Der US-Softwarekonzern erweitert seine generativen KI-Funktionen und Entwicklerwerkzeuge für effizienteres Wissensmanagement. Im Fokus stehen automatisierte Inhaltserstellung und strategische Partnerschaften.
Zwei Wege zur Wissensvorlage
Technische Vorführungen Ende Juni 2026 zeigen zwei zentrale Methoden für Administratoren, um Wissensvorlagen in ServiceNow zu erstellen. Der erste Ansatz folgt einem strukturellen Entwicklungsprozess: Nutzer legen eine neue Tabelle an und definieren spezifische Formularlayouts. So wird standardisiert, wie Informationen im gesamten Unternehmen erfasst und dargestellt werden.
Die zweite, stärker automatisierte Methode nutzt die ServiceNow-Vorlagenleiste. Diese Schnittstelle kombiniert einen HTML-Editor mit KI-gestützter Assistenz, die Autoren beim effizienteren Verfassen von Inhalten unterstützt. Die Entwicklung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Nutzer zunehmend nach Wegen suchen, die Lücke zwischen statischen Dokumenten und aktiven Wissensdatenbankeinträgen zu schließen.
Bereits Anfang der Woche diskutierten Community-Experten die Herausforderung, komplexe Microsoft-Word-Dokumente in formatierte Wissensartikel zu konvertieren. Aktuelle Werkzeuge wie Now Assist und Document Intelligence ermöglichen zwar Extraktion, Zusammenfassung und die Generierung von Frage-Antwort-Paaren. Bei der originalgetreuen Übernahme mit erhaltener Formatierung stoßen sie jedoch an Grenzen. Technische Spezialisten arbeiten daher an benutzerdefinierten Skripten, um die Textintegrität bei der Migration interner Richtlinien in die Wissensdatenbank zu gewährleisten.
Now Assist und das KI-Partner-Ökosystem wachsen
ServiceNow treibt die Integration generativer KI plattformweit voran. Dokumentationen zum Xanadu-Release-Zyklus vom 25. Juni 2026 beschreiben neue E-Mail-Empfehlungsfunktionen im Now-Assist-Kontextmenü. Diese Werkzeuge erlauben es Nutzern, neue Nachrichten zu verfassen, Entwürfe zu verlängern oder zu kürzen und KI-generierte Vorschläge direkt in die Kommunikation einzufügen.
Ein bedeutender Unternehmensschritt folgte am 26. Juni 2026: HCLTech gab eine erweiterte Zusammenarbeit mit ServiceNow und Google Cloud bekannt. Die Partnerschaft zielt auf den Einsatz spezialisierter KI-Agenten ab, die von Gemini Enterprise angetrieben werden. Konkrete Anwendungen umfassen einen Assistenten für die Fabrikhalle sowie verbesserte Werkzeuge für das Außendienstmanagement.
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Auch das Risikomanagement Dritter (Third-Party Risk Management, TPRM) profitiert von der KI-Offensive. Seit Ende Juni nutzt eine neue Empfehlungsfunktion für TPRM historische Bewertungsdaten, um potenzielle Risiken samt Prioritätsstufen und Beschreibungen vorzuschlagen – speziell für Anwender der Smart Assessment Engine.
Entwickler-Updates und Infrastruktur-Weichenstellungen
Für die Entwickler-Community veröffentlichte ServiceNow am 25. Juni 2026 SDK Version 4.8.1 als Patch für die jüngsten Aktualisierungen. Das Mitte Juni erschienene Release 4.8.0 hatte zuvor die Möglichkeit eingeführt, Playbooks in Fluent zu verfassen, sowie mehrere neue APIs wie RestMessage und RetryPolicy. Das Update enthielt zudem einen neuen Befehl zum Löschen von Datensätzen und erweiterte Abfragemöglichkeiten in der Kommandozeile.
Das breitere ServiceNow-Ökosystem bereitet sich derweil auf bevorstehende Infrastrukturänderungen vor. AWS bestätigte kürzlich, dass der Support für den AWS Service Management Connector für ServiceNow am 31. März 2027 endet. Der Connector erlaubte Nutzern bislang, AWS-Ressourcen nativ über ServiceNow-Versionen wie San Diego und Rome zu verwalten.
Branchentrends: KI-Architekturen im Wandel
Die manuelle Erstellung von Wissensvorlagen kostet Zeit und führt oft zu Inkonsistenzen. Mit der strukturierten Methode aus diesem Report legen Sie in wenigen Minuten eine neue Tabelle an und definieren Formularlayouts – für standardisierte Informationen im gesamten Unternehmen. Standardisierungs-Guide jetzt sichern
Die Unternehmens-KI-Landschaft bleibt in Bewegung. Am 27. Juni 2026 hob die US-Regierung Berichten zufolge eine Sperre für Anthropics Claude Mythos 5 auf und gewährte mehr als 100 Institutionen Zugang – andere Versionen bleiben jedoch weiterhin eingeschränkt.
Parallel dazu rüsten andere Produktivitätsplattformen ihre KI-Werkzeuge auf. Microsoft führte am 25. Juni wiederverwendbare Fähigkeiten und finanzspezifische Datenkonnektoren für Copilot in Excel ein. Zoom kündigte eine neue „Agent Architect“-Suite an, die eine promptbasierte Erstellung virtueller Agenten ermöglicht. Diese branchenweiten Entwicklungen spiegeln einen wachsenden Trend zu modularen, fähigkeitsbasierten KI-Architekturen wider – genau jenen Pfad, den ServiceNow mit seinen jüngsten Plattformerweiterungen einschlägt.

