Sharkoon bringt mit dem SK6 ARGB ein Gehäuse mit nahtloser Glas-Optik und versteckten Kabeln zum Kampfpreis auf den Markt – und setzt damit neue Maßstäbe im Budget-Segment.
Das neue ATX-Gehäuse SK6 ARGB kombiniert den hochwertigen „Aquarium“-Look teurer Modelle mit Unterstützung für platzsparende Mainboard-Standards. Zu einem empfohlenen Verkaufspreis von nur 59,90 Euro senkt Sharkoon damit die Einstiegshürde für optisch makellose PC-Builds erheblich. Das Gehäuse ist ab sofort erhältlich.
Nahtloses Glas trifft auf unsichtbare Kabel
Das auffälligste Merkmal ist die „pfeilerlose“ Eck-Konstruktion. Die frontseitige und die seitliche Scheibe aus gehärtetem Glas treffen ohne störende Stützsäule aufeinander. Dieser ununterbrochene Blick ins Innere – oft als „Fish Tank“-Design bezeichnet – ist zum Trend bei High-End-Gehäusen geworden.
Der echte Clou ist jedoch die native Unterstützung für „Back-to-the-Future“-Mainboards (BTF). Diese Boards von ASUS und anderen Herstellern verlegen sämtliche Steckverbinder wie den 24-Pin-Stromanschluss auf die Rückseite. Das SK6 ARGB bietet spezielle Aussparungen für diese Anschlüsse. In der Kombination entsteht im Hauptraum ein nahezu kabelloser Look, der die Wirkung der Panoramascheibe maximiert.
Spezielles Kühlkonzept für Glasfront
Glaskästen haben oft mit Luftstrom-Problemen zu kämpfen. Sharkoon setzt daher auf eine Seiteneinlass-Strategie. Drei 120-mm-ARGB-Lüfter sind vorinstalliert. Die beiden an der Seite montierten Lüfter sind „Reverse Blade“-Modelle. Sie saugen frische Luft an, zeigen dabei aber ihre ansehnliche Vorderseite ins Gehäuse – die sonst bei Einlasslüften sichtbaren Plastikstreben entfallen.
Ein dritter Lüfter an der Rückseite sorgt für den Abtransport warmer Luft. Für Enthusiasten bietet das Mid-Tower-Gehäuse Platz für bis zu neun Lüfter. Auch Wasserkühlung ist möglich: Es passen ein 360-mm- und ein zusätzlicher 280-mm-Radiator hinein, um auch leistungsstarke CPUs und GPUs im Griff zu behalten.
Überraschende Kompatibilität zum kleinen Preis
Trotz des Budget-Preises bietet das Gehäuse viel Innenraum. Es nimmt Grafikkarten bis zu 41 cm Länge auf – genug für fast alle High-End-Modelle der RTX-40- und 50-Serie. CPU-Luftkühler bis 17 cm Höhe finden ebenfalls Platz.
Für Storage sind Anschlusspunkte für zwei 3,5-Zoll-Festplatten oder vier 2,5-Zoll-SSDs vorgesehen. Das Netzteil-Fach bietet Platz für Einheiten bis 23,5 cm Länge, was die Kabelverlegung erleichtert. Die Anschlüsse (zwei USB-A, ein TRRS-Audio) sind seitlich angebracht – praktisch für Nutzer, deren PC auf dem Schreibtisch steht.
Marktanalyse: Premium-Features im Sturzflug
Die Veröffentlichung des SK6 ARGB zeigt einen klaren Trend: Features, die vor einem Jahr noch oberhalb von 150 Euro angesiedelt waren, sickern jetzt ins Einsteigersegment durch. Sharkoons aggressive Preisstrategie setzt die Konkurrenz unter Druck.
Bisher bremste ein „Henne-Ei-Problem“ die Verbreitung von BTF-Standards: Es gab zu wenige kompatible Mainboards und Gehäuse. Mit diesem extrem günstigen Gehäuse senkt Sharkoon die Gesamtkosten für ein BTF-System spürbar. Das könnte die Akzeptanz der versteckten Anschlüsse 2026 deutlich beschleunigen. Die serienmäßigen Reverse-Lüfter sind ein weiteres Detail, für das Bauherren sonst extra zahlen müssten.
Ausblick: Ein Katalysator für saubere Builds?
Marktbeobachter rechnen damit, dass das Gehäuse schnell zum Favoriten für Systemintegratoren und Budget-Gamer wird. Sein Erfolg könnte andere Hersteller zwingen, ihre Budget-Linien noch im ersten Halbjahr 2026 mit ähnlicher BTF-Unterstützung zu modernisieren.
Die größte Hürde für ultimativ saubere Builds bleibt derzeit der Aufpreis für BTF-Mainboards selbst. Doch nun, da die Gehäuse-Seite der Gleichung gelöst ist, könnte der steigende Druck die Mainboard-Hersteller zu günstigeren BTF-Modellen bewegen. In den kommenden Wochen dürften zahlreiche Builds mit dem SK6 ARGB die sozialen Medien erobern.





