Eine massive Smishing-Welle zielt derzeit auf Kunden der Santander Bank ab. Die Betrüger setzen auf psychologischen Druck mit einer ultrakurzen 24-Stunden-Frist. Verbraucherschützer und die Bank selbst warnen eindringlich davor, auf Links in den Nachrichten zu klicken.
So funktioniert die perfide Masche
Die Betrugs-SMS tarnt sich als offizielle Mitteilung der Santander Bank. Als Vorwand dienen ein angeblich ablaufendes „SantanderSign“-Zertifikat, eine notwendige Datenaktualisierung oder eine drohende Kontosperrung. Der enthaltene Link führt auf eine täuschend echte Fake-Website. Dort sollen Opfer ihre Zugangsdaten und Passwörter eingeben – die dann direkt an die Kriminellen gehen.
Smishing-Angriffe wie diese nutzen gezielt Zeitdruck und gefälschte Login-Seiten, sodass viele Opfer ihre Daten unüberlegt preisgeben. Das kostenlose Anti-Phishing-Paket bietet eine präzise 4‑Schritte-Anleitung, wie Sie betrügerische SMS und Fake-Webseiten sofort erkennen, welche Sofortmaßnahmen Sie ergreifen sollten und wie Sie Ihr Konto sichern. Besonders nützlich: Praxisnahe Checklisten und Hinweise zu typischen psychologischen Tricks wie der 24‑Stunden‑Drohung. Anti-Phishing-Paket jetzt kostenlos herunterladen
Warum die 24-Stunden-Taktik so gefährlich ist
Der psychologische Trick der Betrüger ist simpel und wirksam: Die künstlich erzeugte Dringlichkeit soll Panik auslösen und rationales Handeln verhindern. Die Drohung, den Zugang zu den eigenen Finanzen zu verlieren, verleitet viele dazu, Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen. Diese Methode ist ein klassisches Merkmal von Phishing-Angriffen und wird branchenweit eingesetzt.
So erkennen Sie die Fake-Nachrichten
Obwohl die Versuche professioneller werden, gibt es klare Warnsignale:
* Unpersönliche Anrede: „Sehr geehrter Kunde“ statt Ihres vollen Namens.
* Verdächtige Links: URLs, die der echten Domain ähneln, aber leichte Abweichungen haben.
* Drohungen: Plötzliche Androhungen einer sofortigen Kontosperrung sind untypisch für seriöse Bankkommunikation.
Santander betont: Die Bank fordert niemals per SMS oder E-Mail zur Eingabe persönlicher Zugangsdaten über einen Link auf.
Smishing: Eine wachsende Bedrohung
Der Angriff ist Teil des Trends zum Smishing – einer Kombination aus SMS und Phishing. Kriminelle nutzen das hohe Vertrauen in Textnachrichten aus. Die Nachrichten werden oft wahllos an tausende Nummern verschickt, in der Hoffnung, echte Kunden zu treffen. Die Banken investieren zwar in Sicherheit, doch die Wachsamkeit der Nutzer bleibt die wichtigste Abwehr.
Diese Schutzmaßnahmen empfehlen Experten
- Nie auf Links klicken in unerwarteten SMS oder Mails mit Aufforderungen zu Bankdaten.
- Verdächtige Nachrichten sofort löschen.
- Banking nur über die offizielle App oder durch manuelle Eingabe der Webadresse durchführen.
- Bei Unsicherheit die Bank kontaktieren – über die bekannten offiziellen Wege.
- Bei Datenpreisgabe sofort handeln: Konto sperren lassen und Anzeige bei der Polizei erstatten.





