SharePoint: Microsoft automatisiert Dokumentenerstellung mit KI

Microsoft integriert KI in SharePoint zur automatischen Formularerstellung. Neue Datenschutzfunktionen schützen sensible Dateien ab Mitte 2026.

Redmond – Microsoft erweitert seine Cloud-Plattform SharePoint um eine KI-gestützte Funktion zur automatischen Dokumentenerstellung. Ab sofort können Unternehmen aus Word-Vorlagen interaktive Formulare generieren lassen.

Die Neuerung, die seit dem 19. Juni 2026 als Preview verfügbar ist, richtet sich an Content-Manager und alle Nutzer mit einer Copilot-Lizenz. Statt mühsam Daten in Standardvorlagen einzutragen, erkennt die künstliche Intelligenz automatisch relevante Felder – von Text und Zahlen über Daten bis hin zu Hyperlinks und Bildern.

Vom Rohdaten zum fertigen Dokument

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Das System arbeitet auf Basis von Word-Vorlagen (.docx) direkt in der SharePoint-Dokumentenbibliothek. Besonders praktisch: Die KI unterstützt auch konditionale Abschnitte und kann auf bestehende SharePoint-Listen zugreifen. Ein geteilter Link ermöglicht es mehreren Mitarbeitern, Daten einzugeben – das System erstellt daraus automatisch ein fertig formatiertes Dokument.

„Das ist ein echter Game-Changer für Unternehmen mit standardisierten Prozessen“, kommentiert ein Analyst. „Vom Rechnungsformular bis zum Projektbericht – die manuelle Arbeit entfällt weitgehend.“

Datenschutz als Trumpf

Microsoft denkt aber auch an die Sicherheit. Ab Mitte 2026 plant der Konzern eine spezielle Einstellung, die Copilot und andere KI-Funktionen von sensiblen Dateien fernhält. Die Funktion erweitert die bereits bestehende Option „Bestimmte verbundene Erlebnisse blockieren“ auf KI-gestützte Analysen.

Besonders für stark regulierte Branchen wie Gesundheitswesen, Finanzen und Rechtswesen ist das relevant. Dateien mit bestimmten Purview-Vertraulichkeitskennzeichnungen werden dann automatisch von der KI abgeschirmt. Die öffentliche Preview läuft noch bis Mitte Juli, die allgemeine Verfügbarkeit ist für Ende Juli 2026 angekündigt.

KI-Notizen im Aufwind

Die SharePoint-Neuerung ist Teil eines größeren Trends: Auch Google hat sein NotebookLM kürzlich mit Gemini 3.5 aufgerüstet. Die neue Version kann Daten in PDF, Excel und CSV exportieren und bietet Cloud-Computing-Funktionen.

In den USA nutzen Universitäten wie die Florida State University solche KI-Tools bereits als rund um die Uhr verfügbare Lernbegleiter. Die Systeme werden auf konkrete Kursmaterialien beschränkt und helfen bei Quizzen, Lernkarten und Recherchen. Erste Umfragen zeigen: Studierende berichten von besseren Noten und deutlich kürzeren Arbeitszeiten.

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Sicherheit als Geschäftsmodell

Parallel dazu wächst der Markt für spezialisierte, besonders sichere Notiz-Apps. Erst am 21. Juni kam „Mindbook Pro“ auf den Markt – eine Anwendung, die verschlüsselte Tresore für vertrauliche Informationen bietet. Der Trend zur „Privacy-First“-Produktivität zeigt: Nicht jeder möchte seine Gedanken der KI anvertrauen.

Und auch Microsoft selbst kämpft mit Kinderkrankheiten: Ein Windows-11-Update von Anfang Juni (KB5094126) verursachte Probleme mit der Office-Automatisierung und führte zu COM-Fehlern. Ein Fix wird für Mitte Juli erwartet – ein Hinweis darauf, dass die Balance zwischen schneller KI-Integration und Systemstabilität noch nicht perfekt ist.