von Kioxia, Hiroo Ota, wies seine Vertriebsteams im September 2026 an, im Bereich der Rechenzentren nicht weiter auf Preiserhöhungen zu drängen. Er begründete dies damit, dass das Preisniveau mittlerweile ausreichend hoch sei.
Nachdem die NAND-Preise im Juni-Quartal um 70 % im Vergleich zum Vorquartal gestiegen waren, deutet dies auf einen strategischen Wandel hin zu einem stabileren Marktgefüge hin. Insbesondere Großabnehmer wie Apple, auf die ein erheblicher Teil des Kioxia-Umsatzes entfällt, müssen sich jedoch im September noch auf höhere Speicherkosten einstellen.

