ScanSnap Cloud+: PFU feiert 25 Jahre mit KI-Update

KI-gestützte Systeme revolutionieren die Dokumentenverarbeitung in Finanzen, Gesundheitswesen und Bauindustrie. Neue Tools und Updates vorgestellt.

Weg von klassischer Texterkennung, hin zu intelligenter KI-gestützter Dokumentenanalyse. Besonders in den Bereichen Gesundheit, Finanzen und Bauwesen setzen Unternehmen auf Systeme, die Layouts verstehen und Handschriften entziffern können.

ScanSnap feiert 25 Jahre mit KI-Update

PFU hat am 14. Juli 2026 gleich zwei Neuerungen vorgestellt: den Abo-Dienst ScanSnap Cloud+ und die mobile App ScanSnap Camera. Beide nutzen proprietäre KI, um Papierdokumente in durchsuchbare digitale Dateien zu verwandeln. Die Technologie erkennt Handschriften, generiert automatisch Dateinamen aus dem Inhalt und erstellt PDFs mit aktiven Links.

Die Smartphone-App liefert eine Bildqualität, die laut Hersteller mit dedizierten Scannern mithalten kann. Zum 25-jährigen Bestehen der Marke bietet PFU bis zum 31. August 2026 eine kostenlose Testphase an. Danach folgen gestaffelte Monatsabos, abhängig vom Scanvolumen.

Finanzbranche setzt auf automatisierte Datenextraktion

Drake Software hat am 15. Juli 2026 eine Beta-Version seiner SmartExtract-Engine für die Online-Steuerplattform veröffentlicht. Das Tool identifiziert und überträgt Daten von Steuerformularen wie W-2 und 1099 automatisch in die Steuerdateien. Ziel ist es, Eingabefehler für das Steuerjahr 2025 zu minimieren.

Im Bereich der Immobilienfinanzierung hat Built Technologies – ein Unternehmen, das Projekte im Wert von über 500 Milliarden Euro verwaltet – am selben Tag eine neue Dokumentenverarbeitungs-Engine eingeführt. Das cloudbasierte KI-System unterstützt mehr als 250 Dokumenttypen und erreicht eine Trefferquote von über 95 Prozent bei Klassifikation und Datenextraktion. Workflows, die früher Tage dauerten, erledigt das System nun in wenigen Minuten.

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Gesundheitswesen: KI überwindet die Papierflut

Auch Krankenhäuser und Praxen verabschieden sich von herkömmlicher Texterkennung. Seit dem 15. Juli 2026 kommen sogenannte Vision-Language-Modelle zum Einsatz, die die Lücke zwischen Papierakten und elektronischem Datenaustausch schließen. Zwar laufen bereits 98 Prozent der Gesundheitsabrechnungen elektronisch – doch Millionen Papieranträge müssen weiterhin verarbeitet werden.

Speziell trainierte KI-Modelle bewältigen selbst schiefe oder kontrastarme Scans in unter zehn Sekunden pro Antrag. Zum Vergleich: Bisherige manuelle oder veraltete digitale Methoden benötigten mehrere Minuten.

Neue Entwicklerwerkzeuge für strukturierte Datenextraktion

Softwareentwickler haben diese Woche Zugriff auf mehrere neue Bibliotheken erhalten, die KI-gestützte Dokumentenerfassung in bestehende Unternehmenssysteme integrieren. Apryse veröffentlichte am 15. Juli 2026 eine KI-gestützte OCR-Engine in seinem Server-SDK. Der Fokus liegt auf Mehrsprachigkeit – inklusive Portugiesisch und asiatischer Sprachen – sowie der Ausgabe in strukturierten Formaten wie JSON oder XML für den Einsatz in KI-Sprachmodellen.

Einen Tag später brachte Syncfusion den Smart Data Extractor für .NET und C## auf den Markt. Die Bibliothek setzt auf lokale Sicherheit durch vollständig offlinefähige Installation ohne externe KI-Abhängigkeiten. Eine lernfähige Layout-Analyse erkennt Formulare und extrahiert Tabellendaten aus PDFs und Bildern.

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Ebenfalls am 16. Juli 2026 launchte Artificio eine Lösung zur Rechnungsautomatisierung für SAP-Umgebungen. Das Tool erledigt den gesamten Rechnungsworkflow – vom Drei-Wege-Abgleich bis zur direkten Buchung – vollautomatisch. Bisher benötigte die manuelle Eingabe pro Rechnung zwischen 10 und 30 Minuten.

Bauindustrie digitalisiert Sicherheitsprozesse

Auch die Baubranche entdeckt die neuen Technologien für sich. Das Unternehmen Arch führte am 6. Juli 2026 eine digitale Sicherheitsplanungsfunktion für seine Management-App ein. Das Tool ermöglicht die digitale Erstellung, Genehmigung und Unterzeichnung von Arbeitsplänen. Nach Schätzung des Herstellers spart dies rund 20 Arbeitsstunden pro Monat auf einer einzigen Baustelle.

Bis Ende 2026 plant Arch zudem eine KI-gesteuerte automatische Erstellungsfunktion für diese Pläne – ein weiterer Schritt zur vollständigen Digitalisierung der Baustellendokumentation.