Ein aktueller Ratgeberbeitrag rät Windows-Nutzern, automatisierte Systemdatei-Prüfungen und -Reparaturen über die integrierte Aufgabenplanung einzurichten. Hintergrund sind wiederkehrende Probleme wie Startschleifen, blockierte Updates oder fehlerhafte Anmeldungen, die sich mit Bordmitteln des Betriebssystems häufig selbst beheben lassen.
SFC als zentrales Werkzeug
Im Mittelpunkt der Empfehlungen steht der Befehl sfc /scannow, der als Administrator ausgeführt geschützte Windows-Systemdateien prüft und repariert. Je nach Systemleistung dauert der Vorgang laut dem Beitrag 5 bis 10 Minuten. Für eine Offline-Ausführung, etwa von einem Installationsmedium aus, muss der tatsächliche Laufwerksbuchstabe der Windows-Installation angegeben werden.
Reparaturschleifen gezielt durchbrechen
Gerät ein System in eine automatische Reparaturschleife, empfiehlt der Beitrag, zunächst mit bcdedit die resumeobject-GUID zu ermitteln und die automatische Reparatur vorübergehend mit bcdedit /set {GUID} recoveryenabled No zu deaktivieren. Anschließend sollen chkdsk /r C: und sfc /scannow ausgeführt werden.
Zur Reparatur kann Windows 10 von einem USB-Installationsmedium gestartet werden, über „Computerreparaturoptionen“, „Problembehandlung“ und „Erweiterte Optionen“ lässt sich die Eingabeaufforderung öffnen. Für ein Wiederherstellungslaufwerk werden mindestens 16 GB USB-Speicher genannt, wobei die Erstellung sämtliche vorhandenen Daten auf dem Stick löscht.
Als Alternative führt der Beitrag die Windows-Wiederherstellungsumgebung WinRE an. Über „Diesen PC zurücksetzen“ lassen sich entweder eigene Dateien beibehalten oder sämtliche Daten entfernen; eine vollständige Laufwerksbereinigung dauert dabei laut Artikel etwa 60 bis 150 Minuten, die Option „Nur meine Dateien entfernen“ weniger als 30 Minuten.
Empfohlen wird, bei der Auswahl nur das Laufwerk mit der Windows-Installation anzugeben, um nicht versehentlich das gesamte Laufwerk zu löschen. Weitere genannte Optionen sind der abgesicherte Modus, das Deaktivieren oder Entfernen problematischer Grafiktreiber sowie die Systemwiederherstellung. Bei Lenovo-Geräten werden zusätzlich eine falsche BIOS-Startreihenfolge oder eine defekte SSD als mögliche Ursachen angeführt.
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Datenträgerprüfung und Registry-Eingriffe
Wiederholte Fehler können laut dem Artikel auch auf einen defekten Datenträger hindeuten. Für die Prüfung auf fehlerhafte Sektoren wird das Tool Victoria beschrieben, gestartet über ein WinPE-Startmedium. Bei Dateisystemfehlern wird empfohlen, chkdsk C: /F für das Systemlaufwerk auszuführen und die Prüfung beim Neustart zu bestätigen, sofern das Laufwerk aktiv genutzt wird.
Für ein belegtes Nicht-Systemlaufwerk nennt der Beitrag chkdsk D: /F beziehungsweise /F /X. Wiederkehrende Startprüfungen lassen sich nach vorheriger Laufwerksprüfung über den Registry-Schlüssel BootExecute unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager deaktivieren.
Weitere Fehlerbilder
Neben Startproblemen behandelt der Ratgeber auch andere typische Störungen. Ein fehlender oder nicht registrierter Windows-App-Installer kann demnach Installationen und Updates von Apps blockieren; als Ursachen werden beschädigte Pakete, deaktivierte Dienste oder Unternehmensrichtlinien genannt, als Abhilfe Paket- und Richtlinienprüfung per PowerShell, die Reparatur mit Repair-AppxPackage sowie SFC und DISM.
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Für den Anmeldefehler „User Profile Service failed the sign-in“ werden beschädigte Benutzerprofile oder Registry-Hives, Berechtigungsprobleme oder beschädigte Systemdateien als häufigste Ursachen angeführt, bei Domänenprofilen zusätzlich nicht erreichbare Netzwerkfreigaben oder GPO-, DNS- und Verbindungsprobleme. Vor Eingriffen in die Registry wird eine Sicherung empfohlen.
Bleibt die Windows-Update-Anzeige bei 0,0 Prozent stehen, deutet dies laut Artikel meist auf Probleme vor dem eigentlichen Download hin, etwa einen beschädigten SoftwareDistribution-Cache oder einen ausgefallenen BITS- beziehungsweise Windows-Update-Dienst. Empfohlen werden ein Neustart, die Windows-Update-Problembehandlung sowie das Umbenennen der Ordner SoftwareDistribution und catroot2 nach dem Stoppen der zugehörigen Dienste.

