Schaeffler-Aktie verdoppelt sich binnen drei Monaten – Getrieben von einer spektakulären Partnerschaft mit dem britischen KI-Unternehmen Humanoid und eigenen Roboter-Komponenten feiert der deutsche Antriebsspezialist einen Börsenrausch. Der Konzern positioniert sich damit als Schlüssellieferant für die aufstrebende humanoide Roboterindustrie.
Börsenrausch übertrifft alle Erwartungen
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Aktie des Motion-Technology-Konzerns notierte am Freitag, den 24. Januar, bei 11,89 Euro. Das bedeutet ein Plus von 50 Prozent binnen eines Monats und eine Verdoppelung innerhalb von nur 90 Tagen. Dieser Höhenflug hat sämtliche Analystenziele hinter sich gelassen. Der Marktkonsens lag zuletzt bei rund 5,54 Euro, selbst die optimistischsten Prognosen bei 7,50 Euro.
Was treibt diese Euphorie? Die Antwort liegt in einer strategischen Neuausrichtung. Schaeffler verlässt sein traditionelles Kerngeschäft mit Automobil- und Industrielagern und stürzt sich in den Zukunftsmarkt der humanoiden Roboter. Für Anleger ist die „Humanoid Robotics Story“ zum Haupttreiber geworden. Trotz möglicher Überbewertung nach klassischen Kennzahlen zeigt der Momentum eindeutig: Das Vertrauen in Schaefflers langfristige Strategie, einen großen Teil des Automatisierungsmarktes zu erobern, ist immens.
Schlüsselpartnerschaft mit britischem KI-Champion
Im Januar 2026 besiegelte Schaeffler eine wegweisende Allianz mit dem britischen Unternehmen Humanoid. Die Kooperation geht weit über eine reine Lieferbeziehung hinaus. Schaeffler wird nicht nur kritische Aktuatoren – die „Muskeln und Gelenke“ der Roboter – liefern, sondern auch Hunderte von Humanoid-Einheiten im eigenen globalen Produktionsnetzwerk einsetzen.
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Diese Doppelstrategie ist clever: Sie sichert dem deutschen Technologiekonzern einen Großabnehmer für seine neuen Komponenten und treibt gleichzeitig die Automatisierung der eigenen Werke voran. Die Integration soll über die nächsten fünf Jahre laufen und als lebendiger Praxistest für die Technologie dienen. Gemeinsame Entwicklungsprojekte in den Bereichen Datensammlung und Qualifikation vertiefen die Partnerschaft weiter und verankern Schaeffler fest in der Roboter-Wertschöpfungskette.
Präzisions-Mechanik für die Roboter-Revolution
Auf der Technologiemesse CES 2026 in Las Vegas zeigte Schaeffler, was in ihm steckt. Der Konzern präsentierte einen neu entwickelten Planetengetriebe-Aktuator, speziell für humanoide Roboter konstruiert. Diese Hochpräzisionskomponenten sind entscheidend, damit zweibeinige Maschinen in menschlichen Umgebungen stabil und kraftvoll agieren können.
Mit seiner jahrzehntelangen Expertise in der Präzisionsmechanik adressiert Schaeffler eine der größten Herausforderungen der Branche: die Herstellung zuverlässiger, in Serie produzierbarer Aktuatoren. Das ambitionierte Ziel lautet, bis 2030 über 10 Prozent des globalen Humanoid-Roboter-Marktes zu beliefern. Konzernvertreter gehen sogar davon aus, dass Schaeffler-Produkte künftig bis zur Hälfte der Materialkosten eines Standardroboters ausmachen könnten – eine Schlüsselposition, vergleichbar mit der in der Automobilindustrie.
Eigene Werke werden zum Testfeld
Die Transformation ist nicht nur auf die Zuliefererseite beschränkt. Schaeffler treibt die Automatisierung im eigenen Haus massiv voran. Bis 2030 sollen humanoide Roboter in vielen der weltweit 100 Werke komplexe Aufgaben übernehmen. Diese Initiative wird durch die Humanoid-Partnerschaft und eine frühere Beteiligung an Agility Robotics Ende 2024 untermauert.
Der Konzern setzt damit auf die eigene Medizin und nutzt die Technologien, die er mitentwickelt. Analysten sehen darin die Chance, das Umsatzprofil grundlegend zu verändern und die Abhängigkeit von Komponenten für Verbrennungsmotoren zu verringern. Der aktuelle Börsenkurs setzt das Unternehmen jedoch unter enormen Erfolgsdruck. Noch in diesem Jahr beginnt die Integration von Beta-Robotern. Dann wird der Markt genau auf Kennzahlen wie Effizienzsteigerungen und Zuverlässigkeit achten, um das aktuelle Kursniveau zu rechtfertigen.
Die nächste Bilanzpressekonferenz wird mit Spannung erwartet. Können die finanziellen Realitäten der Roboter-Sparte mit den hochfliegenden Erwartungen Schritt halten? Eines ist bereits klar: Schaeffler hat den Markt überzeugt, dass es nicht nur Zuschauer der Roboter-Revolution ist, sondern einer ihrer Architekten.
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