Selbstbau-PCs: Sechs Konfigurationen kosten im Schnitt 51 Prozent mehr

Sechs PC-Konfigurationen verteuerten sich im Schnitt um 798 Euro; zugleich empfiehlt XDA für Gaming-Rechner mindestens 32 Gigabyte RAM.

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Wer einen Desktop-Rechner selbst zusammenstellt, muss dafür deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch im Vorjahr. Wie das Fachportal Tweakers in einem Bericht vom 21. Oktober 2026 ermittelt hat, sind Systeme aus dem hauseigenen Desktop Best Buy Guide im Verlauf von etwas mehr als einem Jahr um durchschnittlich 51 Prozent teurer geworden. Dieser Anstieg entspricht einem durchschnittlichen Mehrpreis von 798 Euro pro Rechner.

Als Datenbasis für den Vergleich dienten die Preiserfassungen der Tweakers Pricewatch. Gegenübergestellt wurden die Preise aus dem September 2025 – vor Beginn der Speicherkrise – mit den Daten aus dem Oktober 2026. Analysiert wurden dabei sechs unterschiedliche Rechner-Konfigurationen, die von einfachen Einstiegssystemen über mehrere Gaming-PCs bis hin zur leistungsstarken Workstation reichen.

Enorme Preisaufschläge bei Arbeitsspeicher und Solid-State-Drives

Besonders drastisch fällt die Verteuerung bei leistungsstarken Systemen aus. Ein 4K-Gaming-PC sowie die Workstation kosten laut der Analyse inzwischen 1000 bis 1500 Euro mehr als noch ein Jahr zuvor. Doch auch im Einstiegssegment zeigen sich drastische Folgen: Ein 1080p-Gaming-PC, dessen Arbeitsspeicher in der Konfiguration halbiert wurde, verteuerte sich dennoch um 67 Prozent.

Die Hauptursache für den massiven Preissprung liegt bei den Speicherkomponenten. Über alle betrachteten Systeme hinweg kletterten die Preise für Arbeitsspeicher um 321 Prozent. Festspeicher in Form von SSDs verteuerte sich im Schnitt um 121 Prozent. Auch Grafikkarten legten um 39 Prozent zu. Demgegenüber blieben Prozessoren preislich nahezu unverändert, während Netzteile und Prozessorkühler sogar etwas günstiger zu haben waren.

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Aufgeschlüsselt nach den Komponenten trug der Arbeitsspeicher mit 368 Euro den größten Anteil zur durchschnittlichen Teuerung von 798 Euro bei. Grafikkarten machten knapp 250 Euro des Aufpreises aus, während Solid-State-Drives mit rund 200 Euro zu Buche schlugen.

Wachsende Hardware-Anforderungen verschärfen die Situation

Parallel zu den steigenden Kosten geraten bisherige Sparstrategien bei der Hardware-Planung unter Druck. Laut einem Bericht des Fachportals XDA vom 21. Oktober 2026 genügen 16 Gigabyte RAM für zeitgemäße Spiele-Rechner nicht mehr den Anforderungen. Moderne Titel beanspruchen demnach bereits 12 bis 14 Gigabyte Systemspeicher für sich allein, noch bevor das Betriebssystem und parallele Hintergrundprogramme berücksichtigt werden.

Als neue Mindestbasis nennt das Magazin eine Bestückung von 32 Gigabyte über zwei 16-Gigabyte-Module im DDR5-Standard, wobei DDR5-6000 CL30 empfohlen wird. Eigene Messungen auf einem Testsystem mit einem Intel Core i5-13600K und einer Nvidia RTX 4080 zeigten zwar ähnliche durchschnittliche Bildraten bei Verwendung eines 16-Gigabyte-Kits im Vergleich zu 32 Gigabyte.

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Allerdings traten bei den Ein-Prozent- und 0,1-Prozent-Tiefstwerten massive Unregelmäßigkeiten bei den Berechnungszeiten und deutliches Ruckeln auf, was auf Auslagerungen auf das Speichermedium zurückgeführt wird.

Ein kleineres Speicherset spart laut XDA nur etwa 30 US-Dollar ein, bildet jedoch unmittelbar eine spürbare Leistungsbremse im Gesamtsystem. Für Kaufinteressenten bedeutet die Kombination aus rasant gestiegenen Modulpreisen und dem zwingenden Schritt zu größeren RAM-Konfigurationen eine doppelte finanzielle Belastung.