Am heutigen Montag haben Entwickler SchallOS vorgestellt – eine Plattform, die veraltete Datenbanksysteme in die KI-Zukunft führen soll. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Branchengrößen wie SAP setzen längst auf autonome Agenten, die Arbeitsabläufe radikal verändern.
Migration statt Stillstand: SchallOS als Brücke
SchallOS richtet sich gezielt an Unternehmen, die noch auf älteren FileMaker-Lösungen sitzen. Die Plattform setzt auf moderne Web-Architektur mit PostgreSQL und IndexedDB, kombiniert mit semantischen Wissensebenen und Funktionscontainern. Das Ziel: eine echte Migration statt bloßem „Lift and Shift“ – ein Ansatz, den Experten zunehmend als riskant einstufen.
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Wer umsteigen will, bekommt Hilfe: gFM-Business 9 erscheint im September 2026 und dient als Brücke zwischen Alt und Neu. Ein Early-Bird-Angebot läuft noch bis zum 31. Juli. Der Trend zur Modernisierung erfasst auch den Rest des Marktes. Analysten raten Unternehmen, die von veralteten Microsoft-Dynamics-Versionen kommen, dringend, technische Schulden abzubauen – nur so entsteht die Datenbasis, die KI-Systeme brauchen.
SAP setzt auf 50 KI-Agenten
SAP hat nach einer ersten Einführung im Mai 2026 nun mehr als 50 KI-Agenten in seine Kernsysteme integriert. Die Agenten basieren auf den Claude-Modellen von Anthropic und arbeiten in S/4HANA, Ariba und SuccessFactors. Die ersten Ergebnisse sind beeindruckend:
- Effizienzsteigerung in Beschaffungsprozessen: 20 bis 30 Prozent
- Reduzierung von Produktionsabfällen: 55 Prozent
- Weniger fehlerhafte Chargen: 80 Prozent
- Logistikkosten gesenkt: zwischen 5 und 20 Prozent
Die Kontrolle über die autonomen Helfer bleibt in menschlicher Hand: Ein AI Agent Hub und klare Governance-Regeln stellen sicher, dass niemand die Übersicht verliert.
Gespräch statt Menü: Der neue Umgang mit Software
Ramco Systems geht noch einen Schritt weiter und baut seine ERP-Lösungen komplett neu auf – von Grund auf KI-nativ. Besonders im Fokus: Lohnabrechnung und Luftfahrtsoftware. Statt durch endlose Menüs zu klicken, sprechen Mitarbeiter künftig mit einem Agenten, der sie durch komplexe Prozesse führt. Das soll nicht nur schneller, sondern auch präziser sein.
Auch im Service-Bereich tut sich was: Dayos hat im Juni die Plattform „Hero“ gelauncht. Sie führt Aufgaben direkt in ERP- und Personalmanagementsystemen aus – ohne klassisches Ticket-System. Die Betriebskosten sollen sinken, je mehr das System lernt.
Cloud und Infrastruktur ziehen nach
Die Technik dahinter muss mithalten. Alibaba Cloud hat heute die allgemeine Verfügbarkeit seines KI-nativen Datenbankdienstes (AIDBS) bekanntgegeben. Bestehende Cloud-Datenbanken lassen sich damit ohne Vollmigration in eine agentenfreundliche Umgebung verwandeln. Ein Daten-Agent ermöglicht Abfragen in natürlicher Sprache, eine Entwicklungsplattform erlaubt den Bau von RAG-Workflows.
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Weitere Neuigkeiten aus der Branche:
- Apple hat auf der WWDC 2026 Claris FileMaker Go 2026 vorgestellt – mit Integration von Google Gemini.
- Infor bringt CloudSuite Industrial Enterprise für die Elektronikbranche auf den Markt, inklusive KI-Agenten für Lager und Projektmanagement.
- Das südafrikanische Startup stub hat seine KI-native Buchhaltungsplattform auf 10.000 Mikro-Unternehmen skaliert – vor sieben Monaten waren es noch unter 4.000.
Die Botschaft der Branche ist klar: Ohne saubere Daten und standardisierte Prozesse nützt die beste KI nichts. Erste Implementierungen in Finanzabteilungen zeigen, dass eingebettete KI manuelle Arbeit um bis zu 70 Prozent reduzieren kann.

