Juni 2026 umfassende technische Richtlinien zur Implementierung benutzerdefinierter Vorlagen in SharePoint-Bibliotheken veröffentlicht. Die aktualisierte Dokumentation zeigt Unternehmen, wie sie die Dokumenterstellung über SharePoint Server 2013 bis 2019 sowie Microsoft 365-Umgebungen hinweg standardisieren können.
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Zwei Wege zur Vorlagen-Anpassung
Die neuen Leitlinien beschreiben zwei Hauptmethoden für die Einrichtung individueller Vorlagen in einer Bibliothek. Nutzer mit Vollzugriffsberechtigung können die Standardvorlage direkt bearbeiten. Der zweite Ansatz bietet mehr Flexibilität: Eine benutzerdefinierte Vorlage wird in den versteckten Forms-Ordner der Bibliothek kopiert. So stellen Unternehmen sicher, dass neu erstellte Dokumente vorgegebenen Formatierungs- und Metadatenanforderungen entsprechen.
In einer verwandten Aktualisierung vom 12. Juni 2026 erläuterte Microsoft die Rolle von Inhaltstypen in diesem Ökosystem. Inhaltstypen fungieren als wiederverwendbare Sammlungen von Einstellungen – darunter Vorlagen, Metadaten und Workflows. Für größere Bereitstellungen empfiehlt die Support-Dokumentation einen Managed Metadata Service-Hub, um diese Inhaltstypen über mehrere Websitesammlungen hinweg zu veröffentlichen. Diese Funktion wird bereits seit SharePoint Server 2010 unterstützt.
Neue Möglichkeiten für Seiten und Websites
Bereits in den Tagen zuvor hatte Microsoft die Verwaltung von Website- und Seitenvorlagen präzisiert. Am 12. Juni 2026 erklärte das Unternehmen, dass Websitevorlagen – früher als Websitedesigns bekannt – es Besitzern erlauben, vorkonfigurierte Seiten, Webparts und Newsbeiträge auf bestehende Websites oder Hubs anzuwenden.
Gleichzeitig bestätigte eine neue Dokumentation für Seitenvorlagen: Nutzer mit Bearbeitungsrechten können vorhandene Seiten als Vorlagen für die zukünftige Verwendung speichern. Microsoft wies darauf hin, dass nachträgliche Änderungen an einer Vorlage keine rückwirkende Wirkung auf bereits daraus erstellte Seiten haben. Für das Datenmanagement gilt eine Grenze von 2.000 Listen und Bibliotheken pro Websitesammlung – festgehalten in einem Bericht vom 12. Juni zu Listenerstellungsoptionen, die auch Excel- und CSV-Importe umfassen.
Der Wandel der SharePoint-Oberfläche
Ein bedeutender Einschnitt steht am 15. Juni 2026 bevor: Dann erreicht eine neue SharePoint-Erfahrung die allgemeine Verfügbarkeit. Dieses Update mit der Kennung MC1240699 führt eine neu gestaltete App-Leiste mit Entdeckungs- und Veröffentlichungswerkzeugen ein. Es integriert zudem KI-Funktionen für Nutzer mit bestimmten Copilot-Lizenzen und benennt gefolgte Websites in Favoriten um.
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Dieser Übergang folgt auf einen Vergleich zwischen modernen und klassischen SharePoint-Erfahrungen vom 12. Juni 2026. Während die moderne Oberfläche für mobile Nutzung optimiert ist und erweiterte Spaltenformatierung unterstützt, bleiben bestimmte Legacy-Funktionen wie InfoPath und spezifische externe Datenspaltentypen exklusiv der klassischen Ansicht vorbehalten.
Sicherheit, Compliance und Lebenszyklus-Meilensteine
Neben Oberflächen-Updates führte Microsoft Anfang der Woche neue Data-Governance-Tools ein. Am 11. Juni 2026 startete das Unternehmen Priority Cleanup innerhalb von Microsoft Purview. Diese Funktion erlaubt Administratoren, bestimmte Inhalte aus OneDrive und SharePoint endgültig zu löschen – selbst wenn Aufbewahrungsrichtlinien aktiv sind. Voraussetzung ist die Genehmigung durch einen eDiscovery-Manager.
Im Sicherheitsbereich adressierte der Juni-2026-Patch-Day insgesamt 206 Schwachstellen im gesamten Microsoft-Ökosystem. Darunter befanden sich drei Zero-Day-Lücken mit den Kennungen CVE-2026-45586, CVE-2026-49160 und CVE-2026-50507. Diese waren zum Zeitpunkt der Meldung zwar nicht aktiv ausgenutzt worden, wurden jedoch als hochwahrscheinlich für eine Ausnutzung eingestuft.
Kritische Frist für Legacy-Nutzer
Unternehmen, die noch auf veralteter Infrastruktur setzen, steht eine entscheidende Deadline bevor: Am 14. Juli 2026 erreichen SharePoint Server 2016, SharePoint Server 2019 und SQL Server 2016 offiziell das Ende des Supports. Migrationen auf aktuellere Versionen oder cloudbasierte Alternativen sind dann unumgänglich. Zur Unterstützung dieser Übergänge wurden kürzlich Aktualisierungen am SharePoint-Migrationstool veröffentlicht, die nun die Migration von SharePoint-2013-Listen und Massenmigrationen per JSON unterstützen.

