Serbien will noch 2026 mit der Massenproduktion humanoider Roboter beginnen – Tausende sollen bewaffnet bei Militärparaden auftreten. Die Ankündigung von Präsident Aleksandar Vučić markiert einen strategischen Technologieschub mit chinesischer Hilfe.
Ein strategischer Technologiesprung mit China
Die Pläne wurden bei einer Präsentation des chinesischen Robotikherstellers AGIBOT Innovation in Belgrad enthüllt. Vučić erklärte, Serbien könne damit das erste europäische Land werden, das solche menschenähnlichen Roboter in Serie fertigt. Es handle sich um eine der größten ausländischen Investitionen in der Landesgeschichte. Die Partnerschaft umfasst die komplette Wertschöpfungskette – von der Hardware bis zur Software – und soll bis 2030 in bis zu 50 Fabriken münden.
Allein im Bereich der angewandten Künstlichen Intelligenz peilt die Regierung bis 2032 rund 8.000 neue Arbeitsplätze an. Zentral für das Projekt sind sogenannte „Datenfabriken“, in denen die Roboter trainiert werden. Jede Einheit benötigt schätzungsweise 100 Millionen Trainingsstunden, um Aufgaben zu meistern. Vorgestellte Modelle konnten bereits Kaffee kochen, bügeln und den Präsidenten auf Englisch begrüßen.
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Vom Haushaltshelfer zum Sicherheitsdienst
Die bemerkenswerteste Ankündigung betrifft die militärische Nutzung. „Unsere nächste Militärparade wird Tausende Roboter zeigen, die bewaffnet werden können, um zusätzliche Sicherheit für das Land zu bieten“, so Vučić. Während die gezeigten Modelle nur geringe Lasten tragen können, seien Versionen mit bis zu 100 Kilogramm Tragkraft für militärische Zwecke denkbar.
Einsatzgebiete wären etwa die Grenzkontrolle, eine Aufgabe, die solche Systeme in China bereits erfüllen. Die Einführung autonomer Plattformen würde die Schlagkraft der serbischen Streitkräfte deutlich erhöhen. Vučić kündigte an, für die Umsetzung die Unterstützung von Chinas Staatschef Xi Jinping zu suchen. Die Pläne passen zur jüngsten Modernisierungsoffensive der Armee, zu der auch Drohnen und Luftabwehrsysteme zählen.
Ambitionen mit enormem Energiehunger
Die Roboter-Produktion könnte Serbien zu einem Hightech-Zentrum in Südosteuropa machen. Die Hardware-Komponenten sollen im Werk „Mint“ in Loznica gefertigt werden, was lokale Lieferketten stärkt.
Doch die Ambitionen sind gewaltig. Vučić räumte ein, dass eine einzige Robotikfabrik bis zu 600 Megawatt Strom benötigen könnte – so viel wie eine mittlere Stadt. Das erfordert einen massiven Ausbau der nationalen Energieinfrastruktur. Zudem positioniert sich Serbien mit den bewaffneten Robotern im globalen Diskurs über autonome Waffensysteme und deren ethische Grenzen.
Ein konkreter Zeitplan für die roboterbestückte Militärparade wurde nicht genannt. Die Umsetzung hängt nun von der finalen Investitionsvereinbarung mit AGIBOT und der technologischen sowie finanziellen Unterstützung aus China ab. Serbiens Vorstoß zeigt, wie Nationen durch strategische Technologiepartnerschaften gleichzeitig ihre Industrie und ihr Militär modernisieren wollen.
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