SEKIMORI: Excite Holdings startet Dashboard für KI-Nutzung und Kosten

Die Plattform bündelt KI-Nutzungsdaten und half Excite Holdings, jährlich rund 2,4 Millionen Yen an Gebühren einzusparen.

Das in Tokio ansässige Unternehmen Excite Holdings hat unter der Leitung von Präsident Shinichi Saijo den neuen KI-Management-Service „SEKIMORI“ gestartet. Das System bietet ein zentrales Dashboard, das die unternehmensweite Nutzung verschiedener KI-Modelle wie ChatGPT, Claude, Gemini, Copilot, Codex und Claude Code visualisiert.

Ziel der Anwendung ist es, die Förderung der KI-Nutzung mit einer effizienten Kostenoptimierung und dem Management von Risiken bezüglich des Abflusses sensibler Informationen zu verknüpfen.

Effizienzsteigerung durch Nutzungsanalyse

Im Rahmen einer internen Vorab-Einführung bei Excite Holdings wurden die Nutzungsdaten von 140 Mitarbeitern über das System erfasst. Die Analyse ergab, dass 40 Accounts gänzlich ungenutzt waren und weitere 34 Accounts eine nur geringe Nutzung aufwiesen.

Durch eine anschließende Lizenzüberprüfung sowie gezielte Tarifwechsel konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben jährliche Einsparungen bei den KI-Nutzungsgebühren in Höhe von rund 2,4 Mio. Yen realisieren. Um die Markteinführung zu unterstützen, bietet das Unternehmen den ersten 100 Kunden eine sechsmonatige kostenlose Bereitstellung des Dienstes an.

Steigender Kostendruck bei KI-Infrastruktur

Die Relevanz solcher Management-Tools wird durch die aktuelle Marktsituation unterstrichen, in der die Kosten für KI-Infrastruktur massiv steigen. Sridhar Vembu, Mitbegründer und Chief Scientist von Zoho, wies in einem Branchendialog darauf hin, dass die Ausgaben für Server aktuell beim Vierfachen des Vorjahres lägen, während die Speicherkosten um das Fünffache gestiegen seien. Auch die Ausgaben für KI-Token nehmen stark zu, was die Profitabilität von Softwareunternehmen belastet.

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Bei Zoho sank die konsolidierte Nettogewinnmarge von 34,8 % im Geschäftsjahr 2023 auf 33,5 % im Folgejahr und erreichte im Geschäftsjahr 2025 einen Wert von 27,8 %.

Die Ausgaben des Unternehmens kletterten von 4.899 Crore im Geschäftsjahr 2024 auf 6.234 Crore im Jahr 2025. Vembu geht davon aus, dass sich die Ausführung von KI-Modellen für risikoarme Aufgaben innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate verstärkt auf lokale Hardware wie Notebooks verlagern wird, um die Abhängigkeit von teurer Rechenzentrumsinfrastruktur zu verringern.

Governance und Produktivität in der Entwicklung

Trotz der Kostenproblematik zeigen aktuelle Studien den hohen Nutzwert von KI-gestützten Prozessen. Laut dem AI Developer Report 2026 von Agoda nutzen bereits 53 % der befragten Entwickler KI-Agenten in der Produktion oder in breitem Umfang. Dabei sparen 55 % der Befragten wöchentlich mehr als sieben Stunden Arbeitszeit ein.

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Dennoch identifizierten 28 % der Entwickler die Kosten als größte Hürde für eine weitere Implementierung, gefolgt von Integrationskomplexität (24 %) und einer unzureichenden Governance (19 %).

Die Sicherheitsbedenken bleiben hoch: 86 % der Entwickler verifizieren die KI-Ergebnisse immer oder fast immer, und 79 % verlangen eine menschliche Freigabe für Deployments in der Produktion.

In diesem Umfeld positioniert Excite Holdings SEKIMORI als Werkzeug, um genau diese Lücken in der Governance und Kostenkontrolle zu schließen, während Unternehmen versuchen, das Produktivitätspotenzial der Technologie auszuschöpfen.

Sridhar Vembu von Zoho prognostizierte diesbezüglich, dass der Wert künftiger Systeme vor allem in der Kombination von KI mit strukturierten Unternehmensdaten und regulatorischen Sicherheitsleitplanken liegen werde.