Behörden und Verbraucherschützer warnen vor Einbrüchen, Betrugsmaschen und Risiken rund um Wertsachen.
Einbruchschutz: Die wichtigsten Fehler vermeiden
Das Landeskriminalamt Niedersachsen weist auf ein verändertes Einbruchsverhalten hin. Daten aus dem Jahr 2025 zeigen: Mehr als ein Drittel der Wohnungseinbrüche ereignet sich tagsüber.
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Um die Abwesenheit während des Urlaubs nicht offensichtlich zu machen, empfehlen Experten, Rollläden tagsüber geöffnet zu lassen. Vertrauenspersonen sollten regelmäßig den Briefkasten leeren. Zeitschaltuhren für die Beleuchtung simulieren zudem ein bewohntes Haus.
Ein besonderes Risiko liegt im Nutzungsverhalten in sozialen Medien. Experten raten dringend davon ab, Urlaubsbilder oder Standortinformationen in Echtzeit zu teilen. Das bestätigt Einbrechern die Abwesenheit der Bewohner. Auch klassische Fehler wie das Verstecken von Schlüsseln unter Blumenkübeln oder Türmatten bleiben ein hohes Risiko – diese Verstecke sind professionellen Tätern bekannt.
Rechtsstreit um Schließfach-Sicherheit
Die Sicherheit von Bankdepots beschäftigt derzeit das Landgericht Essen. Hintergrund sind Zivilverfahren gegen die Sparkasse Gelsenkirchen nach einem Einbruch aus der Weihnachtszeit 2025. Täter hatten über 3.000 Schließfächer aufgebrochen, nachdem sie sich Zugang zum Tresorraum verschafft hatten.
Ein Rechtsbeistand vertritt rund 650 Geschädigte, die einen Gesamtschaden von etwa 51,5 Millionen Euro geltend machen. Im Zentrum steht die Frage der Haftung. Während Kläger Schadenersatzsummen im fünf- bis sechsstelligen Bereich fordern, verweist das Geldinstitut auf vertraglich vereinbarte Versicherungssummen von maximal 10.300 Euro. Die Bank bestreitet eine Verletzung der Aufsichtspflichten.
Verbraucherschützer betonen: Bei der Lagerung von Gold, Bargeld oder wichtigen Dokumenten muss der Versicherungsumfang geprüft werden. Private Hausratversicherungen decken solche Werte oft nur bis zu geringen Grenzen ab – sofern kein zertifizierter Tresor vorhanden ist.
Neue Betrugsmaschen: Falsche Polizisten aktiv
Neben physischen Einbrüchen warnen Polizeibehörden vor telefonischem Betrug durch falsche Polizeibeamte. In der Lausitz verlor eine Seniorin kürzlich Schmuck und Bargeld im Wert eines fünfstelligen Betrags an Kriminelle, die sich als Polizisten ausgaben. Die echte Polizei betont: Beamte holen niemals Wertsachen oder Bargeld zur Verwahrung ab.
Für Reisende selbst gibt es neue Empfehlungen zur Gepäcksicherung. Digitale Tracker wie AirTags stoßen in geschlossenen Frachträumen oft an ihre technischen Grenzen. Experten raten daher, wichtige Kontaktdaten und die Buchungsnummer zusätzlich auf einem gut sichtbaren Blatt Papier oben in den Koffer zu legen.
Auch der Schutz digitaler Daten gewinnt an Bedeutung. Marktforscher beobachten einen steigenden Bedarf an Verschlüsselungstechnologien und externen Backups, um sensible Informationen während der Abwesenheit zu schützen.
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Haustiere und internationale Reisen
Für Tierhalter unterstreicht der Verein TASSO die Notwendigkeit einer Registrierung und Kennzeichnung per Transponder vor Reiseantritt. Bei Katzen raten Experten jedoch oft dazu, diese in der gewohnten Umgebung betreuen zu lassen.
Reisende, die internationale Großereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2026 in Nordamerika planen, sollten die verschärften Einreisebestimmungen beachten. Für die USA ist neben einem gültigen Reisepass und der ESTA-Genehmigung die Nutzung spezieller Apps für die Einreiseabwicklung vorgesehen. Die Kosten für offizielle Tickets können erheblich schwanken – Buchungen sollten ausschließlich über autorisierte Plattformen erfolgen.

