Die Automatisierung der Haushaltsreinigung steht vor einem technologischen Umbruch. Während herkömmliche Saugroboter bislang auf ebene Flächen limitiert waren, rücken nun Lösungen für mehrstöckige Wohnumgebungen in den Fokus der Entwicklung.
Ein zentrales Beispiel für diesen Trend ist der Saros Rover des Herstellers Roborock, der Anfang September 2026 auf der IFA in Berlin präsentiert wurde. Das Gerät markiert den Versuch, die physischen Grenzen der bisherigen Roboter-Architektur durch eine Kombination aus Rädern und Gelenkbeinen zu überwinden.
Die Hybrid-Architektur als Lösung für Barrieren
Der Kern der technischen Neuerung liegt in der sogenannten „Wheel-Leg“-Architektur. Anders als marktübliche Modelle verfügt der Saros Rover über zwei unabhängige Beine, an deren Enden Räder montiert sind. Diese Konstruktion ermöglicht es dem System, sich über die klassischen Rollbewegungen hinaus vertikal zu bewegen.
In Vorführungen während der IFA 2026 im September zeigte das Unternehmen, wie der Roboter Treppen Stufe für Stufe erklimmt und dabei jede einzelne Fläche reinigt. Die Gelenkarme können sich einzeln heben und senken, was nicht nur das Steigen, sondern auch das Überwinden von signifikanten Hindernissen ermöglicht.
Laut Herstellerangaben bewältigt der Prototyp Barrieren mit einer Höhe von 8 bis 8,5 Zentimetern sowie allgemeine Höhenunterschiede von bis zu 4,5 Zentimetern. Zudem sei das Gerät in der Lage, Sprünge aus einer Höhe von bis zu 10 Zentimetern zu absolvieren, während es beim Abstieg über zwei Räder die Balance halte.
Sensorik und Navigationsleistung im Fokus
Noch ist der Saros Rover ein Prototyp — doch die IFA zeigt klar, wohin die Reise geht: Roboter, die Treppen Stufe für Stufe erklimmen und sich das manuelle Umsetzen sparen. Wer heute für ein Mehr-Etagen-Haus kauft, sollte wissen, welche Kriterien zählen. Kostenlose Checkliste für treppensteigende Saugroboter anfordern
Ein wesentlicher Aspekt bei der Bewältigung komplexer Architekturen wie Kurventreppen ist die Präzision der Navigation. Der Saros Rover, der sein erstes weltweites Debüt bereits im Januar 2026 auf der CES gab, nutzt für die räumliche Orientierung eine Kombination aus LiDAR-Technologie und 3D-Scans.
Die Steuerung der unabhängigen Beine erfordert eine kontinuierliche Verarbeitung von Bewegungsdaten. Hierzu greift das System auf integrierte Bewegungssensoren und eine Echtzeit-3D-Analyse der Umgebung zurück.
Diese Datenbasis ist notwendig, damit der Roboter die Positionierung seiner Gelenkarme an die jeweilige Stufenhöhe und -tiefe anpassen kann. Das Ziel dieser Entwicklung ist eine lückenlose Reinigung in Haushalten, die über mehrere Etagen verfügen, ohne dass das Gerät manuell umgesetzt werden muss.
Marktreife und technische Spezifikationen
Trotz der fortgeschrittenen Demonstrationen in Berlin handelt es sich bei dem gezeigten Saros Rover derzeit noch um einen Entwicklungsprototypen. Informationen zu einem konkreten Marktstart oder einem geplanten Launch-Termin liegen bislang nicht vor. Auch zu einer möglichen Preisgestaltung hält sich der Hersteller bedeckt.
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Hinsichtlich der Leistungsdaten kursieren inoffizielle Angaben, die auf eine deutliche Steigerung der Saugkraft hindeuten. So wird eine Saugleistung von bis zu 35.000 Pa sowie der Einsatz einer DuoDivide-Hauptbürste diskutiert.
Validierte Testdaten zur tatsächlichen Akkulaufzeit, der Lautstärkenentwicklung oder der Effizienz unter realen Bedingungen stehen jedoch noch aus. Die Branche beobachtet das Projekt vor allem als Technologieträger, der den Weg für eine neue Geräteklasse ebnen könnte, die über die einfache Bodenreinigung hinausgeht.

